Die Gespräche mit Georg Fülberth: Einführung in den Marxismus (1–8)

https://www.freie-radios.net/portal/suche.php?such=true&query=einf%C3%BChrung+in+den+marxismus&redaktion=0&art=0&serie=0&sprache=0&radio=0&autor=&beg_monat=&beg_jahr=&end_monat=12&end_jahr=2019&Submit=Suche+starten

Werbeanzeigen

Von der Deindustrialisierung zur Deklassierung

http://www.streifzuege.org/2015/von-der-deindustrialisierung-zur-deklassierung
09 Okt 2015 

Zur Kategorisierung schwindender Industriebelegschaften
Streifzüge 64/2015
von Franz Schandl
Unter Deindustrialisierung verstehen wir einen Schrumpfungs-, Zerschlagungs- und Liquidierungsprozess des industriellen Potenzials (Arbeitskräfte, Maschinen, Gebäude, Know-how). Zentral ist der Verlust von Industriearbeitsplätzen, die von der Industrie selbst nicht kompensiert werden können. Kennzeichnend ist, dass immer weniger Arbeit und somit auch Arbeiter zur Herstellung bestimmter Produkte notwendig sind, aber auch, dass (nicht nur aufgrund der niedrigen Qualifikation) die verbleibende notwendige Arbeitskraft anderswo billiger eingekauft werden kann.
Deindustrialisierung heißt aber nicht, dass die Form der Produktion von Massenwaren sich grundsätzlich ändert, es wird ja weiterhin industriell gefertigt. Deindustrialisierung funktioniert vorerst als räumlich fixierter und auch zeitlich forcierter Abzug des industriellen Potenzials. Wo und wann und auch wie das vonstattengeht, darüber entscheidet primär die globale Konkurrenz. Man braucht inzwischen auch immer weniger Fabriken, um das proportional nötige Weltquantum herzustellen. Und um es auf die konkrete Ebene der Standorte herunterzubrechen: Strümpfe werden weiterhin in Strumpffabriken hergestellt, aber eben nicht mehr in dieser oder jener Weltregion.
Wertrevolutionen
Viele Betriebe rechnen sich nicht mehr, sie waren zu wenig spezialisiert, dafür verfügten sie über Überkapazitäten (Maschinen wie Arbeiter), die einfach nicht mehr gebraucht wurden. Weiterlesen Von der Deindustrialisierung zur Deklassierung