Sehnsuchtsort der Neuen Rechten: Die Potsdamer Garnisonkirche

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2018/januar/sehnsuchtsort-der-neuen-rechten-die-potsdamer-garnisonkirche

von Matthias Grünzig

Es ist eines der wichtigsten und zugleich umstrittensten deutschen Bauprojekte der jüngeren Geschichte: der Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam. Schon 2013 bezeichnete der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien das Projekt als „national bedeutsame Kultureinrichtung“ und bedachte es mit einem Bundeszuschuss von zwölf Mio. Euro. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier untermauerte 2017 dessen Bedeutung noch, indem er die Schirmherrschaft über den Wiederaufbau übernahm. Am 29. Oktober 2017 wurde schließlich mit dem Bau begonnen.

Allerdings wird um die Neuerrichtung schon seit Jahren erbittert gekämpft. Während die „Stiftung Garnisonkirche Potsdam“ und die „Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche“ das Projekt vorantreiben, blicken Kritiker wie die Initiativen „Potsdam ohne Garnisonkirche“ und „Christen brauchen keine Garnisonkirche“ sowie die Martin-Niemöller-Stiftung auf das Projekt mit Unverständnis und Entsetzen.

Der Streit hat vor allem mit der geschichtspolitischen Weiterlesen Sehnsuchtsort der Neuen Rechten: Die Potsdamer Garnisonkirche

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Infoveranstaltungen in Potsdam und Falkensee zu unserem Volksbegehren in Brandenburg !

Im Land Brandenburg brauchen die Werkzeuge der direkten Demokratie dringend ein Update: Volksbegehren auf Landesebene und Bürgerbegehren auf kommunaler Ebene scheitern hier regelmäßig an zu kurzen Fristen, zu hohen Hürden und überzogenen formalen Anforderungen. Deshalb gehört das Land Brandenburg zu den Schlusslichtern der direkten Demokratie in Deutschland.

Das wollen wir ab April gemeinsam ändern!
Mit einem Volksbegehren wollen wir die Regelungen der direkten Demokratie in Brandenburg selbst verbessern! Seit einigen Monaten bereiten wir zusammen mit anderen Gruppen und Organisationen dieses Volksbegehren vor. Es soll im April 2017 starten. Bei unseren Infoveranstaltungen informieren wir über das Projekt, seine Inhalte und den Zeitplan und wollen zusammen überlegen, wie das Volksbegehren vor Ort in Potsdam, Falkensee und Umgebung erfolgreich unterstützt werden kann.

Weitere Informationen finden sich auf http://www.wir-entscheiden-mit.de
24.01.2017, 16:00 Uhr

Infotreffen Potsdam

Für Studierende gedacht

Uni Potsdam, Campus Griebnitzsee:

Haus 6, Seminarraum S12 (Raum Nr.: 3.06.S12)
08.02.2017, 19:00 Uhr

Infotreffen Potsdam

Haus der Natur, 3.OG

Lindenstraße 34

14467 Potsdam
08.02.2017, 19:00 Uhr

Infotreffen Falkensee

Bahnhofstraße 80

14612 Falkensee
Bitte leiten Sie diese Einladung an alle weiter, die sich dafür interessieren könnten.
Herzliche Grüße und bis zum Infotreffen!

Jan Drewitz

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Jan Drewitz

Mitglied im Landesvorstand Mehr Demokratie e.V. Berlin/Brandenburg

Telefon: 030/420 823 70

Email: jan.drewitz@mehr-demokratie.de

Projekt gegen Hass, Krieg und rechte Gewalt

http://www.pnn.de/potsdam/1061805/
KUNSTPROJEKT IN POTSDAM Wolfsmenschen vor dem Landtag
von Jana Haase
Rainer Opolkas „Wolfsmenschen“ vor der Dresdner Frauenkirche. Foto: Matthias Rietschel/epd
Die 66 „Wolfsmenschen“ von Künstler Rainer Opolka machen nach dem Auftakt in Dresden auch in Potsdam Station. Hier wird die Installation, die zur Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und Hass anregt, auf dem Alten Markt zu sehen sein.
Potsdam – Sie sehen angsteinflößend aus, die 66 „Wolfsmenschen“: Bis zu zwei Meter hoch sind die Metallskulpturen, die derzeit vor der Frauenkirche in Dresden zu sehen sind. Sie stieren die Passanten angriffslustig an, blecken die Zähne, einige haben sich auf die Hinterpfoten gestellt, einer hat eine Pistole zwischen den Krallen. „Die Wölfe sind zurück?“ heißt die Installation von Rainer Opolka. Sie soll auf die Opfer von Krieg, Hass und rechter Gewalt aufmerksam machen. Nach dem Auftakt in Dresden kommen die Wolfsmenschen im April nach Potsdam. Hier sollen sie vom 14. April bis zum 1. Mai auf dem Alten Markt vor dem Landtag zu sehen sein, so der Künstler. Zur Eröffnung werden Landtagspräsidentin Britta Stark und Oberbürgermeister Jann Jakobs (beide SPD) erwartet.
Projekt gegen Hass, Krieg und rechte Gewalt
Rainer Opolka engagiert sich gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Harald, mit dem er als LED–Taschenlampenfabrikant international erfolgreich geworden ist, schon seit Jahren gegen Neo-Nazis und rechte Gewalt – und für Kultur: Die beiden Brüder kauften das Schloss Hubertushöhe in Storkow und machen es derzeit zum öffentlichen Kunst- und Literaturpark. Als „Kulturpiraten“ wollen sie „vom Schloss aus auf Kaperfahrt gehen gegen die zum Teil hohle und durch-kommerzialisierte Massen-Kultur unserer Zeit“, heißt es auf der Homepage.

