Machtmaschinen / Thomas Ramge, Viktor Mayer-Schönberger

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*Machtmaschinen / Thomas Ramge, Viktor Mayer-Schönberger

Warum Datenmonopole unsere Zukunft gefährden und wie wir sie brechen

Am 13. Oktober 2020 erschienen, 208 Seiten, ISBN 978-3-86774-651-9

Digitalen Superstarfirmen ist es in den vergangenen zwanzig Jahren gelungen, die meisten und relevantesten Daten auf ihren Servern zu zentralisieren. Diese Datenmonopole mögen zwar gut für die Aktionäre von Facebook, Amazon und Google sein, aber sie sind schlecht für den Fortschritt. Denn damit wir Alzheimer besiegen, die Bahn pünktlich machen und Armut erfolgreich bekämpfen können, müssen alle Zugriff auf Daten haben – vom Wissenschaftler über den innovativen Mittelständler bis zum Sozialarbeiter. Es wird also Zeit, die datenreichen Superstarfirmen zu verpflichten, ihre Datenschätze mit anderen zu teilen – und Datenschutz neu zu denken. 

Thomas Ramge und Viktor Mayer-Schönberger fordern eine Abkehr vom Datenschutz deutscher Prägung und machen sich stark für eine Datennutz-Grundverordnung, die für unseren Wohlstand so notwendig wie die Datenschutz-Grundverordnung für unsere bürgerlichen Rechte ist.

„Machtmaschinen“ ist ein ökonomisch kluges, technisch kompetentes und politisch streitbares Buch für eine neue Kultur des Daten-Teilens.

Über die Autoren 

Thomas Ramge ist Technologie-Autor bei brand eins und The Economistsowie Research Fellow am Center of Advanced Internet Studies (CAIS NRW). Seine Bücher und Texte wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm „Postdigital. Wie wir künstliche Intelligenz schlauer machen, ohne uns von ihr bevormunden zu lassen“.

Viktor Mayer-Schönberger ist Professor für Internetregulierung an der Oxford University, zuvor war er zehn Jahre lang Professor in Harvard. Im Deutschen Digitalrat berät er die Bundesregierung zur Datenpolitik. Er ist Autor der Weltbestseller „Delete“ und „Big Data“.

Foto: Peter van Heesen

Datenjournalist:innen fordern offene Corona-Daten

https://netzpolitik.org/2020/datenjournalistinnen-fordern-offene-corona-daten/

Brief an das Robert-Koch-Institut

Bisher stellt das Robert-Koch-Institut die Zahlen zum Corona-Virus vor allem als Texte und Grafiken zur Verfügung. Das hindert Datenjournalist:innen an ihrer Arbeit. In einem gemeinsamen Brief an das Robert-Koch-Institut fordern sie tagesaktuelle und maschinenlesbare Daten. Wir veröffentlichen das Schreiben.

Mann steht vor aufragender Wand aus Schiffscontainern und schaut nach oben.
Daten zur aktuellen Covid-19-Situation sind zwar da, aber nicht nutzbar. Das kritisieren Datenjournalist:innen aus ganz Deutschland in einem Brief an das Robert-Koch-Institut. Sie fordern offene Corona-Daten. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Pat Whelen

Eine Initiative von Datenjournalist:innen aus ganz Deutschland kritisiert das Robert-Koch-Insitut für dessen bisherige Datenpolitik. Das Institut veröffentliche Daten bisher zu wenig und vor allem in Formaten, die sich nicht zur weiteren Analyse eignen – etwa in Berichten mit Texten und Bildern.

Um ihre Aufgabe erfüllen zu können, nämlich den gesellschaftlichen Diskurs über gute Entscheidungen in der Krise angemessen zu begleiten, brauchen die Journalist:innen allerdings maschinenlesbare Daten. Nur so können sie die Arbeit der Gesundheitsbehörden ausführlich darstellen und kritisch hinterfragen, heißt es in dem Schreiben, das die Journalist:innen heute an das Robert-Koch-Institut geschickt haben.

