| ROBOTER-TAXIS ALS KLIMARETTER?

Um die Klimaerwärmung nicht weiter anzufeuern, ist eine Konversion des Automobilsektors unumgänglich. Das weiß man auch in den Chefetagen von Daimler, BMW, VW und Co. Autos sollen aber weiter produziert werden, damit das in den Fabriken gebundene Kapital nicht komplett verloren geht. Als neues Zukunftsversprechen soll nun das autonome Fahren verkauft werden.

Der Begriff des autonomen Fahrens ist keineswegs neutral. Er suggeriert die Freiheit des Fahrenden. Tatsächlich ist es so, dass der Mensch autonom geht oder autonom Fahrrad fährt. Er kann auch im Fall eines effizienten und gut getakteten öffentlichen Verkehrs seine Mobilität autonom gestalten. „Autonomes Fahren“ meint hingegen fahrerloses, fremdgesteuertes Fahren in einer Art Roboter-Taxi.

Mit der Vision vom vollständig automatisierten Auto wird eine neue Hoffnung geweckt. Auch Menschen, die sich keinen Chauffeur leisten können, sollen demnach im Auto hinten sitzen dürfen, die Fahrzeit zum Arbeiten nutzen, zum Schlafen oder um aus dem Fenster zu schauen. Kurzum: Sie dürften in den Genuss all der Vorteile kommen, die Reisende heute schon beim Zugfahren erleben können. Wesentlicher Unterschied: Man soll das Gefühl, chauffiert zu werden, exklusiv genießen. Mit dieser Vorstellung von einem Massenverkehr der Roboter-Taxis werden insbesondere technikaffine Menschen angesprochen. Dabei fördern und verstärken aufwendige Simulationen der Autoindustrie ein einseitiges Technologieverständnis. Es wird nämlich gleichzeitig negiert, dass die Auswahl einer Technologie stets eine soziale Konstruktion mit jeweils eigenen Hierarchien ist (vgl. Euskirchen 2020).

Die Welt ist kein Labor

Hedgefonds und Großbanken finanzieren Startups, die Technologien für Roboter-Taxis entwickeln. Sie kooperieren auch mit IT-Großfirmen, mit Plattformen wie Uber und mit den Autokonzernen. Letztere investieren selbst ebenfalls massiv in Technologien rund um automatisiertes Fahren und Roboter-Taxis, zuletzt wurde jährlich über eine Milliarde Euro für diese Entwicklung ausgegeben.

Eine Welt, in der alle Autos und Busse Roboter-Taxis sind und alle Lkw selbstfahrende Liefereinheiten, wird es allerdings in absehbarer Zukunft nicht geben. Die zugehörigen technischen Lösungen sind weiterhin sehr fragil und Weiterlesen | ROBOTER-TAXIS ALS KLIMARETTER?

Beziehungs-Aus: Mann belog Partnerin jahrelang über seine Abgaswerte

http://www.der-postillon.com/2015/09/beziehungs-aus-mann-belog-partnerin.html?m=1

Wolfsburg (dpo) – Das ist bitter! Nur durch Zufall kam Manuela H. vor einigen Tagen dahinter, dass die Beziehung zu ihrem Freund Volker W. auf einer Lüge basiert: Jahrelang manipulierte der 26-Jährige aus Wolfsburg in Testsituationen seine Emissionswerte, während er im Alltag weiterhin Abgase in unzumutbarer Menge an sein Umfeld abgab. 
„Am Anfang unserer Beziehung vor zweieinhalb Jahren schien alles ganz normal“, berichtet die junge Frau. „Klar, in seiner damaligen Wohnung standen auffällig viele Raumsprays herum und seine Unterhosen waren stets parfümiert, aber jeder hat so seine kleinen Macken.“ 

Bald seien ihr jedoch weitere Unstimmigkeiten aufgefallen. „Manchmal roch es unangenehm, wenn man in den Raum kam.“ Volker W. schob den Geruch zunächst auf Manuelas Hund Anubis. Dann, als sie den Labrador-Mischling schweren Herzens ins Tierheim gegeben hatte und der Geruch noch immer in der gemeinsamen Wohnung hing, mutmaßte W., dass irgendwo in den Zwischenwänden ein Tier verendet sein müsse. 

Gemeinsame Freunde hatten die beiden nur wenige, weil diese immer wieder von Volker W. beschuldigt wurden, für den seltsamen Geruch verantwortlich zu sein. 

Und auch sonst sei es ihm immer wieder gelungen, unter Testbedingungen jeglichen Verdacht von sich zu lenken. „Wenn ich an ihm roch, war immer alles ok. Ich habe mich zwar schon gewundert, warum sein Bauch immer dicker wurde, wenn wir länger als eine halbe Stunde zusammen waren“, berichtet Manuela H. „Aber nach einer Weile ging er meistens auf den Balkon, um ‚frische Luft zu schnappen‘, und alles war wieder normal.“

Auf die Schliche kam Manuela H. dem Umweltsünder schließlich nach einem Tipp von einer Ex-Freundin Volkers, die vor sieben Jahren bei einem Candle-Light-Dinner schwere Verbrennungen erlitten hatte. Um ganz sicher zu gehen, stellte H. heimlich eine Infrarotkamera in der gemeinsamen Wohnung auf – mit schockierendem Ergebnis. „Ihn bin ich jetzt Gott sei dank los, aber diese Bilder werde ich wohl nie wieder aus dem Kopf bekommen“, so die 24-Jährige, die wie jede Frau selbst noch nie in ihrem Leben gefurzt hat.

dan, ssi; Foto oben: Shutterstock

VW soll Folter der Mitarbeiter hingenommen haben

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Noch ein Skandal bei VW: Der Autobauer soll während der Militärdiktatur in Brasilien die Folter von Mitarbeitern hingenommen haben. Jetzt wird gegen das Unternehmen geklagt.
Inmitten des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen droht dem Autokonzern in Brasilien weiteres Ungemach: Gegen das deutsche Unternehmen wurde dort am Dienstag (Ortszeit) eine Zivilklage wegen seines Verhaltens während der Militärdiktatur eingereicht. VW habe damals in Brasilien die Folter und illegale Festnahme von Mitarbeitern hingenommen, begründete das Arbeiterforum für Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparation seine Klage in São Paulo. Während der Militärdiktatur in den Jahren 1964 bis 1985 habe VW „die Existenz einer Staatspolizei im Inneren des Unternehmens“ sowie Festnahmen am Arbeitsplatz zugelassen, sagte Sebastião Neto vom Arbeiterforum der Nachrichtenagentur AFP.
Zwölf Mitarbeiter sollen gefoltert worden sein
Zwölf ehemalige Mitarbeiter des VW-Werks in São Bernardo do Campo, einem Vorort von São Paulo, waren laut Klageschrift festgenommen und gefoltert worden. Dutzende Mitarbeiter seien auf schwarzen Listen geführt worden. Das Unternehmen soll daher nun eine kollektive Entschädigung zahlen, forderten die Kläger. „Volkswagen war nicht das einzige beteiligte Unternehmen, aber es hatte in São Paulo eine Führungsrolle und es hat sogar andere (Unternehmen) koordiniert“, sagte Neto. Das Arbeiterforum für Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparation war 2012 von Brasiliens linksgerichteter Staatschefin Dilma Rousseff eingesetzt worden, um die Verbrechen während der Militärdiktatur zu untersuchen. Weiterlesen VW soll Folter der Mitarbeiter hingenommen haben