Snowden wirbt um Asyl in Deutschland – geteiltes Echo deutscher Politiker

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Der Whistleblower Edward Snowden, der eine ausufernde Internet-Überwachung durch westliche Geheimdienste enthüllte, würde immer noch gern politisches Asyl in Deutschland bekommen. „Ich glaube, dass jeder, der einigermaßen objektiv auf die Geschichte blickt, erkennen wird, dass, wenn Deutschland mich aufnehmen würde, es inzwischen nicht mehr als ein feindlicher Akt gegen die USA aufgefasst würde“, sagte Snowden der Tageszeitung Die Welt.

Denn Asyl für ihn in der Europäischen Union „würde bedeuten, dass Europa für die Vereinigten Staaten eintritt, auch in Augenblicken, wenn diese gerade nicht für sich selbst und ihre Werte einstehen können“, argumentierte Snowden.

Rückkehr in die USA eines Tages immer wahrscheinlicher
Der Ex-Geheimdienstler hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber am Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland, nach einer Verlängerung aktuell bis 2020.

Er halte es für „immer wahrscheinlicher“, dass er Weiterlesen Snowden wirbt um Asyl in Deutschland – geteiltes Echo deutscher Politiker

Edward Snowden im Dlf-Interview Was wäre die Gesellschaft ohne Whistleblower?

2013 ging Edward Snowden mit geheimen Dokumenten an die Öffentlichkeit, die eine massenhafte Überwachung durch US-amerikanische Geheimdienste enthüllte. Im Dlf kritisierte er, dass es für Quellen investigativer Recherche immer schwieriger werde. Sein Leben im Exil zeige, welche Konsequenzen die Entscheidung mit sich bringe.

Edward Snowden im Gespräch mit Stefan Fries und Stefan Koldehoff

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Edward Snowden blickt im halbdunkel und im Halbprofil stehend links am Betrachter vorbei. (S. Fischer Verlage)

Der Whistleblower Edward Snowden (S. Fischer Verlage)
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„Ich weiß nicht, wie ihr euer Audio aufnehmt, aber da ist noch eine Session – es ist also noch jemand in diesem Chat-Raum.“ So starten Stefan Koldehoff und Stefan Fries das Interview mit Whistleblower Edward Snowden: Die Dlf-Redakteure haben sich über ein Video-Konferenz-Tool mit Snowden verabredet. Eigentlich sollte dieser Chatraum niemandem bekannt sein. Für den Notfall wurde ein zusätzlicher Laptop aufgebaut – ist das der dritte Teilnehmer neben dem ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiter und den Redakteuren? Oder wer ist da noch? Und wo ist die Grenze zwischen Vorsicht und Verfolgungswahn? Zur Sicherheit startet der Deutschlandfunk eine neue Verbindung – nur Snowden und die beiden Dlf-Journalisten.

Der Whistleblower Edward Snowden im Interview mit dem Deutschlandfunk (Deutschlandradio/ Jens Becker)(Deutschlandradio/ Jens Becker)ENGLISH VERSION: Dlf-Interview with Edward Snowden – What would a society be without whistleblowers?
In 2013 whistleblower Edward Snowden leaked highly classified information from the National Security Agency (NSA). In conversation with the Dlf he criticised that life for whistleblowers is getting harder. There were very few people who would be willing to take the risks.

„Ich kann nicht darüber sprechen, mit wem ich in Kontakt bin oder nicht“

2013 ging Edward Snowden mit streng geheimen Dokumenten an die Öffentlichkeit, die eine massenhafte Überwachung durch unter anderem US-amerikanische Geheimdienste enthüllte. Seitdem ist viel Zeit vergangen, die Technik hat sich immens weiterentwickelt. Und damit auch die Möglichkeiten. „Ich kann natürlich nicht darüber sprechen, mit wem ich in Kontakt bin oder nicht. Das wäre natürlich auch sehr gefährlich für diejenigen Menschen und für ihre Karriere. Was ich aber schon sagen kann, ist, dass die Programme in einem konstanten Wandel sind. Man darf sich die Geheimdienste nicht so vorstellen… man muss sich vorstellen, dass sie ein Lagerhaus voller Geräte sind. Und wenn jemand dann sagt: Das Gerät funktioniert nicht mehr, okay. Das ist aber nicht relevant, denn sie sind eine Fabrik. Sie entwickeln immer neue Methoden der Überwachung und die werden immer effizienter“, sagt Snowden. Die Programme würden sich ändern, das Prinzip bliebe aber das gleiche: Es gebe bei jeder Kommunikation einen Absender und eine Zielperson.

