Wahl im Osten: Jetzt erst recht – #unteilbar Großdemonstration am 24.08.2019 in Dresden

Die VDJ unterstützt den Demonstrationsaufruf als eine der erstunterzeichnenden Organisationen und ruft bundesweit zu zahlreicher Teilnahme an der Demonstration in Dresden auf.

#Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung sind gesellschaftsfähig. Was gestern mehrheitlich noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist heute Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.

Wir wissen um die Bedeutung der Landtagswahlen in Sachsen und der sächsischen Verhältnisse für die Auseinandersetzung um den bundesweiten Rechtsruck.

Ganz Europa ist Weiterlesen Wahl im Osten: Jetzt erst recht – #unteilbar Großdemonstration am 24.08.2019 in Dresden

Werbeanzeigen

Der totale Höcke

http://m.tagesspiegel.de/politik/brandrede-in-dresden-der-totale-hoecke/19267154.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Ft.co%2F9pH4n02ZqQ
15:30 Uhr
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke (links) trifft in Begleitung des neurechten Ideologen Götz Kubitschek am Brauhaus Watzke in Dresden ein. Foto: Straßengewitscher/@streetcoverage

Nach dem gescheiterten NPD-Verbot radikalisiert sich die AfD weiter. Björn Höcke gibt bei einem Auftritt in Dresden einen Vorgeschmack – und zieht sogar Widerspruch aus der eigenen Partei auf sich.
Es ist eine Brandrede. Der thüringische AfD-Chef Björn Höcke hält sie in Dresden, der „Hauptstadt des Widerstands“, wie es in der Einladung des Jugendverbandes „Junge Alternative“ (JA) heißt. Am Dienstagabend im Ball- und Brauhaus Watzke am Elbufer im Stadtteil Mickten fordert der AfD-Ultrarechte eine 180-Grad-Wende in der deutschen Erinnerungspolitik. „Die Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“, sagt er in Anspielung auf das Holocaust-Mahnmal. Die deutsche Geschichte werde „mies und lächerlich gemacht“.
Von „dämlicher Bewältigungspolitik“ ist die Rede. Deutschland könne nur eine Vision für seine Zukunft finden, wenn es wieder eine positive Beziehung zu seiner Geschichte aufbaue, sagt der 44-jährige Politiker und beurlaubte Lehrer, der im Eichsfeld daheim ist. Deutschland befinde sich noch immer im „Gemütszustand eines total besiegten Volkes“.
Den sozialen Frieden des Landes Weiterlesen Der totale Höcke

Comrade, where are you today? – im Dezember in Braunschweig & Dresden

https://www.startnext.com/comrade/blog/beitrag/?b=66017
30.11.2016, 10:24 Kirsi Marie Liimatainen

Ihr Lieben,
im Dezember gibt es von „Comrade, where are you today?“ folgende Vorführungen:
BRAUNSCHWEIG am 5.12. Universum Filmtheater Sondervorführung in Anwesenheit der Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen und mit anschließendem Filmgespräch.

Beginn: 19.00 Uhr
DRESDEN am 9.12. AZ Conni (Alternatives Zentrum Conni Dresden) In Anwesenheit der Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen und mit anschließendem Filmgespräch.

Beginn: 19.00 Uhr
Es sind die letzten Kinovorführungen in diesem Jahr – bitte weitersagen an alle Freunde, die den Film bisher noch nicht sehen konnten!
Im Januar und Februar 2017 wird der Film auch noch in Leipzig, Rostock, Annaberg-Buchholz und in Leutkirch im Allgäu gezeigt, über weitere Vorführungen werdet ihr weiterhin informiert.
Kinotermine: http://www.wfilm.de/comrade-where-are-you-today/kinotermine/
Liebe Grüße,

Kirsi Marie Liimatainen

ZELTSTADT DRESDEN „Im Camp wird unser Grundgesetz nicht eingehalten“

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-08/dresden-zeltstadt-fluechtlinge-medizinische-versorgung
Zwei Mediziner sind entsetzt über die Zustände, die sie in der Dresdner Zeltstadt vorgefunden haben. In dem Flüchtlingscamp spiele sich eine humanitäre Katastrophe ab. Interview: Anant Agarwala, Dresden
6. August 2015 16:48 Uhr 

 Gesellschaft, Zeltstadt Dresden, Dresden, Stanislaw Tillich, Arzt, Flüchtling, Krankenhaus, Medikament, Mediziner

Mitarbeiter bereiten in der Zeltstadt in Dresden eine Unterkunft vor. | © Roland Halkasch/dpa
ZEIT ONLINE: Herr Loewenbrück, Herr Ehniger, Sie haben als Ärzte freiwillig im Flüchtlingscamp in Dresden gearbeitet. Wie sieht es da aus?
Kai Loewenbrück: Ich hätte nicht gedacht, dass Zustände wie in der Zeltstadt in einem Land wie Deutschland möglich wären. Medizinische und hygienische Mindeststandards werden nicht eingehalten. In einer Stadt wie Dresden, mit einer hervorragenden medizinischen Infrastruktur. Ich habe schon als Medizinstudent in Townships in Südafrika gearbeitet: selbst unter den dortigen Bedingungen wurde mehr dafür getan, den Menschen zu helfen.
Anzeige

