Der Überwachungsstaat wandelt auf den Wegen der Überwachungskonzerne

Warum sollten Polizei und Geheimdienste noch aufwendig in Wohnungen einbrechen und dort Wanzen installieren, wenn dort schon „Alexa“ steht und jedes Wort mithört? Offenbar lauschen deutsche Geheimdienste bei den Lautsprechern und Sprachassistenten mit – in welchem Umfang will die Bundesregierung aber nicht verraten. Gefragt hatte Martina Renner, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Die Bundesregierung verweigerte die Antwort – diese würden die technischen Fähigkeiten der Geheimdienste aufdecken, gar das „Staatswohl der Bundesrepublik gefährden“.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen nicht erfahren, ob sie mit „Alexa“ nicht nur Amazon erlauben, in ihre Wohnzimmer zu lauschen, sondern auch dem Staat. Dieser Zugriff könnte bald noch gefestigt werden: Mit einer Novellierung der Geheimdienstgesetze will die Bundesregierung den geheimdienstlichen Zugriff auf Amazon Echo, Google Home, Apple HomePod und ihre Geschwister legalisieren.

Welche Bundesbehörden (BKA, ZKA, BfV, BND usw.) sind nach Kenntnis der Bundesregierung in der Lage, smarte Lautsprecher wie Amazons „Echo“, „Echo Dot“ oder„Echo Show“ technisch zu infiltrieren und als Abhöreinrichtung, beispielsweise für die Wohnraumüberwachung zu nutzen?

Eine Offenlegung der angefragten Informationen birgt die Gefahr, dass Einzelheiten zur operativen Methodik und zu aus den vorgenannten Gründen im hohen Maße schutzwürdigen spezifischen technischen Fähigkeiten bekannt würden.

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Katalog à la Orwell

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Horst Seehofer (CSU) will volle Transparenz – von allen anderen, selbst von Minderjährigen

Das Bundesinnenministerium beabsichtigt für die bundesdeutschen Geheimdienste weitgehende Erweiterungen ihrer Befugnisse. Ein Referentenentwurf sorgt in der Koalition für erhebliche Spannungen. Das Ministerium begründet seinen Vorstoß mit der Notwendigkeit, einen »harmonisierenden Rechtsrahmen« zu schaffen, der die Befugnisse der Geheimdienste einander angleicht und Unterschiede zwischen den einzelnen Landesämtern für Verfassungsschutz und der Bundesebene beseitigt. Zudem verweist das Ministerium auf die im Koalitionsvertrag festgelegte »maßvolle« Kompetenzerweiterung der Geheimdienste.

Kinder ausspitzeln

»Maßvoll« ist an den vorgesehenen Erweiterungen allerdings nichts. Vielmehr zielt der Entwurf darauf, den Diensten weitere Schnüffelmethoden zu erlauben. Dazu gehören insbesondere der Einsatz sogenannter Trojaner in Privatcomputern, die Speicherung der Daten von Kindern und Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND) zum Spitzeln Weiterlesen

Der tödliche Cyberwar der Geheimdienste

http://kattascha.de/?p=3081
Veröffentlicht am 13. Mai 2017   
Da kommt man nichts ahnend aus dem Kino und in der Zwischenzeit hat eine Ransomware Systeme auf der ganzen Welt als Geisel genommen. Darunter Krankenhäuser und Systeme der Deutschen Bahn. Die Nachrichten erinnern an einen dieser billigen „OMG, ein Hackerangriff wird uns alle töten!“ Bestseller aus der Bahnhofsbuchhandlung. Das Problem ist nur: Es ist echt.

Sicherheitsrisiko Geheimdienste
Wenn die bisherigen Einschätzungen stimmen, dann ist die Wurzel des Übels eine Sicherheitslücke aus dem Giftschrank der NSA, die ins Netz gestellt wurde. Windows-Systeme, die nicht rechtzeitig ein Update Weiterlesen Der tödliche Cyberwar der Geheimdienste