Die englische Version als Audio finden Sie hier [AUDIO]

Die einfachste Möglichkeit sei es, Weiterlesen Edward Snowden im Dlf-Interview Was wäre die Gesellschaft ohne Whistleblower?

Snowden: „Kriegserklärung an den Journalismus“

Bild: Pixabay.com

Das US-Justizministerium beschuldigt Assange zusätzlich mit 17 Straftaten mit jeweils einer Höchststrafe von 10 Jahren Gefängnis. Es soll ein Exempel statuiert werden

Es war zu erwarten, dass das US-Justizministerium Julian Assange nicht nur wegen Verschwörung zum Einbruch in die Computersysteme anklagen würde, wie bislang bekannt geworden ist. Darauf stünde eine Höchststrafe von 5 Jahren Gefängnis. Zu vermuten war, dass man es Großbritannien oder Schweden erleichtern wollte, Assange auszuliefern. Verwunderlich ist, dass nun schon vor der Auslieferung 17 weitere Anklagen nachgeschoben werden. Assange, so wird gesagt, sei beteiligt an einer der größten Verletzung von Geheimdokumenten in der amerikanischen Geschichte.

Eine Grand Jury hat gestern Assange angeklagt, 18 unterschiedliche Straftaten begangen zu haben, 17 der Straftaten sind neu, meist Weiterlesen Snowden: „Kriegserklärung an den Journalismus“

Snowden: „Kriegserklärung an den Journalismus“

Bild: Pixabay.com

Das US-Justizministerium beschuldigt Assange zusätzlich mit 17 Straftaten mit jeweils einer Höchststrafe von 10 Jahren Gefängnis. Es soll ein Exempel statuiert werden

Es war zu erwarten, dass das US-Justizministerium Julian Assange nicht nur wegen Verschwörung zum Einbruch in die Computersysteme anklagen würde, wie bislang bekannt geworden ist. Darauf stünde eine Höchststrafe von 5 Jahren Gefängnis. Zu vermuten war, dass man es Großbritannien oder Schweden erleichtern wollte, Assange auszuliefern. Verwunderlich ist, dass nun schon vor der Auslieferung 17 weitere Anklagen nachgeschoben werden. Assange, so wird gesagt, sei beteiligt an einer der größten Verletzung von Geheimdokumenten in der amerikanischen Geschichte.

Eine Grand Jury hat gestern Assange angeklagt, 18 unterschiedliche Straftaten begangen zu haben, 17 der Straftaten sind neu, meist Weiterlesen Snowden: „Kriegserklärung an den Journalismus“

Snowden wirbt für seine Lebensretter

http://app.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/us-whistleblower-snowden-wirbt-fuer-seine-lebensretter/20802278.html

Fast vier Jahre sind vergangen, seit Edward Snowden die illegalen Aktivitäten der US-Geheimdienste entlarvte. Auf dem Chaos Communication Congress erschien er jetzt per Videobotschaft. Er hatte ein besonderes Anliegen.

Edward Snowden

Der US-amerikanische Whistleblower hatte seine Enthüllungen 2014 zwar minutiös vorbereitet, nicht aber seine Flucht.

Bild: dpa

LeipzigDer Applaus wollte nicht enden, als der Held der Szene auf der Leinwand auftauchte. Mehr als 3000 Hacker auf dem Chaos Communication Congress in Leipzig begrüßten Edward Snowden mit rückhaltloser Sympathie. Der US-Amerikaner, zugeschaltet aus seinem Exil in Moskau, lächelte. Dann legte er die Hände aneinander und erhob sie zur Geste des Dankes. Eine Welle der Zuneigung flutete den Saal, der gefüllt war bis auf den allerletzten Platz.

Es war ein Publikum, bei dem Snowden sich geborgen fühlen konnte. Er nutzte seine erste Redeminute für ein Lob an seine Zuhörer. „Hacker wissen eines seit langer Zeit: Regierungen missbrauchen ihre Macht“, sagte Snowden. „Wir wissen, dass die Institutionen, auf die wir uns verlassen sollen, nicht immer so funktionieren wie man uns versprochen hat.“ Hunderte im Saal nickten. Wie Snowden selbst war die Mehrzahl der Anwesenden in schwarz gekleidet.

