Rendite ohne Risiko – was Klimaanleihen bringen

Die neuen Klimapläne der CDU/CSU enthalten eine große Überraschung: Die Unionsparteien haben nicht nur wenig für die heiß diskutierte CO2-Steuer übrig, sie erwärmen sich auch für die sehr neue Idee einer Klimaanleihe. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Pläne in einem Interview der Funke-Regionalzeitungen ausgebreitet. Laut der Nachrichtenagentur dpa zeigte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Klausurtagung der Fraktionsspitze Sympathie für die Idee.

Woher kommt die Idee?

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt brachte das Schlagwort „Klimaanleihe“ per „Bild am Sonntag“ erst am 25. August ins Spiel. Die ersten Reaktionen hatten den Tenor: Wieder so eine unausgegorene Idee der CSU, wie die gescheiterte Pkw-Maut. Daher überrascht es, dass die Schwesterpartei CDU jetzt ihr politisches Gewicht dafür einsetzt.

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Streit unter Eurorettern,Tsipras, Zinsen und die AfD

http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-1087577.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=
16.04.2016
Von David Böcking, Washington

 

IWF-Treffen in Washington

Früher stritten sich vor allem die Griechen mit ihren Geldgebern. Bei der IWF-Frühjahrstagung zeigt sich: Jetzt zanken die Euroretter vor allem untereinander.
Bringt der Yonka-Plan die Lösung für Europa? Von ihm ist die Rede im Protokoll einer Pressekonferenz. Das Papier lag am Freitag auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington aus. Demzufolge lobte IWF-Europachef Poul Thomsen den geheimnisvoll klingenden Plan als sicherlich hilfreich für die Europäer. Tatsächlich dürfte Thomsen eher vom Juncker-Plan gesprochen haben – einer Initiative von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für mehr Investitionen.
Der kleine Transkriptionsfehler ist nicht ohne Symbolik: Zwischen dem IWF und seinen europäischen Partnern gibt es in diesen Tagen große Verständigungsschwierigkeiten. Es geht wieder einmal um Griechenland. Noch immer ringt das Land mit seinen Geldgebern um die Konditionen, zu denen es künftig Finanzhilfen erhalten soll. Weil eine längst überfällige Überprüfung des griechischen Reformprogramms immer noch nicht abgeschlossen ist, steigt die Sorge Weiterlesen Streit unter Eurorettern,Tsipras, Zinsen und die AfD

Niedrige Zinsen Die Mär von der Bestrafung der Sparer

http://www.tagesspiegel.de/politik/niedrige-zinsen-die-maer-von-der-bestrafung-der-sparer/12788762.html
04.01.2016 17:22 UhrVon Harald Schumann

Keine Investitionen, kein Zins – das ist nicht die Schuld der EZB. Vielmehr wird vorhandenes Kapital nicht richtig eingesetzt. Ein Kommentar.
Die Euro-Skulptur leuchtet am 08.01.2014 vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main (Hessen).Bild vergrößern

Die Euro-Skulptur leuchtet am 08.01.2014 vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main (Hessen). – Foto: dpa

Wenn die Deutschen nach ihren Sorgen befragt werden, dann rangieren der Nullzins und die fallenden Renditen auf ihre Ersparnisse fürs Alter weit oben. Jahr für Jahr sinken die in Aussicht gestellten Auszahlungen ihrer Lebensversicherungen oder Sparpläne, und die meisten kennen dafür nur einen Schuldigen: Mario Draghi, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank. Er und seine Kollegen verteilen seit Jahren hunderte Milliarden Euro kostenlos an die Banken, und die verleihen es billig an die Staatskassen und Unternehmen. Folglich gehen die Sparer leer aus. Offenbar, und das glauben viele, läuft da eine üble Verschwörung gegen die kleinen Leute.
Die Bestätigung für diesen Glauben liefern regelmäßig konservative Politiker und Banklobbyisten. Die EZB betreibe „eine Geldpolitik gegen die Sparer“, behauptet da etwa Bayerns Finanzminister Markus Söder. Die „verantwortungslose Niedrigzinspolitik“ gefährde „die Geschäftsmodelle unserer Lebensversicherer“, verbreitet der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan. Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon und Bankenverbandschef Michael Kemmer beschuldigen die EZB gar der „Bestrafung“ oder „Enteignung“ der Sparer.
Es gibt weit mehr Kapital auf der Suche nach Anlage, als für Kredite benötigt wird
All das klingt logisch – und ist doch grundfalsch. Die EZB liefert gewiss manchen Grund für Kritik. Aber für die niedrigen Zinsen sind Europas Zentralbanker sicher nicht verantwortlich. Die eigentliche Ursache ist viel banaler, als die Ankläger der vermeintlichen Draghi-Verschwörung glauben machen wollen: Es gibt weit mehr Kapital auf der Suche nach Anlage, als für Kredite benötigt wird. Wenn aber das Angebot die Nachfrage übersteigt, dann sinkt der Preis. Und genau das geschieht in den westlichen Industrieländern. Weiterlesen Niedrige Zinsen Die Mär von der Bestrafung der Sparer