#Klimaklage: Schluss mit Pseudo-Klimaschutz! Wir klagen für unsere Zukunft!

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Wir sind Miriam (15) und Jonathan (17) aus Stuttgart und organisieren seit knapp einem Jahr jeden Freitag Streiks für mehr Klimaschutz und opfern dafür einen großen Teil unserer Freizeit. Obwohl wir über 1,4 Millionen Menschen bewegt haben und die gesamte Wissenschaft uns den Rücken stärkt, passiert in Deutschland für den Klimaschutz faktisch nichts. Die Bundesregierung hat ein Klimapaket verabschiedet, das den Namen nicht verdient hat. Weil die Bundesregierung nichts tut,  zwingen wir sie jetzt gerichtlich zum Handeln! Gemeinsam mit weiteren jungen Menschen aus Deutschland, Bangladesch und Nepal verklagen wir die deutsche Bundesregierung. Unterstützt werden wir dabei durch die Deutsche Umwelthilfe. 

Stellt euch hinter uns und unterstützt unsere Klimaklage, indem ihr diese Petition unterschreibt! Zeigt der Bundesregierung, dass sie uns nicht ignorieren kann. Wir fordern sofort wirksame Klimaschutzmaßnahmen zur Einhaltung des 1,5 Grad Ziels. Wir lassen uns unsere Zukunft nicht länger nehmen!  

Dürre, Hitze und Stürme haben laut Klima-Risiko-Index 2018 so massive Schäden in Deutschland verursacht, wie in kaum einem anderen Land. Lange haben wir die Auswirkungen des Klimawandels bei uns nicht zu spüren bekommen. Doch das ändert sich gerade in erschreckendem Tempo und unsere Generation ist davon besonders betroffen. Wir müssen täglich mit der Angst leben, dass wir die Welt so wie wir sie kennen, nicht an unsere Kinder übergeben können. Wir wissen nicht, wie unsere Zukunft aussehen wird. Das macht uns Angst!

Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich Verantwortung für den eigenen Beitrag zu dieser Katastrophe zu übernehmen. Und zwar bevor es zu spät ist. Noch können wir die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise verhindern. Aber wir haben keine Zeit! Wir müssen JETZTanfangen. Und Maßnahmen, die sofort wirksam sind gibt es mehr als genug. Hier nur drei Beispiele:  

  • Ein Tempolimit 120 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts spart 30 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 – ohne Kosten für den Steuerzahler
  • Ein Ende der Plastikflut durch Mehrweg- statt Einwegverpackungen 
  • Die sofortige Abschaltung der Kohlekraftwerke Jänschwalde und Niederaußem 

Die Zeit für Symbolpolitik, große Pläne für eine ferne Zukunft und breit angelegte Studien ist abgelaufen. Die Bundesregierung muss handeln – sofort. Die Niederlande wurden gerade erst höchstrichterlich zu mehr Klimaschutz verurteilt. Gemeinsam schaffen wir das jetzt auch hier in Deutschland! Aber wir müssen selbst aktiv werden: Unterstützt unsere Klage und stellt euch hinter uns: Wir fordern mehr Klimaschutz! Und zwar sofort!

Wir zählen auf eure Unterstützung

Miriam, Jonathan und die Deutsche Umwelthilfe e.V.

PS: Weitere Informationen zu unserer Klage, allen Kläger*innen und zu unseren Forderungen findet ihr hier.

