Yanis Varoufakis in Tübingen am Montag

Die Rethinking Economics Initiative der dortigen Uni hat ihn eingeladen, am Montag ab 18:00c.t. (also 18:15) die Abschlussvorlesung zur Reihe „Introduction to Pluralist Economics“ zu halten. In dieser wird Yanis den Zustand der Welt analysieren und neue Denkanstösse in Richtung Postkapitalismus (was ja ein wichtiges Thema für DiEM25 werden soll) sowie einer neuen Auffassung der Wirtschaftswissenschaft liefern. Der Vortrag ist öffentlich, eintrittsfrei und auf englischer Sprache. Hier die Infos zur Anreise: https://internal.diem25.org/de/events/469

Wer es nicht bis nach Tübingen schafft, kann diesen Vortrag auch online im Livestream verfolgen. Dieser beginnt am Montag um ca. 18:15 unter: http://timmscast.uni-tuebingen.de/home/Player01?oid=UT_20200203_001_rethink_0001&tm=637161023910951071

Leben wir schon im Postkapitalismus? Zur Kritik der Thesen von Paul Mason

http://jungle-world.com/artikel/2016/16/53881.html
jungle-world.com – Archiv – 16/2016 – Disko – 
Nun also Paul Mason. Nach Antonio Negri und Michael Hardt, Naomi Klein, David Graeber und Thomas Piketty wird sein Buch über den »Postkapitalismus« zum alljährlichen linken Diskurstänzchen im Feuilleton bitten dürfen. Eine erste Vorstellung seiner Thesen lockte immerhin bereits vor Erscheinen des Buches etwa 1 200 Besucherinnen und Besucher ins Berliner Haus der Kulturen der Welt. Die Zeit räumte für ein Interview mit dem Journalisten und ehemaligen Trotzkisten gleich die ersten beiden Seiten ihres Feuilletons frei. Auch der obligatorische Marx-Vergleich darf nicht fehlen.
Hatte Paul Krugman 2014 in der New York Times Pikettys Studie über die globale Vermögensungleichheit in leichter Verkehrung des Originaltitels noch als »Das Kapital des 21. Jahrhunderts« gefeiert, so gilt Mason dem britischen Guardian, für den er lange Zeit gearbeitet hat, als »würdiger Nachfolger von Marx«. Immerhin: Dass er das nicht ist und auch nicht sein will, betont der Sohn einer Grundschullehrerin und eines LKW-Fahrers aus dem nordenglischen Leigh selbst. Als »radikaler Sozialdemokrat«, als der er sich versteht, bietet er vielmehr statt einer Kritik der politischen Ökonomie ein »modulares Projektdesign« an, an dem sich »Menschen, Bewegungen und Parteien auf dem Weg zur postkapitalistischen Gesellschaft orientieren können«, wie es im »Guide to Our Future« – so der Originaluntertitel des Buchs – formuliert wird. Einen Masterplan also.
Marx und die Matrix. Willkomen im Postkapitalismus

Marx und die Matrix. Willkomen im Postkapitalismus (Foto: Jungle World [m])
Darin darf nichts fehlen. Auf knapp 370 Seiten – zieht man Fußnotenapparat und Register ab – hastet Mason durch die vergangenen zwei Jahrhunderte: von den Ursprüngen des Kapitalismus und seinen Zyklen über den Aufstieg und Weiterlesen Leben wir schon im Postkapitalismus? Zur Kritik der Thesen von Paul Mason