<div><a href=“http://ad.de.doubleclick.net/jump/zeitonline/gesellschaft/zeitgeschehen/article;tile=4;sz=300×250;kw=zeitonline,;ord=123456789?“ rel=“nofollow“><img src=“http://ad.de.doubleclick.net/ad/zeitonline/gesellschaft/zeitgeschehen/article;tile=4;sz=300×250;kw=zeitonline,;ord=123456789?“ width=“300″ height=“250″ style=“border:none;“ alt=““></a></div>

ZEIT ONLINE: Wie sieht es im Camp konkret aus, was sind die Probleme?
Gerhard Ehninger: Bei der Unterbringung wurden nicht einmal die Mindeststandards der WHO für Flüchtlingscamps eingehalten, an die man sich normalerweise selbst im Krieg halten müsste. Im Ambulanzcontainer herrscht eine Temperatur von 35 Grad. Medikamente können nicht vernünftig gelagert werden, teils stammt das Material aus im Jahr 2007 abgelaufenen Verbandskästen. Es gibt keine Möglichkeit, Männer und Frauen getrennt voneinander zu untersuchen. Das führt dazu, dass man viele Insassen – denn so muss man die Flüchtlinge angesichts ihrer Unterbringung bezeichnen – gar nicht untersuchen kann. Es gibt zu wenige Toiletten, zunächst waren diese sogar ohne fließend Wasser. Die hygienischen Bedingungen sind sehr schlecht. So konnten sich virale Durchfallerkrankungen und die Krätze ausbreiten. Es fehlte an einfachsten Utensilien: Untersuchungsliegen, Blutdruckmessgeräten, Stethoskopen und sogar an Desinfektionsmitteln.
Loewenbrück: Und man muss dazu sagen, dass das meiste, was da ist, von den freiwilligen Ärzten aus ihren Krankenhäusern mitgebracht wurde. Im Camp wird unser Grundgesetz nicht eingehalten: das Menschenrecht auf Gesundheit. Das Recht auf Privatsphäre. Die Würde des Menschen. Auch das Kindeswohl ist im Camp aus ärztlicher Sicht in Gefahr. Man muss es so deutlich sagen: es geht um das Leben von Menschen. Viele Flüchtlinge sind erst im Camp krank geworden. Dort spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab, während ein paar hundert Meter weiter die Leute am Elbufer liegen.
Gerhard Ehninger und Kai Loewenbrück

Beide Mediziner arbeiten am Unversitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. In der Dresdner Zeltstadt haben sowohl Ehninger (63) als auch Loewenbrück (39) freiwillig gearbeitet.
ZEIT ONLINE: Glaubt man Staatssekretärin Andrea Fischer, ist die Lage vor Ort im Griff.
Ehninger: Staatssekretärin Fischer vermittelt den Eindruck, alles sei in Ordnung und die Ehrenamtlichen würden es schon richten. Das entspricht aber nicht dem Informationsstand, den sie zum Zeitpunkt ihrer Aussagen in Wirklichkeit hatte: dass es sich um einen medizinischen Notstand handelt. Deshalb versucht man auch, den Ärzten den Kontakt mit der Presse zu untersagen. Wer aus Sorge um die Menschen über das Camp spricht, wird rausgeworfen. Das droht nun vermutlich auch uns. 
ZEIT ONLINE: Was sind das für Leute, die sich um die medizinische Versorgung kümmern?
Loewenbrück: Vor allem junge und unerfahrene Kollegen, manche mit zwei Monaten Berufserfahrung, die selbst in einem bestens ausgestatteten Krankenhaus die Hilfe von Oberärzten brauchen. Das sind die, die dort freiwillig nach ihren Schichten im Krankenhaus noch arbeiten. Und die Ehrenamtlichen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), die zwölf Stunden und mehr in einer Affenhitze schuften.
ZEIT ONLINE: Wer ist schuld an der Situation?
Loewenbrück: Es geht nicht darum, die Leute vor Ort zu kritisieren. Die Mitarbeiter des DRK und aus den Kliniken versuchen alles, um den Menschen zu helfen. Aber die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen sorgen nicht für gesetzlich geregelte Mindeststandards, die für alle Menschen in Deutschland gelten.
Ehninger: Die Landesdirektion Sachsen versagt. Ob aus Unfähigkeit oder Absicht. Geflüchtete leben in engen Zelten bei 35 Grad, werden sanitär nicht ausreichend versorgt und bekommen teilweise zu wenig Essen. Es treibt einem die Tränen in die Augen. Es kann nicht alles durch Ehrenamtliche aufgefangen werden wie bisher.