Grünes Wachstum ist eine Illusion

Grünes Wachstum ist eine Illusion

Foto: David McNew/Getty Images

This is not fine

Den größten Teil meines Erwachsenendaseins habe ich gegen den „Kapitalismus der Konzerne“, den „Konsumkapitalismus“ und die „kapitalistische Vetternwirtschaft“ gewettert. Ich habe lange gebraucht, bis mir klar wurde, dass nicht das Adjektiv das Problem darstellt, sondern das Nomen. Während andere den Kapitalismus gern und schnell abgelehnt haben, ging dies bei mir äußerst langsam und widerwillig vonstatten. Zum Teil lag das daran, dass ich keine klare Alternative erkennen konnte. Anders als manche Antikapitalisten konnte ich mich nie für den Staatskommunismus begeistern, mich hemmte sein quasi-religiöser Charakter. Im 21. Jahrhundert zu sagen „Der Kapitalismus versagt“ ist wie im 19. Jahrhundert zu sagen „Gott ist tot“. Das ist säkulare Blasphemie und erfordert ein Maß an Selbstvertrauen, das ich nicht hatte.

Doch mit zunehmendem Alter habe ich zwei Dinge erkannt. Erstens, dass es das System selbst ist und eben nicht nur eine bestimmte Ausprägung des Systems, das uns unaufhaltsam in eine Katastrophe taumeln lässt. Zweitens, dass man keine definitive Alternative parat haben muss, um sagen zu können, dass der Kapitalismus scheitert. Die Aussage steht für sich.

Das Scheitern des Kapitalismus erwächst aus zwei seiner bestimmenden Elemente. Das erste besteht in permanentem Wachstum. Wirtschaftswachstum ergibt sich zwangsweise aus dem Streben nach Kapitalakkumulation und Extraprofit. Ohne Wachstum bricht der Kapitalismus zusammen, auf einem endlichen Planeten führt permanentes Wachstum aber zwangsläufig in die ökologische Katastrophe.

Wir können nicht unendlich weiter wachsen

Diejenigen, die den Kapitalismus verteidigen, Weiterlesen Grünes Wachstum ist eine Illusion

Wichtige Forschung droht auszutrocknen

https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/wichtige-forschung-droht-auszutrocknen-mittelkuerzung-fuer-projekte-der-energieversorgung-ist-der-falsche-weg.jsp

Mit der Mittelkürzung für Projekte der Energieversorgung setzt die Politik die Axt an wichtige laufende Forschungsprogramme, die dadurch auszutrocknen drohen. - Foto: © effe45/stock.adobe.com
Mit der Mittelkürzung für Projekte der Energieversorgung setzt die Politik die Axt an wichtige laufende Forschungsprogramme, die dadurch auszutrocknen drohen. – Foto: © effe45/stock.adobe.com

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die angekündigte Mittelkürzung im Bundeswirtschaftsministerium für die angewandte Energieforschung in Deutschland stark kritisiert. Die entsprechenden Mittel sollen laut Entwurf des Haushaltsausschusses des Bundestags in den nächsten Jahren radikal gekürzt werden.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup sagte: „Damit setzt die Politik die Axt an wichtige laufende Forschungsprogramme, die dadurch auszutrocknen drohen. So gerät auch das Projekt Energiewende in Gefahr, für das wir Innovationen benötigen, die ohne solche Forschung nicht zu haben sind.“

Schon die bisherigen Ausgaben für die Energieforschung, so Große Entrup, genügen nicht dem Anspruch, den Deutschland bei der Energiewende hat. Er verwies auch auf die jüngste VCI-Studie, nach der eine Treibhausgasneutralität der deutschen Chemie bis 2050 nur mit einem immensen Forschungs- und Entwicklungsaufwand möglich sei. Große Entrup: „Industrie und der Staat sollten hier an einem Strang ziehen. Wir müssen die Technologien, die wir 2050 brauchen, heute schon entwickeln. Die Strategie der Politik, Mittel zu streichen, ist daher der falsche Weg.“ Das Argument der Politik, die erhebliche Mittelkürzung bei der Energieforschung werde an anderer Stelle ausgeglichen, lässt der VCI-Hauptgeschäftsführer nicht gelten: „Klimaschutz und eine saubere Energieversorgung brauchen mehr Forschung, nicht weniger.“

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. 2019 setzte die Branche 193 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.800 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail:presse@vci.de 
http://twitter.com/chemieverband undhttp://facebook.com/chemieverbandVCI

