Kapitalismus aufheben

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Commonismus klingt nicht nur wie Kommunismus

14.09.2018

/ Kultur

Commonismus klingt nicht nur wie Kommunismus

Simon Sutterlütti und Stefan Meretz stellen ihre Utopie der Aufhebung des Kapitalismus und einer »Freien Gesellschaft« vor

Von Christian Schorsch

Dieses Buch richtet sich an all jene, die das Träumen nicht verlernt haben und auch das Mantra der Alternativlosigkeit zum Gegenwärtigen nicht akzeptieren wollen. Der Soziologe Simon Sutterlütti und der Informatiker Stefan Meretz, beide aktiv im Commons-Institut (letzter dessen Mitbegründer), sind der Meinung, dass gesellschaftliche Utopien im öffentlichen Raum kaum mehr stattfinden. Sie wollen zur Belebung einer Debatte über gesellschaftlich transformierende Ideen anregen.

Die Autoren definieren als Ziel ihrer Utopie eine »Freie Gesellschaft«, die sich einerseits von jedweder Herrschaft und andererseits von systemischen Sachzwängen befreit hat. Im Kapitalismus handeln die Menschen erzwungenermaßen profitorientiert und damit zunehmend auch an ihren eigentlichen Bedürfnissen vorbei, was sich letztlich in verschiedenartigen Krisen und Entwicklungswidersprüchen ausdrückt. »Es ist wichtig, die gesellschaftliche Vermittlung im Kapitalismus zu verstehen«, betonen die Autoren. »Die Qualität des Kapitalismus ist die ›unbewusste Gesellschaftlichkeit‹. Sie entsteht, wenn zwei Dynamiken zusammenkommen: Die gesellschaftliche Vermittlung stellt sich «hinter dem Rücken» der Menschen her (Selbständigkeit) und dreht das Verhältnis von subjektiv gewollter Bedürfnisbefriedigung (sozialer Prozess) und objektiv erzwungener Verwertung (sachlicher Prozess) um. Das Moment der Selbständigkeit, das jeder Gesellschaft zugrunde liegt, wird im Kapitalismus zur Verselbstständigung von Sachzwängen gegenüber den Bedürfnissen der Menschen. Wir Weiterlesen Kapitalismus aufheben

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Marx, Commons und Internet

http://keimform.de/2017/marx-commons-und-internet/

keimform.de »

Marx, Commons und Internet

geschrieben von Stefan Meretz am 5. Dezember 2017, 15:20 Uhr

Hier nachgereicht die Folien (PDF [1], ODP [2]) und der Mitschnitt (OGG [3], MP3 [4]) meines Vortrags »Mit Marx, Commons und Internet zum Commonismus« in der Seminarreihe »Marx in the Age of Digital Capitalism« an der Uni Bonn vom 12.7.2016.

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[1] PDF: https://archive.org/download/marx-commons-internet-commonism/stefan-meretz-marx-internet-commons.pdf

[2] ODP: https://archive.org/download/marx-commons-internet-commonism/stefan-meretz-marx-internet-commons.odp

[3] OGG: https://archive.org/download/marx-commons-internet-commonism/stefan-meretz-marx-digital-age-commonism.ogg

[4] MP3: https://archive.org/download/marx-commons-internet-commonism/stefan-meretz-marx-digital-age-commonism.mp3

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150 Jahre „Das Kapital“ in der SZ

