Der Streik der Klimaforscher

In seinem neuen Bericht zu Ozeanen und Kryosphäre weist der Weltklimarat darauf hin, dass die globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2030 halbiert werden müssen. Wenn die wiederholten Warnungen der Wissenschaftler nicht reichen – was bleibt dann noch?

Die Reste des Watzmanngletschers in den Berchtesgadener Alpen im Sommer 2017. (Foto: Thorsten Hartmann/Wikimedia Commons)

Das Jahr 2100. Es wäre eine Welt, die man nicht wiedererkennt. Die Alpengletscher – zu 80 Prozent abgeschmolzen. Der Meeresspiegel – um bis zu 110 Zentimeter angestiegen. Viele der Küstenregionen weltweit, in denen heute 680 Millionen Menschen leben – überspült und unbewohnbar.

Der Weltklimarat IPCC hat in dieser Woche den dritten Sonderbericht binnen eines Jahres vorgelegt, der zeigt, wie dramatisch der menschengemachte Klimawandel das Leben auf diesem Planeten bis Ende des Jahrhunderts verändern wird, wenn nicht kräftig gegengesteuert wird.

Diesmal ging es – nach den beiden Reports zu den Vorteilen des 1,5-Grad-Limits und zu den Veränderungen der Landgebiete der Erde – um die Ozeane und die Eisregionen.

Beschwörend klingen die Warnungen der von den Vereinten Nationen beauftragten Wissenschaftler. Auch diesmal wieder. „Die Dringlichkeit für rechtzeitiges, ehrgeiziges, koordiniertes und dauerhaftes Handeln“ werde größer, heißt es in dem Bericht.

Und fast mantrahaft folgt dann die Durchhalteparole: Noch sei es nicht zu spät, um die schlimmsten Folgen der Erderwärmung abzuwenden. Aber eben nur dann, wenn Weiterlesen Der Streik der Klimaforscher