Die Anstalt am 18. Dezember 2018

Die Gäste am 18. Dezember 2018

Max Uthoff

Comedy

Max Uthoff (1/6)

Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Max Uthoff klärt diesmal mit Erwin Pelzig, als Claus von Wagners Urlaubsvertretung, über die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der „Anstalt“.

Quelle: 
ZDF

Melodie & Rhythmus präsentiert Max Uthoff

Michel Neumeister

Michel Neumeister

Der Kabarettist Max Uthoff tourt momentan mit seinem neuen Soloprogramm »Moskauer Hunde« durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dabei ist es ihm ein Anliegen, die grundlegenden Fehler des Gesellschaftssystems in den Blick zu nehmen. Er formuliert das wie folgt: »Ich glaube, dass Kabarett sich per se auf die Seite der Schwachen stellt«.

Wenn Sie wissen wollen, wie man am Beispiel Tiernahrung eine ungerechte Weltordnung beschreiben kann: Wir verlosen 5 x 2 Freikarten für das Programm. Die Orte und Termine finden Sie unten aufgeführt. Alle weiteren Teilnahmebedingungen finden Sie in der Melodie & Rhythmus 1/19 auf den Seiten 10-13.

Termine:
11.01.2019 Bamberg – Hegelsaal
09.02.2019 Düsseldorf – Robert-Schumann-Saal
14.02.2019 Potsdam – Waschhaus
15.02.2019 Rostock – Moya
16.02.2019 Dresden – Alter Schlachthof
22.02.2019 Grafenrheinfeld – Kulturhalle
23.02.2019 Lohr am Main – Stadthalle
16.03.2019 Homburg – Kulturzentrum Saalbau
21.03.2019 Frankfurt am Main – Saalbau Bornheim
22.03.2019 Amberg – ACC

https://youtu.be/3N2F5r8Vj-w

https://www.waschhaus.de/

DONNERSTAG

14 FEB

  20:00   MAX UTHOFF

Waschhaus | Vorverkauf 28,25 €, | Tickets ONLINE kaufen
Tickets im VVK 28,25 EUR / ermäßigt 19,25 EUR
Max Uthoff kommt.

Natürlich gibt es an diesem Abend auch anderes zu tun. Wenn Sie sich nicht ernst genommen fühlen wollen, schalten Sie den Fernseher an. Wenn Sie die Sehnsucht nach Wahrnehmung plagt und Sie gerne auf ihre Funktion als Konsument reduziert werden, rein ins Netz mit Ihnen. Wenn Sie grundsätzlichen Zweifel an den Entscheidungen ihres Lebens verspüren wollen, schauen Sie doch einfach mal, wer da neben Ihnen im Bett liegt.

Oder sie verbringen einen Abend mit Max Uthoff, der Ihnen alle diese Gefühle auf einmal verschafft. Ein Abend, der einen anderen Menschen aus Ihnen macht: Zwei Stunden älter und mit weniger Geld in der Tasche. Aber sehnen wir uns nicht alle nach Veränderung? Eben. Oder war es das, was wir am meisten fürchten? Woher soll ich das wissen?

Wie auch immer: Max Uthoff kommt. Sie wissen schon, was das für Sie bedeutet.

Einlass: 19:00 Uhr
Mehr Infos:www.facebook.com/events/225021294848837

Wen soll man wählen? Die Linkspartei

http://www.neues-deutschland.de/artikel/1007619.wen-soll-man-waehlen-die-linkspartei.html

  
In der jüngsten Folge der Kabarett-Sendung »Die Anstalt« betreiben Max Uthoff und Claus von Wagner ausdrücklich Wahlwerbung für die Linkspartei. Das ist kein Kabarett mehr, sondern politische Agitation. Und das ist gut so!
Politisches Kabarett ist im besten Sinne ein Raum voller Widersprüche, in dem soziale und politische Missstände mit bissigem Humor kritisiert werden. Der politische Kabarettist ist im schlechtesten Sinne aber immer auch ein Hofnarr der Verhältnisse; sein Witzeln dient der Wutableitung, wodurch die Verhältnisse stabilisiert werden.
Noch vor Kurzem wurde in den Feuilletons das Ende des politischen Kabaretts betrauert. Der Kabarett-Zuschauer heutiger Tage möchte, so hieß es, Comedy-Stars auf der Bühne sehen und nicht seinesgleichen, die sich über die Ungerechtigkeit empören und die Systemfrage stellen, ja, möglicherweise sogar politische Agitation betreiben wie weiland Dieter Hildebrandt.
Das Wort Agitator hat im Deutschen einen negativen Klang, es ist historisch verbrannt, wird mit »politischer Hetze« übersetzt. Dabei bedeutet Agitation im eigentlichen Sinne, Weiterlesen Wen soll man wählen? Die Linkspartei

Vorsicht, bissig!

https://www.freitag.de/autoren/jan-pfaff/vorsicht-bissig/
Vorsicht, bissig!

Foto: Michel Neumeister

Max Uthoff: „Ein bisschen Wut oder auch nur Erstaunen“

der Freitag: Herr Uthoff, was kann Kabarett? Was soll es heute leisten?
Max Uthoff: Kabarett ist für mich ein Versuch, Menschen intelligent zu unterhalten – wenn es dabei gelingt, noch andere Kleinigkeiten zu erreichen wie ein bisschen Empörung, ein bisschen Wut oder auch nur Erstaunen über bestimmte Zustände in diesem Land, dann ist das ein gelungener Abend. Aber ich halte Kabarett für weit davon entfernt, die gesellschaftliche Umwälzung voranzutreiben.
Sehen Sie es als Teil der Gegenöffentlichkeit?
Es ist ein winziger Mosaikstein darin. Aber dieser Stein ist da – und die Gegenöffentlichkeit besteht aus ganz vielen Mosaiksteinen. Da ist eine Protestveranstaltung von Attac genauso wichtig wie ein Abend im Kabarett, die Nachdenkseiten von Albrecht Müller im Netz oder ein Artikel im Freitag.
Was ist mit der Abgrenzung zur Comedy? Viele Kabarettisten legen Wert darauf, dass sie keine unpolitischen Comedians sind.
Die Unterscheidung interessiert mich nicht so. Ich bin kein besserer Mensch, weil ich mich auf der Bühne mit politischen Inhalten beschäftige. Wenn sich jemand mit dem Sitzen im Kaffeehaus beschäftigt, und er mir etwas zeigen kann, das neu und überraschend ist, halte ich das für eine grandiose Leistung, denn dieses Genre wird ja auch seit 30 Jahren ausgetreten. Bei den Österreichern ist alles Kabarett, bei den Amerikanern alles Comedy, einfach weil die jeweils nur den einen Begriff kennen. In den USA gibt es Stand-up-Comedians wie Lewis Black, die in einer Minute Witze darüber machen, wie sie im Restaurant die Toilette nicht finden und zwei Minuten später die Außenpolitik von Barack Obama zerlegen. Das funktioniert, weil es einfach gut gemacht ist.
Wie ist das mit der Haltung? Bei der Anstalt ist die klar erkennbar, bei der heute-show als comedy-nahem Format vermisst man sie oft. Da wird sich gern über Politiker lustig gemacht, aber es bleibt bei dem Haha-sind-doch-alles-Trottel-Lacher.
Die heute-show zeigt schon manchmal Haltung. Dass sie bei ein, zwei Themen völlig falsch lag, würde ich unter persönlichen Präferenzen verbuchen. Ich halte das, was in diesem Land mit Claus Weselsky und der GDL gemacht wurde, für einen Skandal. Weiterlesen Vorsicht, bissig!