http://keimform.de/2017/150-jahre-das-kapital-in-der-sz/
Die Süddeutsche Zeitung hat ein Dossier zum 150. Jahrestag des Erscheinens von Karl Marx‘ Kapital gemacht. Da durften die Volontär*innen der SZ ran. Sie hat „Experten befragt“, tatsächlich Frauen und Männer. Alle Antworten sind online nur hinter einer Paywall zugänglich. Die mir gestellte Frage lautete:
Was hätte Marx dazu gesagt, wenn Roboter die Arbeit von Menschen übernehmen?
Ich habe die Antwort von unterwegs geschrieben, und es ging hin und her. Die letzte Version ist nicht von mir. Ich habe sie erst in der Zeitung gelesen. So sieht sie aus (abgetippt):
Marx hatte eine Hassliebe zum Kapitalismus. Er hätte Roboter bejubelt und verdammt. Bejubelt, weil sie eine großartige Innovation darstellen und Arbeit überflüssig machen. Verdammt, weil sie Arbeit überflüssig machen und damit die Existenz von Menschen gefährden. Durch Roboter entsteht Nützliches, die Menschen könnten reich sein, weil sie alles, was sie zum Leben brauchen, ganz einfach bekommen könnten. Doch das will die kapitalistische Logik nicht. Waren müssen gekauft werden, und zwar mit Geld, das erst verdient werden soll. Bloß, von welcher Arbeit, wenn keine mehr für den Menschen übrig bleibt, weil Roboter sie erledigen? Die Maschinen verhalten sich aber auch nicht systemoptimal. Sie kaufen nicht ein. Das versetzt alle in eine verflixte Lage: Die Menschen haben keine Arbeit und kein Geld. Die Roboter haben Arbeit, kaufen aber nicht ein. Wird also menschliche Arbeit ersetzt, geht Wert verloren, die Preise fallen, die Produkte kosten nichts mehr. Der Kapitalismus fährt sich selbst gegen die Wand, der technische Fortschritt rationalisiert ihn radikal weg. Alles Geld würde in die Finanzspekulation fließen, weil es in Produkte investiert keinen Gewinn mehr brächte. Der nächste große Finanz-Crash käme früher oder später. Wegen dieser menschenunfreundlichen Entwicklung würde Marx heute eine radikale Lösung vorschlagen; nur die Macht zu ergreifen und umzuverteilen, wäre ihm nicht genug. Er würde das Geld aus dem Spiel nehmen und mit ihm den Markt und die Konkurrenz. Das Stichwort heißt Commons und meint, das, was die Menschen brauchen, produzieren sie gemeinschaftlich, nutzen und teilen es. In solch einer Gesellschaft wären Marx die Roboter hoch willkommen.
Stefan Meretz ist Diplom-Ingenieur, Informatiker und arbeitet für das Commons-Institut. Er lebt als freier Autor in Bonn.
* * *
Zur chilliger Hintergrundmusik noch ein Erklär-Video der SZ zu Marxschen Begriffen. Nicht so schlecht und mit lustigem Ende: „Irgendwann reicht es den Arbeitern. Sie lehnen sich auf. Das Unvermeidliche passiert: die Revolution“.

http://sz.de/1.3578297

Care-Revolution und Industrie 4.0

http://keimform.de/2017/text-care-revolution-und-industrie-4-0/

Text „Care-Revolution und Industrie 4.0“

Von Stefan Meretz
[Text zu meinem Vortrag auf der Leipziger Tagung „Digitalisierung und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen im Juni 2016, erschienen in: Dieter Janke, Jürgen Leibiger (Hrsg.), Digitale Revolution und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert, Hamburg: VSA, S. 27-38]

Care-Revolution und Industrie 4.0
Die Dialektik von Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnissen vom Kopf auf die Füße stellen
Was haben das Wickeln von Babys und das Konfigurieren von Robotern miteinander zu tun? Nein, es geht hier nicht um techno-utopistische Fantasien, nach denen letztere, die Roboter, bald ersteres übernehmen sollen. Und auch nicht darum zu behaupten, beide Tätigkeiten seien algorithmisch doch prinzipiell das Gleiche. Sondern es geht mir darum zu zeigen, dass Entwicklungen in zwei getrennten gesellschaftlichen Sphären, dem sogenannten Care-Bereich und dem sogenannten Produktionsbereich, überraschend ähnliche Tendenzen zeigen. Diese Bereiche mit einem „sogenannt“ anzuzeigen ist notwendig, weil Weiterlesen Care-Revolution und Industrie 4.0

Das ist unser Haus!

Quelle: http://keimform.de/category/eigentumsfragen/
Ein großartiger Film über das Mietshäuser-Syndikat, ein cooles Beispiel für ein großes vernetztes Commons-Projekt von Projekten.

http://das-ist-unser-haus.de/

Produzenten des Films sind Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. Der Film wurde u.a. durch eine Crowdfundingkampagne finanziert und unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND veröffentlicht. Das bedeutet, der Fim darf nicht-kommerziell öffentlich aufgeführt werden. Das Team freut sich über die Mitteilung von Terminen solcher Vorführungen an termin ät das-ist-unser-haus.de.

UTOPIKON – Wege in eine geldfreiere GesellschaftKaufst du noch oder teilst du schon?

