Mittelmeer Seenotretter bitten Deutschland und weitere Staaten um Hilfe

Das Foto zeigt das Schiff der spanischen NGO Proactiva Open Arms vor dem Hafen von Algeciras/Spanien. (AFP / Jorge Guerrero)

Spanische Seenotretter haben Deutschland und weitere Länder um Hilfe gebeten, um einen sicheren Hafen zu finden.

Die Betreiber des Schiffs „Open Arms“ mit 121 Migranten an Bord erklärten, sie hätten auch Spanien und Frankreich aufgerufen, mit der EU-Kommission eine Lösung zu finden. Sie verwiesen dabei auf internationale Vereinbarungen. Seit einer Woche suchen die Seenotretter einen Hafen, um die Menschen an Land zu bringen. Italien und Malta haben die Einfahrt verwehrt. 

Unterdessen nahm das Schiff „Ocean Viking“ der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen die Seenotrettung vor der libyschen Küste wieder auf. Zuvor hatte Malta den Betreibern einen Tankstopp verweigert. Die Organisationen betonten jedoch, es gebe ausreichend Wasser und Treibstoff an Bord.

Leben retten ist kein Verbrechen: Lasst uns die Seenotretter retten!

Hey Leute, 

hier schreiben Euch Kommerzfernseh-Klaasi und Zwangsgebühren-Janni. 

Eigentlich haben wir ja Sommerpause, aber die bedrückenden Ereignisse um Carola Rackete, die Kapitänin der „Sea Watch 3“, die gestern von den italienischen Behörden festgenommen wurde, weil Sie 53 Menschen das Leben gerettet hat, lassen uns keine Ruhe.

Wir sind der Überzeugung:

Wer Menschenleben rettet, ist kein Verbrecher!

Wer sein Leben einsetzt, um das Leben anderer zu retten, wird niemals ein Verbrecher sein!

Nirgendwo auf der Welt und schon gar nicht in unserem freien, demokratischen und freundlichen Europa.

Wer Lebensretter zu Verbrechern erklären will, ist im Unrecht.

Wer Menschen einsperrt, die anderen Menschen das Leben retten wollen, ist im Unrecht. Das war gestern so, das ist heute so, das wird morgen so sein. 

Diesem Unrecht tatenlos zuzusehen, ist keine Option.

Wie die meisten von Euch, können wir nicht persönlich vor Ort im Mittelmeer helfen.

Darum möchten wir spenden und gemeinsam mit Euch Geld sammeln.

Hier unser kleines improvisiertes Spendenaufrufvideo!

Unterstützen wir gemeinsam die inhaftierte Kapitänin Carola Rackete, die Crew der „SeaWatch 3“ und die private Seenotrettung im Mittelmeer, mit dem, was wir in Deutschland am allermeisten haben: mit Geld.

Die Europäische Union hat gemeinsam mit Südamerika die größte Freihandelszone der Welt beschlossen. Wenn die Europäische Union so etwas kann, dann kann sie erst recht mit Leichtigkeit eine menschlichere Flüchtlingspolitik organisieren.

Und bis es soweit ist, wollen gemeinsam diejenigen unterstützen, die rund um die Uhr, unter Einsatz ihres Lebens, nicht nur das Leben anderer Menschen retten, sondern auch die Humanität und unser Ansehen vor den Augen der Geschichte.

Bitte macht mit!

Tschau,

Klaasi von ProSieben und Janni vom ZDF

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