Richard David Precht im Gespräch mit Gregor Gysi, Die Linke 06.05.2018 – Wie aktuell ist Karl Marx?

Am 06.05.2018 veröffentlichtRichard David Precht im Gespräch mit Gregor Gysi, Die Linke 06.05.2018 – Wie aktuell ist Karl Marx?

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Online-Angebot der historisch-kritischen Gesamtausgabe von Karl Marx und Friedrich Engels

Online-Angebot der historisch-kritischen Gesamtausgabe von Karl Marx und Friedrich Engels

http://megadigital.bbaw.de/index.xql

 

am heutigen ‪5. Mai 2018‬ zum 200. Geburtstag von Karl Marx:

– Rudolf Hickel, 150 Jahre „Das Kapital“ – 200 Jahre Karl Marx: Seine Politische Ökonomie des Kapitalismus zu verstehen, lohnt sich! Eine Präsentation zum Geburtstag von Karl Marx  http://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/andere_veroeffentlichungen/2018_/index.html

Der zweite Band des «Kapital» – wenig für die Agitation?

https://www.rosalux.de/dokumentation/id/38740/

David Harvey: Marx’ 2. Band des «Kapital» lesen. Ein Begleiter zum Verständnis der Kreisläufe des Kapitals. Buchvorstellung und Diskussion mit dem Übersetzer Christian Frings

Als Friedrich Engels nach dem Tod von Karl Marx Weiterlesen Der zweite Band des «Kapital» – wenig für die Agitation?

Slavoj Žižek über Kommunismus, die DDR, falsches Bewusstsein sowie Marx, Hegel und Heidegger

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(c) Mittelrhein-Verlag GmbH, 56055 Koblenz bzw. Mittelrhein-Verlag GmbH

Herr Žižek, muss Wolfgang Fritz Haug sein »Historisch-Kritisches Wörterbuch« noch einmal aufmachen, um ihren philosophischen Leitbegriff der Disparitäten aufzunehmen?

Ich kenne Wolfgang Fritz Haug. Sein »Historisch-Kritisches Wörterbuch« ist ein großes, ehrgeiziges Projekt. Aber ich würde ihn nicht nötigen wollen, mir einen Eintrag zu gewähren.

Von Ungleichheit spricht schon Hegel im Vorwort seiner »Phänomenologie des Geistes« – dreimal. Ich nutze den Begriff, um die Inkongruenz unserer Wirklichkeit zu beleuchten, gleichzeitige Ungleichheiten. Disparität zielt auf ein Ganzes, dessen Glieder nicht zusammenpassen, ein künstlich Zusammengesetztes, dessen organische Einheit zerstört ist.

Es gibt kein gesellschaftliche »Wir«, wie in Sonntagsreden von Politikern oft zu hören ist und von Populisten vorgegaukelt wird.

Wir leben in einer total verrückten Situation. Einerseits ist klar, dass der Kapitalismus an seine Grenzen gestoßen ist, das gestehen sogar die Bosse der großen Kooperationen wie Facebook und Apple, Mark Zuckerberg und Bill Gates. Selbst Francis Fukuyama, der 1992 das »Ende der Geschichte« verkündete, ist kein Fukuyamist mehr. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, kann nicht überleben. Auf der anderen Seite müssen wir registrieren, dass die Linke keine Alternative anzubieten hat.

Haben Sie eine anzubieten?

Nein. Es ist aber unsere Aufgabe, Aufgabe der Marxisten, eine Alternative zu entwickeln. Wir müssen unsere Arbeit besser machen alle Gates und Zuckerbergs dieser Welt. Nur so hat der Kommunismus eine Chance.

Sie glauben noch an den Kommunismus. Sie sind überzeugt, dass er machbar ist?

Ja, absolut. Nicht Sozialismus, sondern Kommunismus. Das sozialdemokratische Projekt ist gescheitert. Die ganze politische Szenerie wechselt. Wir haben nicht mehr einerseits die moderate Linke und andererseits die moderate Rechte. Wir haben ein neoliberales Zentrum, das prokapitalistisch ist, und um das Populismen kreisen. Der Populismus übernimmt stets dort das Feld, wo die wahre Linke fehlt, versagt, gescheitert ist. Das zeigt sich Weiterlesen Slavoj Žižek über Kommunismus, die DDR, falsches Bewusstsein sowie Marx, Hegel und Heidegger

Das Kapital

http://www.vsa-verlag.de/

Karl Marx

Kritik der politischen Ökonomie | Erster Band

Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals

Neue Textausgabe, bearbeitet und herausgegeben von Thomas Kuczynski

800 Seiten | Hardcover mit USB-Card | 2017 | EUR 19.80

ISBN 978-3-89965-777-7

Kurztext: Diese Ausgabe basiert auf jenem sorgfältigen Vergleich der zweiten deutschen und der französischen Ausgabe des »Kapital«, den Marx gefordert hat, aber nicht mehr vornehmen konnte, und vereint erstmals die Vorzüge der beiden Ausgaben.