UTOPIKON – Wege in eine geldfreiere Gesellschaft

  „Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Wirtschaft von morgen vor?“
Die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON

Wege und Herausforderungen in eine geldfreiere Gesellschaft
Neben dem dritten Mitmachkongress utopival gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON. 300 Menschen werden sich am 05. November 2016 in der Forum Factory in Berlin inspiriert von fünf Keynotes in 20 Workshops und einem anregenden Rahmenprogramm zu der Frage nach einer zukunftsfähigen Wirtschaft austauschen.
Die Referent*innenliste verspricht einen spannenden Tag, denn zugesagt haben bereits Silke Helfrich, Niko Paech, Friederike Habermann, Uwe Lübbermann, Hanna Poddig, Gerrit von Jorck, Christian Siefkes und viele weitere.
‚Ökonomie‘ kommt von ‚Oikos‘ – Hausgemeinschaft, die Teilhabe aller. Die aktuelle wirtschaftliche Situation lässt jedoch nicht teilhaben, sie separiert eher.
„Wie können wir solidarisch wirtschaften? Wie sehen Alternativen für eine zukunftsfähige Ökonomie aus? Wie möchten wir leben? Welche Wege führen zu einer geldfreieren Gesellschaft und welche Herausforderungen stehen dem entgehen?“ Diese Fragen treiben mich als einen der Initiator*innen der Konferenz um.
Die UTOPIKON möchte dabei Alternativen aufzeigen, Inspiration geben und Austausch ermöglichen.
Die Utopie-Ökonomie-Konferenz wird vom Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia verwirklicht. Die Besonderheit daran: Die UTOPIKON wird wie alle Aktivitäten vom Netzwerk nicht nur vegan, ökologisch und solidarisch gestaltet, sondern vor allem auch geldfrei. „Kein Cent fließt direkt. Die UTOPIKON lebt von der Solidarität und dem Tatendrang aller Mitwirkenden“, sagt Mitorganisatorin Pia Damm. Ein Prinzip fern von Leistung und Gegenleistung, das von der Referent*innentätigkeit über das Konferenzzentrum bis hin zum Essen greift. Damit ist die UTOPIKON selbst ein gesellschaftliches Experiment, mit welchem andere Formen des Wirtschaftens – außerhalb von Tausch- und Verwertungslogik – lebendig und erlebbar werden.
Mehr Infos gibt es unter: UTOPIKON.de oder auch livingutopia.org

keimform.de » Entstehung und Überwindung des Geldes »

http://keimform.de/2016/entstehung-und-ueberwindung-des-geldes/print/
Entstehung und Überwindung des Geldes
Posted By Stefan Meretz On 13. Februar 2016, 06:43 Uhr

Fabian Scheidler [1] und ich haben beim Stuttgart Open Fair Forum 2016 [2] einen Kombi-Vortrag gehalten zur Entstehung und Überwindung des Geldes. Da Fabian erkrankt war, konnten wir ihn nur per Skype zuschalten. Hier Audio-Aufzeichnung von Fabian (OGG [3], MP3 [4]) sowie Folien (ODP [5], PDF [6]) und Audio-Aufzeichnung (OGG [7], MP3 [8]) meines Beitrag (jeweils ohne Diskussion).
Teil 1 (Fabian Scheidler):

Teil 2 (Stefan Meretz):

Article printed from keimform.de: http://keimform.de
URL to article: http://keimform.de/2016/entstehung-und-ueberwindung-des-geldes/
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[1] Fabian Scheidler: http://www.counter-images.de/megamaschine/
[2] Stuttgart Open Fair Forum 2016: http://keimform.de/2016/stuttgart-open-fair-forum-2016/
[3] OGG: https://archive.org/download/sofa2016/fabian-scheidler-sofa-stuttgart-entstehung-und-ueberwindung-des-geldes.ogg
[4] MP3: https://archive.org/download/sofa2016/fabian-scheidler-sofa-stuttgart-entstehung-und-ueberwindung-des-geldes.mp3
[5] ODP: http://keimform.de/wp-content/uploads/2016/02/stefan-meretz-sofa-stuttgart-entstehung-und-ueberwindung-des-geldes.odp
[6] PDF: http://keimform.de/wp-content/uploads/2016/02/stefan-meretz-sofa-stuttgart-entstehung-und-ueberwindung-des-geldes.pdf
[7] OGG: https://archive.org/download/sofa2016/stefan-meretz-sofa-stuttgart-entstehung-und-ueberwindung-des-geldes.ogg
[8] MP3: https://archive.org/download/sofa2016/stefan-meretz-sofa-stuttgart-entstehung-und-ueberwindung-des-geldes.mp3
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