Insgesamt 45 Datenjournalist:innen haben unterzeichnet. Sie arbeiten in Daten-Teams unter anderem bei den öffentlich-rechtlichen Medien von ARD und ZDF, bei der Süddeutschen Zeitung, bei der Funke Mediengruppe oder beim Spiegel.

Zuverlässige Datenquelle

Die Initiative beklagt schlechte Erfahrungen und mangelhafte Informationen aus dem Robert-Koch-Institut: „In den vergangenen Tagen und Wochen haben Sie aus vielen unserer Redaktionen zahlreiche Datenanfragen erhalten, die leider zu oft nur teilweise oder gar nicht beantwortet worden sind.“

Deshalb Weiterlesen Datenjournalist:innen fordern offene Corona-Daten

wechange Wir machen Wandel möglich. Gemeinsam. Mit dir. 

Genossenschaft

Wir sind kein Einhorn und wollen auch keines werden. Das Internet ist zu wichtig, um daraus kurzfristigen Profit auf Kosten der Nuter*innen zu schlagen oder es einer Handvoll großer Datenkraken und Softwarekonzerne zu überlassen. Darum haben wir einen anderen Weg gewählt und 2015 eine Genossenschaft gegründet. Und damit gleich mehrere Bugs mit einer Klappe gefixt:

Nicht profitgetrieben:

wir bieten unsere Leistungen zu kostendeckenden Preisen.

Die Daten gehören euch: 

wir setzen nicht auf datengetriebene Geschäftsmodelle.

Kein Ausverkauf:

anders als bei digitalen Startups üblich, planen wir keinen Exit um Kasse zu machen.

Miteigentum: 

WECHANGE gehört den Mitgliedern – und damit sich selbst!

Mitbestimmung: 

die Community gestaltet den Kurs der Genossenschaft mit.

Organigram

How is the WECHANGE cooperative organised?

Das Organigramm der WECHANGE eG

Satzung

Welchen Regeln folgt die Genossenschaft?

„Die Genossenschaft soll sich an den Grundwerten und Leitlinien der Gemeinwohl-Ökonomie orientieren.“

(Auszug aus der Satzung der WECHANGE eG)

Unsere Satzung im Detail (Stand 28. November 2018):

§ 1 Name und Sitz
(1) Die Genossenschaft heißt wechange eG.
(2) Sitz der Genossenschaft ist Berlin.
§ 2 Gegenstand
§ 3 Grundprinzipien
§ 4 Mitgliedschaft
§ 5 Geschäftsanteil, Zahlungen, Nachschüsse und Eintrittsgeld
§ 6 Gewinnverteilung, Rücklagen und Verjährung
§ 7 Generalversammlung
§ 8 Online-Generalversammlung
§ 9 Mitarbeiterversammlung
§ 10 Vorstand
§ 11 Aufsichtsrat
§ 12 Kündigung, Ausschluss, Auseinandersetzung
§ 13 Bekanntmachungen

Unsere Partner und Förderer

Kooperationspartner

Förderer

Die Telelupe: Schufa | NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann – ZDFneo

Daten sind der klebrige Kaugummi an der Schuhsohle der Digitalisierung. Mit Daten verdienen sie alle Geld: Facebook, Google, Amazon, ICQ. Und wie wir alle wissen, kann man diesen ausländischen Firmen nicht vertrauen. Zum Glück gibt es einen grundsoliden deutschen Qualitätsdatensammler: die Schufa. Und der Schufa können wir vertrauen – sagt sie selbst. Aber Moment! Wie sehr können wir einem Unternehmen vertrauen, das noch nicht mal seinen eigenen Namen richtig abkürzen kann? Wir haben die Schufak mal genauer unter unsere Telelupe genommen. #tennisdarm

Das Neo Magazin Royale – jeden Donnerstag ab 20:15 auf http://neomagazinroyale.de#xtor=CS3-71, um 22:15 Uhr in ZDFneo und freitags sehr spät im ZDF.