Inhalt & Leseprobe:

www-vsa-verlag.de-Marx-Das-Kapital-Neue-Textausgabe-Kuczynski.pdf1.3 M

Thomas Kuczynski hat die neue Textausgabe am 8. Januar 2018 im Gespräch mit Joachim Bischoff im Rahmen der Ausstellung über Das Kapital im Hamburger Museum der Arbeit vorgestellt. Ein Mitschnitt des aufschlussreichen und amüsanten Gesprächs kann als mp3-Datei hier heruntergeladen werden.

Karl Marx hat den ersten Band seines Opus magnum nicht mehr in der Fassung veröffentlichen können, die ihm selbst Ende 1881 vor Augen stand. Hauptstreitpunkt bei den nach seinem Tod erschienenen Ausgaben war stets, inwieweit die von ihm in der französischen Ausgabe vorgenommenen Änderungen gegenüber der zweiten deutschen Ausgabe zu berücksichtigen seien.

Er selbst war der Auffassung, dass er dort »manches Neue zugesetzt und vieles wesentlich besser dargestellt habe«, dass die Ausgabe daher »selbst von Lesern zu Rate gezogen werden (sollte), die mit der deutschen Sprache vertraut sind«, und er verlangte, »dass der Übersetzer stets sorgfältig die zweite deutsche Auflage mit der französischen vergleicht, da die letztere viele wichtige Änderungen und Ergänzungen enthält«.

Die Neue Textausgabe basiert auf diesem geforderten Vergleich, aber nicht nur dieser beiden, sondern aller von Marx und Engels edierten Ausgaben und Übersetzungen. Damit verwirklicht der Herausgeber ein Projekt, das zwar im damaligen Marx-Engels-Institut in Moskau in Angriff genommen worden war, aber nach dessen Schließung (1931) nie realisiert wurde, wobei der in der Marx-Engels-Gesamtausgabe erreichte Forschungsstand selbstverständlich berücksichtigt ist.

Der Vorzug der Ausgabe ist ihre Lesefreundlichkeit, weil lediglich am Text Interessierte beim Studium nicht durch früher notwendiges Nachschlagen im Anhang aufgehalten werden. Der beigelegte USB-Stick enthält den Text einschließlich des historisch-kritischen Apparates, der die ihm zugrunde liegenden Quellen en detail sichtbar macht.

Der Herausgeber:

Thomas Kuczynski war der letzte Direktor des Instituts für Wirtschaftsgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR und ist seit 1992 freischaffend tätig in Forschung und Publizistik, u.a. als ­Autor im Marx-Engels-Jahrbuch und in der Zeitschrift Luna­park21.

Maß der Werte

https://www.jungewelt.de/m/artikel/318338.ma%C3%9F-der-werte.html
Im ersten Band des »Kapitals« erläutert Karl Marx den Zusammenhang von Ware, Wert und Geld. Seine Ausführungen sind bis heute aktuell – auch wenn manche glauben, dass die heutigen Zahlungsmittel lediglich auf gesellschaftlichen Übereinkünften beruhen

1971 hob US-Präsident Richard Nixon die Goldbindung des Dollars auf. Das Bretton-Woods-System, das die USA dazu verpflichtete, auf Verlangen anderer Länder deren Dollar-Guthaben in Gold einzutauschen, war damit an sein Ende gelangt. Die USA halten wie viele andere Länder trotzdem große Goldreserven parat – für den Fall der Fälle (Notenpresse in Washington)


Foto: Gary Cameron/Reuters
Prof. Dr. sc. oec. Klaus Müller lehrte bis 1991 politische Ökonomie an der Sektion Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Karl-Marx-Stadt. Von ihm erschien zuletzt im Papy-Rossa-Verlag »Boom und Krise« (Köln 2017).
Vor 150 Jahren erschien der erste Band von Karl Marx’ grundlegender Analyse »Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie«, ein Weltbestseller, der seitdem in mehr als 40 Sprachen übersetzt und Hunderten Ausgaben gedruckt worden ist. Mit dem Artikel des Ökonomen Klaus Müller über den Zusammenhang von Wert und Geld beenden wir unsere kleine Reihe anlässlich des Jubiläums des »Kapitals«. (jW)
Am 14. September 1867 meldete das Börsenblatt des deutschen Buchhandels, dass der erste Band des »Kapitals« von Karl Marx erschienen ist. Trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen enthält das »epochemachende Werk« (Arnold Ruge) die auch heute noch gültige Erklärung der kapitalistischen Produktionsweise.
Die ersten drei Kapitel Weiterlesen Maß der Werte