Sozial-ökologischer Umbau und die Wachstumsfrage

10. Dezember 2019 | Allgemein

Sozial-ökologischer Umbau und die Wachstumsfrage

von Ralf Krämer

Das immense Wirtschaftswachstum der letzten 100 Jahre war mit ebenso immensem Wachstum des Ressourcenverbrauch, der Umweltbelastungen und der Freisetzung von Treibhausgasen verbunden. Es liegt daher nahe, ein Ende des Wirtschaftswachstums oder sogar eine wirtschaftliche Schrumpfung als unverzichtbare Bedingung für eine Lösung der ökologischen und Klimakrise zu betrachten, auf Englisch „Degrowth“ also. Das Augenmerk richtet sich dabei auf das übliche Maß des Wirtschaftswachstums, das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zumal dieses von „wirtschaftsfreundlichen“ Kräften wie ein Selbstzweck und als der Indikator für Wohlstand und Fortschritt behandelt wird, was es nicht ist.

Doch die Angelegenheit ist Weiterlesen Sozial-ökologischer Umbau und die Wachstumsfrage

Durch die Nacht mit Carola Rackete und Maja Lunde | ARTE

Am 20.10.2019 veröffentlicht

Klimaaktivistin Carola Rackete: „Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“

Klimaaktivistin Carola Rackete: „Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“ | rbb24

rbb24

  1. Politik

Audio: Inforadio | 01.11.2019 | Quelle: Michael Ramm

Interview | Klimaaktivistin Carola Rackete

„Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“

Bekannt wurde Carola Rackete als Seenotretterin im Mittelmeer – inzwischen tritt sie mehr als Klimaaktivistin in Erscheinung. Warum beides miteinander zu tun hat, erklärt sie im rbb-Interview anlässlich der Veröffentlichung ihres Buchs „Handeln statt Hoffen“.

Im vergangenen Sommer wurde Carola Rackete als Kapitänin der „Sea-Watch 3“ bekannt: Sie lief trotz Verbots durch die italienischen Behörden in den Hafen von Lampedusa ein – an Bord Dutzende Flüchtlinge, die sie und ihre Crew aus dem Mittelmeer gerettet hatten. Rackete wurde festgenommen und mehrere Tage unter Hausarrest gestellt.

Rackete, die Nautik und Naturschutzmanagement studiert hat, ist auch Klimaaktivistin. Sie warnt, dass aufgrund von Klimaveränderungen weitere Flüchtlingsströme entstehen könnten. Darüber schreibt sie auch in ihrem Buch „Handeln statt Hoffen. Aufruf an die letzte Generation“, das am 4. November erscheint.

rbb: Frau Rackete, Sie haben das Buch „Handeln statt hoffen. Aufruf an die letzte Generation“ geschrieben. Haben Sie sich dafür jeden Tag hingesetzt und eisern geschrieben – oder wie das Buch in doch relativ kurzer Zeit zustande gekommen?

Das Buch wurde mit einer Ghostwriterin geschrieben, mit der ich sehr eng zusammengearbeitet habe. Wir haben sehr viele Interviews und Gespräche geführt – und Weiterlesen Klimaaktivistin Carola Rackete: „Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“

Klaus Töpfer, @CDU: „Wir haben damals … gesagt, das geht nicht mehr. Ende.“

Michael Flammer 💚🌍🌡 (@Jumpsteady)
Ladies and gentlemen,

Klaus Töpfer, ⁦‪@CDU‬⁩:

„Wir haben damals keinen Preis auf FCKW gemacht, sondern gesagt, das geht nicht mehr. Ende. Wenn etwas die Welt in Frage stellt, kann ich nicht fragen, ob das von 10€ oder 40€ pro Tonne CO2 abhängt.“

👏👏👏👏👏
#Klimakrise #KlimaVor8pic.twitter.com/yb7dWCgc1E