Zerstörte Hoffnungen

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1968, 1989 und heute: Wenn Veränderung ausgeschlossen wird, bricht sich Unmut Bahn – unberechenbar in seinem Weg und seinen Folgen

23.06.2018

Foto: fotolia/Walter Auer

Vor 50 Jahren marschierten sie in einer Reihe: Rudi Dutschke, Daniel Cohn-Bendit, Fritz Teufel, Andreas Baader, Joschka Fischer, Horst Mahler, Hans-Christian Ströbele und andere, die heute nicht mehr auf einen Nenner zu bringen sind. Im Establishment die einen, andere notorische Außenseiter, diese links, jene rechts außen – und mancher endete im terroristischen Untergrund. 1968 jedoch hatten sie alle zusammen kein geringeres Ziel als eine Revolution. Denn sie empfanden die Verhältnisse in ihrem Land als lähmend, als bleiern. Alles schien auf Dauer festgelegt, Neues war verdächtig, und Konrad Adenauers alter Wahlkampfspruch »Keine Experimente« galt als ewig gültig. »Versteinert«, nannte der Schriftsteller und 68er-Aktivist Peter Schneider das Leben in den 1950er- und 1960er-Jahren in der Bundesrepublik. »Es herrschte ein unfrohes Klima, das über allem lag wie eine Glasglocke. Bloß nicht reden über den Zweiten Weltkrieg, den Holocaust, die Verbrechen der Deutschen … Hinzu kam das Gefühl eines verpassten Lebens, das die ältere Generation an uns weitergegeben hat.«

Man suchte nach einer Alternative, nach einer Perspektive jenseits Weiterlesen Zerstörte Hoffnungen

Armut wird immer drückender

Inland / 11.05.2015

Gütersloh. Kinder- und Familienarmut hat in Deutschland einer Studie zufolge alarmierende Ausmaße angenommen. Zugleich ist die staatliche Unterstützung oft nicht passgenau und geht am Bedarf vorbei. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Erhebungen für die Bertelsmann-Stiftung, die am Sonntag veröffentlicht wurden. Jedes fünfte Kind unter 15 Jahren ist demnach armutsgefährdet, wächst also unterhalb der Armutsgrenze auf. Das sind 2,1 Millionen Jungen und Mädchen, die in Familien leben, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens zur Verfügung haben. Weitere rund 480.000 Kinder wachsen knapp über der Armutsschwelle auf. (dpa/jW)

2,6 Millionen arme Kinder

Inland / Susan Bonath / 13.05.2015

Nicht im Sport, aber in der sozialen Hierarchie gelingt es armen...

Miguel Villagran dpa/lni

Kein Urlaub, kein Kinonachmittag mit Freunden, kein eigenes Zimmer: Für rund 2,6 Millionen unter 15jährige in Deutschland, die unterhalb, an oder knapp über der Armutsschwelle leben, gehören Verzicht und Mangel an gesellschaftlicher Teilhabe zum Alltag. Das ist fast ein Viertel aller Kinder. Neu sind die Erkenntnisse zweier aktueller Studien der Bertelsmann-Stiftung, die das herausstellen (siehe jW vom Montag), nicht. Die Bundesregierung aber zieht aus solchen Fakten keinerlei Konsequenzen. Weiterlesen 2,6 Millionen arme Kinder