Der allzu bequeme Ablasshandel

9 Millionen Flugmeilen haben deutsche Abgeordnete zurückgelegt. Die durch Geld für Umweltschutzprojekte zu kompensieren reicht nicht.

Flüge von Bundestagsabgeordneten

Ein Flugzeug startet am Flughafen in Düsseldorf vor der untergehenden Sonne.

Deutsche Abgeordnete sollten die Klimakrise ernster nehmen – und weniger fliegen Foto: dpa

Zu viel ist zu viel: Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben im vergangenen Jahr insgesamt 9 Millionen Flugmeilen zurückgelegt, das sind etwa 16,8 Millionen Flugkilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 2.000 Autos auf 12.000 Kilometern. Und das sind noch nicht einmal alle Flugreisen, denn die von den Fraktionen gebuchten zählt die Bundestagsverwaltung nicht.

Wie viele der 16,8 Millionen Flugkilometer auf Inlandsverbindungen entfielen, weist die Statistik nicht aus. Wohl aber die Zahl von Gruppenreisen, die der Bundestag organisiert, und von Flügen, die Abgeordnete über dessen Reisebüro selbst buchen. Bei den selbst gebuchten Flügen lagen die grünen Abgeordneten zwar leicht vorn, aber immerhin: Sie kompensieren den CO2-Ausstoß durch Geld für Klimaschutzprojekte. Zu Recht fordert Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), dass bei allen Flügen von ParlamentarierInnen der CO2-Ausstoß durch Weiterlesen Der allzu bequeme Ablasshandel

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