Die sogenannte Grundrente nicht zerreden, sondern sachlich kritisieren

Pressemitteilung von Matthias W. Birkwald, 05. Februar 2019

„Die unter dem falschen Namen ,Grundrente’ wiederauferstandene  ,Rente nach Mindestentgeltpunkten’ könnte ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Altersarmut werden, wenn sie jetzt nicht von den Schwarze-Null-Fetischist*innen und Marktradikalen in der Union verwässert oder blockiert wird“, erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Birkwald weiter:

„Menschen, die 35 Jahre oder länger im Niedriglohnsektor schuften mussten, haben sich ihr Existenzminimum im Alter ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Gang zum Sozialamt redlich verdient. Eine deutlich verbesserte ‚Rente nach Mindestentgeltpunkten‘ fordert DIE LINKE schon seit Langem. Ich begrüße deshalb den Vorschlag von Sozialminister Hubertus Heil. Deshalb darf die sogenannte Grundrente jetzt nicht zerredet werden. Den Ausgaben für die neue Rentenart stehen bisher nicht bezifferte Einsparungen bei der ,Grundsicherung im Alter’ entgegen. Das Sozialministerium muss hier schleunigst Zahlen vorlegen.

Wenn Weiterlesen Die sogenannte Grundrente nicht zerreden, sondern sachlich kritisieren

Werbeanzeigen

Ein Blick zurück aus der Zukunft

http://www.neues-deutschland.de/m/artikel/1006559.ein-blick-zurueck-aus-der-zukunft.html
Von Matthias W. Birkwald

Rosige Zeiten – so scheint es – sind für die RentnerInnen in Ost und West angebrochen: Am 1. Juli 2016 werden die Renten im Westen um 4,25 und im Osten um 5,95 Prozent steigen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass aktuell 15,6 Prozent aller älteren westdeutschen und zwölf Prozent aller ostdeutschen Menschen über 65 Jahren von weniger als 917 Euro im Monat leben müssen und damit offiziell als arm gelten. Die guten Nachrichten dürfen auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine ostdeutsche Eckrentnerin nach 45 Beitragsjahren immer noch 966 Euro weniger Rente im Jahr erhält als eine vergleichbare Rentnerin im Westen. Ob Ministerin Andrea Nahles jetzt den längst überfälligen Schritt gehen und die Rentenlücke 27 Jahre nach dem Mauerfall endlich schließen wird, steht immer noch in den Sternen.
Minirenten unter dem Existenzminimum sind schon heute Realität und die Altersarmut breitet sich Jahr für Jahr immer weiter aus, vor allem in Ostdeutschland! Viele junge Erwachsene, das hat eine aktuelle Umfrage der IG Metall ergeben, schauen deshalb voller Sorge in die Zukunft: Drei Viertel von ihnen gehen nicht davon aus, dass ihre Rente einmal reichen wird. 60 Prozent der jungen Generation bekundeten zudem, wenig oder kein Vertrauen Weiterlesen Ein Blick zurück aus der Zukunft