Die meisten von ihnen Weiterlesen Snowden wirbt für seine Lebensretter

Snowden fühlt sich in Russland unwohl

http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1051621.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=
06.09.2015
Kritik an Exil-Regierung
                

Edward Snowden (Archiv): „Politischer Fehler“
Der US-Whistleblower Edward Snowden übt scharfe Kritik an der beschränkten Meinungsfreiheit in Russland. Die Regierung in Moskau versuche „immer mehr die Gedanken der Menschen zu kontrollieren“. Gerne würde er sein Exil verlassen.
Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat einen neuen Preis für Meinungsfreiheit erhalten – und die Gelegenheit genutzt, sein Asylland Russland zu kritisieren. Vor allem die zunehmende Kontrolle des Internets sei „frustrierend und enttäuschend“, sagte Snowden per Videoschaltung bei einer Preisverleihung in Norwegen. Der 32-Jährige wurde in Mölde mit dem Björnson-Preis für Meinungsfreiheit ausgezeichnet.
Die russische Regierung versuche, „immer mehr das Internet zu kontrollieren, immer mehr die Gedanken der Menschen zu kontrollieren“, sagte Snowden vor den Mitgliedern der norwegischen Akademie für Literatur und Meinungsfreiheit.
Auch ins Privatleben wolle der Staat eingreifen und unter anderem „entscheiden, welches die richtige Art ist, wie Menschen sich gegenseitig ihre Liebe erklären“. Die Kontrolle des Internets sei aber „ein politischer Fehler“ und „grundsätzlich falsch“.
Fragt jemand, wo er wohnt, antwortet er „im Internet“
Snowden erinnerte zugleich daran, dass es nicht seine Entscheidung gewesen sei, nach Russland zu gehen. Er sei nur in Moskau auf der Durchreise gewesen. „Leider wurde mein Pass eingefroren, er wurde von den USA annulliert.“ Er habe in 21 Ländern Asyl beantragt, sagte Snowden. „Sie sind alle still geblieben.“ Russland sei einer der letzten Staaten gewesen, bei dem er damals angefragt habe.
Snowden hatte als externer IT-Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA Dokumente über die weltweiten Überwachungsprogramme an sich gebracht und über Journalisten veröffentlichen lassen. Dies brachte das riesige Ausmaß der weltweiten US-Spähaktivitäten ans Licht. Derzeit hält sich Snowden in Russland auf, das ihm Asyl gewährte. In seiner Heimat droht ihm ein Prozess wegen Spionage und Geheimnisverrats.

Er bekräftigte, dass er lieber wieder in den USA leben würde. Er sei trotz seines Lebens im Exil aber froh, überhaupt frei zu sein. „Ich hatte erwartet, im Gefängnis zu sitzen“, sagte er. In Russland könne er zumindest normal leben und auch frei seine Meinung äußern. Das liege wohl hauptsächlich daran, dass er vor allem online kommuniziere. „Wenn mich Leute fragen, wo ich wohne, ist die ehrlichste Antwort: im Internet“, sagte Snowden.
yes/AFP

Neulich in Moskau

03.05.2015 •Die Regisseurin Angela Richter hat für ihr neues Stück Edward Snowden in Moskau getroffen. Hier erzählt sie, was sie von ihm gelernt hat und wie sich Snowden von anderen Whistleblowern unterscheidet.

Als Theaterregisseurin beschäftigen Sie sich seit einiger Zeit verstärkt mit den Themen Massenüberwachung und Whistleblower. Wie kam es zu Ihrem Interesse dafür?

Angefangen hat es mit den Wikileaks-Enthüllungen. Ich fand das irre und wollte ein Stück darüber machen, und weil meine Stücke meistens auf Interviews basieren, wollte ich unbedingt mit Julian Assange sprechen.

Sie haben dann auf Ebay ein Essen mit ihm ersteigert. Die Geschichte ist eigentlich bekannt, Sie haben im „Spiegel“ darüber geschrieben, ganz kurz noch mal.

Paypal, Mastercard und Visa hatten zu der Zeit die Wikileaks-Konten blockiert, und Assange brauchte Geld, um die Organisation am Laufen zu halten, weshalb er sozusagen sich selbst versteigert hat. Es gab acht Plätze, und ich habe einen davon ergattert. Ich glaube, es hat 1600 Euro gekostet. Es war alles völlig absurd. Slavoj Žižek war auch da, und Laura Poitras, die damals einen Film über Wikileaks machen wollte – da kam ihr dann Edward Snowden dazwischen . . . Weiterlesen Neulich in Moskau

New Yorks Polizei stößt Edward Snowden vom Sockel

Kunstaktion in Brooklyn

 

Unbekannte Künstler haben in New York ein Denkmal für Edward Snowden errichtet. Doch das war nur von kurzer Dauer: Nach wenigen Stunden entfernte die Polizei die Büste des Whistleblowers. Weiterlesen New Yorks Polizei stößt Edward Snowden vom Sockel