Stephan Wohanka: Das Virus und der Klimaschutz

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Stephan Wohanka

Würden wir die Klimakrise halb so ernst nehmen
wie die Coronakrise, wäre uns geholfen.

Luisa Neubauer

Die Bundeskanzlerin ist nicht wiederzuerkennen. Sie zeigt sich nach immer mal längeren Absenzen ihrem Volke, ist eloquent; ein Beobachter meinte sogar, eine „rhetorische Ekstase“ bei ihr ausgemacht zu haben. Wovon ist sie infiziert? Hoffentlich trotz Quarantäne nicht vom in Rede stehenden Virus wie ihr potentieller Erbe Friedrich Merz, sondern von der ihr qua Amt zukommenden Verantwortung fürs Ganze. Dabei kommt ihrer Ausbildung als Physikerin dergestalt Bedeutung zu, dass sie gegenüber Politikern mit juristischen oder verwaltungstechnischen Hintergründen einen spezifischen Zugang zu Naturwissenschaftlern hat, in diesem Falle zu Biologen und Medizinern. Es ging ratzfatz: Das ganze Land wurde über Empfehlungen, denen sich kaum jemand entziehen konnte, wollte er nicht der Selbstsucht geziehen werden bis hin zu Verboten quasi lahmgelegt. Die Wirtschaft muss vom „Soloselbständigen“ bis zum DAX-Konzern noch kaum bezifferbare Verluste und Einbußen hinnehmen; also letztlich wir alle. Die Parteien stellen eine schon bedenklich machende Einigkeit zur Schau; es sei jetzt nicht die Zeit für „Parteienstreit“. Die Eindringlichkeit der Appelle, aber auch Angst in der Bevölkerung führten dazu, dass sich kein oder kaum Widerstand regte. Abgesehen von „Widerstandskämpfern“, die maßlose Übertreibungen und ungerechtfertigte Eingriffe in Bürgerrechte diagnostizierten; und zeitweilig leeren Warenregalen …

Geht es um Klimaschutz, sind Kritiker notwendiger Maßnahmen dagegen schnell dabei, den Vorwurf der „Verbotsgesellschaft“ zu erheben. Selbst der Sache aufgeschlossen Gegenüberstehende schreiben: „Man traut uns Menschen Weiterlesen Stephan Wohanka: Das Virus und der Klimaschutz

Was kollabiert noch alles nach Corona?

#Klimaklage: Schluss mit Pseudo-Klimaschutz! Wir klagen für unsere Zukunft!

http://chng.it/nSKCsN7xHG

Wir sind Miriam (15) und Jonathan (17) aus Stuttgart und organisieren seit knapp einem Jahr jeden Freitag Streiks für mehr Klimaschutz und opfern dafür einen großen Teil unserer Freizeit. Obwohl wir über 1,4 Millionen Menschen bewegt haben und die gesamte Wissenschaft uns den Rücken stärkt, passiert in Deutschland für den Klimaschutz faktisch nichts. Die Bundesregierung hat ein Klimapaket verabschiedet, das den Namen nicht verdient hat. Weil die Bundesregierung nichts tut,  zwingen wir sie jetzt gerichtlich zum Handeln! Gemeinsam mit weiteren jungen Menschen aus Deutschland, Bangladesch und Nepal verklagen wir die deutsche Bundesregierung. Unterstützt werden wir dabei durch die Deutsche Umwelthilfe. 

Stellt euch hinter uns und unterstützt unsere Klimaklage, indem ihr diese Petition unterschreibt! Zeigt der Bundesregierung, dass sie uns nicht ignorieren kann. Wir fordern sofort wirksame Klimaschutzmaßnahmen zur Einhaltung des 1,5 Grad Ziels. Wir lassen uns unsere Zukunft nicht länger nehmen!  

Dürre, Hitze und Stürme haben laut Klima-Risiko-Index 2018 so massive Schäden in Deutschland verursacht, wie in kaum einem anderen Land. Lange haben wir die Auswirkungen des Klimawandels bei uns nicht zu spüren bekommen. Doch das ändert sich gerade in erschreckendem Tempo und unsere Generation ist davon besonders betroffen. Wir müssen täglich mit der Angst leben, dass wir die Welt so wie wir sie kennen, nicht an unsere Kinder übergeben können. Wir wissen nicht, wie unsere Zukunft aussehen wird. Das macht uns Angst!

Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich Verantwortung für den eigenen Beitrag zu dieser Katastrophe zu übernehmen. Und zwar bevor es zu spät ist. Noch können wir die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise verhindern. Aber wir haben keine Zeit! Wir müssen JETZTanfangen. Und Maßnahmen, die sofort wirksam sind gibt es mehr als genug. Hier nur drei Beispiele:  

  • Ein Tempolimit 120 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts spart 30 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 – ohne Kosten für den Steuerzahler
  • Ein Ende der Plastikflut durch Mehrweg- statt Einwegverpackungen 
  • Die sofortige Abschaltung der Kohlekraftwerke Jänschwalde und Niederaußem 

Die Zeit für Symbolpolitik, große Pläne für eine ferne Zukunft und breit angelegte Studien ist abgelaufen. Die Bundesregierung muss handeln – sofort. Die Niederlande wurden gerade erst höchstrichterlich zu mehr Klimaschutz verurteilt. Gemeinsam schaffen wir das jetzt auch hier in Deutschland! Aber wir müssen selbst aktiv werden: Unterstützt unsere Klage und stellt euch hinter uns: Wir fordern mehr Klimaschutz! Und zwar sofort!