Anlass für die „Wolfsmenschen“ ist die Zunahme von rechter Gewalt in Deutschland, wie auf den Infotafeln zur Installation zu lesen ist. Die Wolfsgruppe sei ein Versuch, „zu verstehen“. In kurzen Texten und Zitaten wird die Entstehung rechter Gewalt, die rechte Pegida-Bewegung und die rechtspopulistische Partei AfD beleuchtet. In Dresden hatte Rainer Opolka das Projekt selbst begleitet. Über die Reaktionen will er zum Abschluss am Mittwoch berichten. Die Ausstellung soll als Wanderausstellung in allen Landeshauptstädten zu sehen sein. mit epd

LIVETICKER: SECHSTE POGIDA-DEMO IN POTSDAM Pogida-Chef kündigt tägliche Demos im März an

http://www.pnn.de/potsdam/1051099/

von Christine Fratzke, Alexander Fröhlich und René Garzke

Blockade

Die Sitzblockade hielt trotz mehrerer Aufforderungen der Polizei mehr als 45 Minuten. Foto: dpa/R. Hirschberger
Am heutigen Mittwoch fand der sechste Pogida-Aufmarsch in Potsdam statt, sieben Gegenproteste waren angemeldet. Die Pogida-Route wurde aber blockiert, Pogida musste umkehren. Lesen Sie hier nach, was in Potsdam los war.
Potsdam – Zum sechsten Mal will Pogida in Potsdam demonstrieren, dieses Mal geht es nach Babelsberg. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz in Babelsberg am Mittwoch vor. Sieben Gegenkundgebungen sind angemeldet.
23.40 Uhr: Die Bilanz des Abends
Die 70 Pogida-Teilnehmer um Christian Müller konnten ihre Demonstration nicht wie geplant durchführen. Aufgrund mehrerer Blockaden in der Großbeerenstraße mussten die Rechten nach nicht mal 500 Meter kehrt machen und zurück zum Bahnhof Medienstadt laufen, wo sie etwa eine Stunde zuvor gestartet waren. An den Gegenprotesten beteiligten sich mehr als 800 Personen.
Wie die Polizei am späten Mittwochabend mitteilte, hat Müller die Demonstrationsroute in Absprache mit dem Polizeiführer entsprechend geändert.
Zuvor wurden die Teilnehmer der Blockaden mehrfach von den Einsatzkräften aufgefordert, die Blockaden zu beenden, kamen dem aber nicht nach. Von der Polizei hieß es, dass sie Maßnahmen eingeleitet habe, um die Teilnehmer der Blockaden zu identifizieren – es sollen entsprechende Strafverfahren eingeleitet werden.
Noch vor Beginn des Pogida-Aufzugs warfen nach Polizeiangaben Gegendemonstranten Flaschen und Böller auf die Beamten. Mehrfach wurden die Fahrer von Polizei-Fahrzeugen sowie die Besatzung des Polizeihubschraubers mit Laserpointern geblendet. Eine Polizistin wurde dabei verletzt. Verschiedene Seitenstraßen der Großbeerenstraße wurden nach Angaben der Polizei mit Müllcontainern, Einkaufswagen und Gerümpel blockiert. Teilweise wurden Mülltonnen in Brand gesetzt. Auch hier leitete die Behörde Ermittlungen ein.
Für Aufregung sorgte nach dem Ende der Versammlungen, dass Polizisten die linke Kiezkneipe „Nowawes“ stürmten. Ursächlich war nach Polizeiangaben, dass ein junger Mann zuvor Einsatzkräfte bei einer Personalienfeststellung bespuckt hatte. Er und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eine weitere Person wurden im Zuge des Polizeieinsatzes beim „Nowawes“ in Gewahrsam genommen. Die Polizei begründete den Einsatz mit Nacheile.
Bei einem Pogida-Ordner stellten die Beamten auf Versammlungen verbotene Quarzhandschuhe fest – diese gelten als Passivbewaffnung. Bei einem Gegendemonstranten fanden Polizisten ein verbotenes Einhandmesser. Gegen beide Personen wurden Strafverfahren eingeleitet.
Insgesamt waren erneut mehr als 1000 Polizisten aus Berlin, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Hessen sowie von der Bundespolizei im Einsatz.
21.24 Uhr: Wir verabschieden uns an dieser Stelle vom Live-Ticker und melden uns später mit einer Bilanz noch einmal zurück. Vielen Dank für das Feedback, das uns auf viele Wege erreicht hat.
21.08 Uhr: Die Polizei stürmt die Weiterlesen LIVETICKER: SECHSTE POGIDA-DEMO IN POTSDAM Pogida-Chef kündigt tägliche Demos im März an