Fridays for Future und Klimaschutz: demokratisch und gerecht? – MONITOR – studioM

Fridays for Future und Klimaschutz: demokratisch und gerecht?

studioM ist das neue YouTube-Format mit MONITOR-Chef Georg Restle. Wir suchen den besonderen Blick auf politische Themen, wir wollen diskutieren, streiten und Klartext sprechen.

In dieser Folge geht es um die Bewegung Fridays for Future und Klimaschutz: Immer wieder ist von AktivistInnen zu hören, alle aktuellen Maßnahmen und politischen Entscheidungsprozesse beim Klimaschutz seien zu langsam und zu wenig. Sehen die KlimaaktivistInnen die langsamen Verfahren der Demokratie als Hindernis, um mehr Umweltschutz durchzusetzen?

Viele Menschen in Regionen wie der Lausitz empfinden die Forderungen von FFF als unrealistisch und haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Sie befürchten, dass der Strukturwandel, der mit der Energiewende einhergeht, sie besonders hart trifft und zu den Verlierern der Klimapolitik macht. Wie lässt sich Klimaschutz sozial gerecht gestalten? Wie gelingt es, alle Teile der Gesellschaft für den Klimaschutz zu gewinnen?

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Warum ist das Klimaschutzpaket zum Kotzen?

Jedes Kreuz bedeutet den Abbau einer Schienenpersonennahverkehrsstrecke (SPNV)

Wulf Gallert (@WulfGallert)
Jedes Kreuz bedeutet den Abbau einer SPNV Strecke seit 1994. Eine solche Karte sagt viel über die besondere Situation Ostdeutschlands, den Klimawandel und Stand der Verkehrswende in Deutschland. pic.twitter.com/3AQO2cSsuo

Klimaschutz: Mehr Regeln, weniger Anreize!

Volker Quaschning (@VQuaschning)
Interview im ⁦‪@DLF‬⁩: Wollen wir die #Klimakrise wirklich stoppen, brauchen wir mehr Regeln und nicht milliardenschwere und ziemlich nutzlose Anreizprogramme. ⁦‪@CDU‬⁩ ⁦‪@spdbt‬⁩ 
#FridaysForFuture #Scientists4Forture #ParentsForFuturedeutschlandfunk.de/der-tag-klimas…

Der Tag Klimaschutz: Mehr Regeln, weniger Anreize!

Allein für die Verkehrswende veranschlagt die Bundesregierung 75 Milliarden Euro bis 2030. Wie der Klimaschutz billiger zu haben wäre. Außerdem: Wie die Grundschulen nach 100 Jahren reformiert werden müssen.

Zahlreiche Schüler stehen bei der Klimademonstration

Die „Fridays for Future“_Demo soll bald nicht nur für Schüler sein, sondern für alle Generationen. (picture alliance/dpa/Monika Skolimowska)

Die schwarz-rote Regierungskoalition sucht nach Kompromissen für mehr Klimaschutz. Klar ist: Nach dem Willen von Union und SPD sollen vor allem mehr Anreize, wie beispielsweise neue Förderprämien für Elektroautos, dafür sorgen, dass die CO2-Emmisionsziele eingehalten werden. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, glaubt, nur auf Anreize zu setzen werde vor allem teuer und am Ende doch nicht reichen. Mehr Regeln und Verbote wären seiner Meinung nach deutlich effektiver.

Mit einem Festakt in Frankfurt feiert die Grundschule ihr hundertjähriges Bestehen. Manfed Götzke, Redakteur für Bildungsthemen im Deutschlandfunk, zieht eine gemischte Bilanz: Lange hätten die Grundschulen ihr ursprüngliches Ziel, Bildung für Kinder aller Gesellschaftsschichten zu erreichen, gut erfüllt. Heute sei das nicht immer der Fall. Man müsse wieder auf eine höhere gesellschaftliche Durchmischung der Grundschulen hinwirken, so Götzke, der außerdem für ein längeres gemeinsames Lernen als nur bis zur 5. Klasse plädiert.

#Klimastreik am 20. September: Zusammen mit Fridays for Future auf die Straße!

https://m.youtube.com/watch?v=U7_h_aaBtSY&list=PLJck-NtrH3TUCofBcChCbJxfjrj21NdA5&feature=youtu.be

Klimaschutz geht uns alle an! Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten jeden Freitag für ihre Zukunft. Jetzt sind wir alle gefordert: Lasst uns am 20. September gemeinsam mit #FridaysForFuture auf die Straße gehen. Mit einem riesigen #Klimastreik treiben wir die Regierung zum Handeln! #AlleFürsKlima https://www.klima-streik.org

Viele neue Vorschläge Ideenwettbewerb zum Klimaschutz

FOTOMONTAGE aus Autoauspuff, CO2-Nummernschild, Heizungszähler, Flugzeug mit Kondensstreifen und Klimaschutz-Schild und CO2-Verbotsschild. (imago / Christian Ohde)

Plastiktütenverbot, Abwrack-Prämie für Ölheizungen, klimaneutraler Bundestag: Das Thema Klimaschutz trendet derzeit in der deutschen Politik. Bei Ideen für mehr Umwelt- und Klimaschutz überbieten sich Politiker der Bundesregierung im Moment mit Vorschlägen. Ein Überblick:

Die Fridays-for-Future-Bewegung, der jüngste IPCC-Bericht und die eigenen Klimaziele für 2030: Die Bundesregierung steht unter Druck. Bis zum 20. September will das sogenannte Klimakabinett konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz vorlegen. Beschlüsse sind bis dahin nicht zu erwarten – stattdessen positionieren sich viele Politiker mit Forderungen. Wir haben die aktuellen Vorschläge zusammengefasst:

Verbot von Plastiktüten

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Klimaschutz : Frankreich führt Ökosteuer auf Flugtickets ein

Wer künftig in Frankreich ein Flugticket kauft, muss je nach Ziel und Flugklasse eine zusätzliche Ökosteuer zahlen. Die Einnahmen sollen dem Bahnverkehr zugutekommen.

Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, Reuters, js

Klimaschutz: Ein Triebwerk einer Boeing 787-9 Dreamliner am Flughafen Charles de Gaulle in Paris
Triebwerk einer Boeing 787-9 Dreamliner am Flughafen Charles de Gaulle in Paris © Benoit Tessier/Reuters

Wer im kommenden Jahr ab Frankreich fliegt, muss eine zusätzliche Steuer auf seine Flugtickets bezahlen. Wie die französische Verkehrsministerin Élisabeth Borne mitteilte, soll es künftig eine Ökosteuer auf Flugtickets geben. Davon erhofft sich die Regierung einen Erlös von jährlich gut 180 Millionen Euro, der vor allem der Bahn zugutekommen soll.

Wie Ministerin Borne mitteilte, soll die Steuer je nach Flugziel und Klasse zwischen 1,50 Euro und 18 Euro pro Ticket betragen. Der Höchstbetrag wird demnach für Businesstarife der Langstrecke fällig. Betroffen sind laut Borne nahezu alle Flüge, die in Frankreich starten. Ausnahmen soll es für Umsteigeverbindungen geben, die über Frankreich gehen. Auch Flüge auf die Mittelmeerinsel Korsika und in die französischen Überseegebiete sind ausgenommen.

Der internationale Flugverkehr gilt als erhebliche Belastung für Klima und Umwelt. So hatte erst im Mai der französische Präsident Emmanuel Macron eine europaweite Kerosinsteuer gefordert. Befürworter einer Steuer auf Flüge argumentieren, dass es nicht sinnvoll sei, Autobenzin zu besteuern, nicht jedoch Kerosin.