Wir zählen auf eure Unterstützung

Miriam, Jonathan und die Deutsche Umwelthilfe e.V.

PS: Weitere Informationen zu unserer Klage, allen Kläger*innen und zu unseren Forderungen findet ihr hier.

Fridays for Future und Klimaschutz: demokratisch und gerecht? – MONITOR – studioM

Fridays for Future und Klimaschutz: demokratisch und gerecht?

studioM ist das neue YouTube-Format mit MONITOR-Chef Georg Restle. Wir suchen den besonderen Blick auf politische Themen, wir wollen diskutieren, streiten und Klartext sprechen.

In dieser Folge geht es um die Bewegung Fridays for Future und Klimaschutz: Immer wieder ist von AktivistInnen zu hören, alle aktuellen Maßnahmen und politischen Entscheidungsprozesse beim Klimaschutz seien zu langsam und zu wenig. Sehen die KlimaaktivistInnen die langsamen Verfahren der Demokratie als Hindernis, um mehr Umweltschutz durchzusetzen?

Viele Menschen in Regionen wie der Lausitz empfinden die Forderungen von FFF als unrealistisch und haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Sie befürchten, dass der Strukturwandel, der mit der Energiewende einhergeht, sie besonders hart trifft und zu den Verlierern der Klimapolitik macht. Wie lässt sich Klimaschutz sozial gerecht gestalten? Wie gelingt es, alle Teile der Gesellschaft für den Klimaschutz zu gewinnen?

Die GegnerInnen der Bewegung Weiterlesen Fridays for Future und Klimaschutz: demokratisch und gerecht? – MONITOR – studioM

Warum ist das Klimaschutzpaket zum Kotzen?

Jedes Kreuz bedeutet den Abbau einer Schienenpersonennahverkehrsstrecke (SPNV)

Wulf Gallert (@WulfGallert)
Jedes Kreuz bedeutet den Abbau einer SPNV Strecke seit 1994. Eine solche Karte sagt viel über die besondere Situation Ostdeutschlands, den Klimawandel und Stand der Verkehrswende in Deutschland. pic.twitter.com/3AQO2cSsuo

Klimaschutz: Mehr Regeln, weniger Anreize!

Volker Quaschning (@VQuaschning)
Interview im ⁦‪@DLF‬⁩: Wollen wir die #Klimakrise wirklich stoppen, brauchen wir mehr Regeln und nicht milliardenschwere und ziemlich nutzlose Anreizprogramme. ⁦‪@CDU‬⁩ ⁦‪@spdbt‬⁩ 
#FridaysForFuture #Scientists4Forture #ParentsForFuturedeutschlandfunk.de/der-tag-klimas…

Der Tag Klimaschutz: Mehr Regeln, weniger Anreize!

Allein für die Verkehrswende veranschlagt die Bundesregierung 75 Milliarden Euro bis 2030. Wie der Klimaschutz billiger zu haben wäre. Außerdem: Wie die Grundschulen nach 100 Jahren reformiert werden müssen.

Zahlreiche Schüler stehen bei der Klimademonstration

Die „Fridays for Future“_Demo soll bald nicht nur für Schüler sein, sondern für alle Generationen. (picture alliance/dpa/Monika Skolimowska)

Die schwarz-rote Regierungskoalition sucht nach Kompromissen für mehr Klimaschutz. Klar ist: Nach dem Willen von Union und SPD sollen vor allem mehr Anreize, wie beispielsweise neue Förderprämien für Elektroautos, dafür sorgen, dass die CO2-Emmisionsziele eingehalten werden. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, glaubt, nur auf Anreize zu setzen werde vor allem teuer und am Ende doch nicht reichen. Mehr Regeln und Verbote wären seiner Meinung nach deutlich effektiver.

Mit einem Festakt in Frankfurt feiert die Grundschule ihr hundertjähriges Bestehen. Manfed Götzke, Redakteur für Bildungsthemen im Deutschlandfunk, zieht eine gemischte Bilanz: Lange hätten die Grundschulen ihr ursprüngliches Ziel, Bildung für Kinder aller Gesellschaftsschichten zu erreichen, gut erfüllt. Heute sei das nicht immer der Fall. Man müsse wieder auf eine höhere gesellschaftliche Durchmischung der Grundschulen hinwirken, so Götzke, der außerdem für ein längeres gemeinsames Lernen als nur bis zur 5. Klasse plädiert.