Was Björn Höcke in einer NPD-Zeitschrift schrieb, als er noch nicht im Rampenlicht stand

Was Björn Höcke in einer NPD-Zeitschrift schrieb, als er noch nicht im Rampenlicht stand

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) ist für den Verfassungsschutz nun ein „Prüffal“l – das ist seit Mitte Januar offiziell. In einem ersten Gutachten taucht der Thüringer Landesfraktionschef Björn Höcke 608-mal auf (hier könnt ihr das Gutachten herunterladen). Ebenfalls erwähnt wird ein unbekannter Autor namens Landolf Ladig

Über ihn sagt der Verfassungsschutz: „Die analysierten ‚Ladig‘-Texte bringen eine zweifelsfrei verfassungsfeindliche Haltung zum Ausdruck.“ Der Journalist Andreas Kemper recherchiert seit vielen Jahren zur AfD und hat zu Björn Höcke schon Gutachten verfasst. Er ist sich sicher: Landolf Ladig ist nur ein Pseudonym. Björn Höcke steckt in Wahrheit dahinter. Der Verfassungsschutz nennt Kempers Analyse „nahezu unbestreitbar“. Am Telefon hat er mir erzählt, wie er auf die Verbindung Höcke-Ladig gekommen ist, und was Höcke unter Pseudonym schrieb, als er noch ein unbekannter Geschichtslehrer aus Hessen war.

Warum das wichtig ist? Landolf Ladig ist Björn Höcke ohne Maske, ohne Kalkül. Die unverblümte politische Version eines Politikers, der am parlamentarischen Betrieb offenbar nur teilnimmt, um ihn abzuschaffen. Welche politischen Ziele und heimlichen Verbündete er tatsächlich hat, lässt sich durch den Blick auf Landolf Ladig besser verstehen.


Deine These ist, dass Björn Höcke unter dem Pseudonym Landolf Ladig in einer NPD-Zeitschrift und in einer nationalvölkischen Zeitung Artikel veröffentlicht hat.

Ja, Weiterlesen Was Björn Höcke in einer NPD-Zeitschrift schrieb, als er noch nicht im Rampenlicht stand

Funke| AfD – Gefährlicher als die NPD|JEDE AfD-Stimme ist verschenkt! Hintergrundinformation zu den Landtagswahlen

Hajo Funke

Die AfD – Gefährlicher als die NPD

Auf dem Weg zu einer neonationalsozialistischen Bewegungspartei. Zur Wahl in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Brief will ich Sie vor der Wahl der AfD in den kommenden Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Ende Oktober in Thüringen warnen. Ich habe in den letzten Wochen in allen drei Ländern viele Gespräche auch mit möglichen AfD-Wählern geführt. Und bin, kaum verwunderlich, auf eine oft große Distanz zu den demokratischen Parteien gestoßen. Die Wut und die Enttäuschung über abgehängte Regionen wie über die Brutalität der Treuhandentscheidung vor über 20 Jahren, die ich in diesen Gesprächen erfahren habe, haben  sich tief eingegraben. Sie brauchen Verständnis und Antworten. Immerhin, spät, hat die Bundesregierung erkannt, dass sie die abgehängten Regionen in Ost wie West  mit dem Einsatz von Bussen, Ärzten, für mehr Bildung und Jobs ganz anders als bisher unterstützen muss. Ein Teil von ihnen geht von diesem bitteren Hintergrund nicht mehr zur Wahl oder will aus Wut oder Enttäuschung die AfD wählen. Davor will ich warnen und dazu ein wenig ausholen.

Ich werde an den Spitzenkandidaten zu zeigen versuchen, dass sie Sorgen, Enttäuschungen und Wut für ihre Zwecke missbrauchen. Alle drei Spitzenkandidaten – Andreas Kalbitz, Jörg Urban und Björn Höcke – sind rechtsextrem, teils neo-nationalsozialistisch und wollen eine Zerstörung des Ganzen, des „Systems“ wie sie sagen. Ihre Politik ist nicht konstruktiv. Erst jüngst ist herausgekommen, dass der Brandenburger Spitzenkandidat Kalbitz an  Filmen eines Briten beteiligt war, die die Wehrmacht und insbesondere die 1. Gebirgsdivision verherrlichten, die für ungeheure Massaker an Juden, etwa in Lemberg, den Holocaust verantwortlich war.

  1. Die Kandidaten

Alle drei Spitzenkandidaten betreiben eine gnadenlose Hetze gegen alle größeren ethnischen und religiösen Minderheiten. Jörg Urban und Andreas Kalbitz waren im letzten Jahr zum Aschermittwochstreffen der AfD in Nentmannsdorf in Sachsen dabei, als sich eine 1000-köpfige Menge unter der  Hetze des damaligen AfDlers André Poggenburg, die Türken als „Kameltreiber“ Weiterlesen Funke| AfD – Gefährlicher als die NPD|JEDE AfD-Stimme ist verschenkt! Hintergrundinformation zu den Landtagswahlen

Nach Attacke von Rechten in Weimar – Thüringer Linken-Chefin fordert hartes Durchgreifen

Weimar. Nach dem Angriff von Rechtsextremen auf eine Maikundgebung der Gewerkschaften in Weimar hat Thüringens Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow „harte Konsequenzen“ gefordert.
„Das Verbot von Neonazi-Strukturen muss schnell auf die politische Tagesordnung - auch in Thüringen“, forderte Hennig-Wellsow. Archiv-Foto: Marco Kneise„Das Verbot von Neonazi-Strukturen muss schnell auf die politische Tagesordnung – auch in Thüringen“, forderte Hennig-Wellsow. Archiv-Foto: Marco Kneise

„Dieser Angriff zeigt den verbrecherischen Charakter der NPD, ihrer Jugendorganisation und der Neonazi-Kameradschaften“, sagte sie am Freitag laut einer Mitteilung. Es sei an der Zeit, dass der Staat konsequent gegen solche Organisationen und „Neonazi-Gewalttäter“ durchgreife. Weiterlesen Nach Attacke von Rechten in Weimar – Thüringer Linken-Chefin fordert hartes Durchgreifen