Exklusiv: Was geschah auf der Sea-Watch 3?

Ganz Europa spricht und streitet heftig über die Fahrt der Sea-Watch 3. Die Kapitänin Carola Rackete bringt nach zähen und ergebnislosen Verhandlungen, trotz Verbots der italienischen Behörden, rund 40 aus Seenot gerettete Menschen in den Hafen von Lampedusa. Über Wochen hat kein europäischer Hafen ihr erlaubt, sie an Land zu bringen. Was hat sich hinter den Kulissen abgespielt? Warum traf die Kapitänin eine Entscheidung, die ihr sogar eine Gefängnisstrafe einbringen kann? Wir berichten euch exklusiv über die Geschehnisse auf der Sea-Watch 3 und zeigen euch die Vorgeschichte. Denn unsere Reporter Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg waren die drei Wochen mit an Bord. Ein Film von Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg Schnitt: Tim Rieckmann Mischung: André Brickwedde Grafik: Nico Peters Redaktion: Anna Orth, Sven Lohmann #seawatch #seenotrettung #funk ______________ Jeden Dienstag Ihr habt Themenvorschläge? Schreibt uns an: strg_f@ndr.de Ihr wollt nichts verpassen? Abo: https://tinyurl.com/strg-f Twitter: https://twitter.com/STRG_F Instagram: https://www.instagram.com/strg_f/ Facebook: https://www.facebook.com/strgfofficial/ Wir sind Teil von funk! Mehr Infos gibt’s unter: YouTube: https://youtube.com/funkofficial Web-App: https://go.funk.net Facebook: https://facebook.com/funk Impressum: https://go.funk.net/impressum

Durch die Nacht mit Carola Rackete und Maja Lunde | ARTE

Am 20.10.2019 veröffentlicht

Ist unser Planet noch zu retten?

Am 01.11.2019 veröffentlicht

Klimaaktivistin Carola Rackete: „Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“

Klimaaktivistin Carola Rackete: „Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“ | rbb24

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  1. Politik

Audio: Inforadio | 01.11.2019 | Quelle: Michael Ramm

Interview | Klimaaktivistin Carola Rackete

„Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“

Bekannt wurde Carola Rackete als Seenotretterin im Mittelmeer – inzwischen tritt sie mehr als Klimaaktivistin in Erscheinung. Warum beides miteinander zu tun hat, erklärt sie im rbb-Interview anlässlich der Veröffentlichung ihres Buchs „Handeln statt Hoffen“.

Im vergangenen Sommer wurde Carola Rackete als Kapitänin der „Sea-Watch 3“ bekannt: Sie lief trotz Verbots durch die italienischen Behörden in den Hafen von Lampedusa ein – an Bord Dutzende Flüchtlinge, die sie und ihre Crew aus dem Mittelmeer gerettet hatten. Rackete wurde festgenommen und mehrere Tage unter Hausarrest gestellt.

Rackete, die Nautik und Naturschutzmanagement studiert hat, ist auch Klimaaktivistin. Sie warnt, dass aufgrund von Klimaveränderungen weitere Flüchtlingsströme entstehen könnten. Darüber schreibt sie auch in ihrem Buch „Handeln statt Hoffen. Aufruf an die letzte Generation“, das am 4. November erscheint.

rbb: Frau Rackete, Sie haben das Buch „Handeln statt hoffen. Aufruf an die letzte Generation“ geschrieben. Haben Sie sich dafür jeden Tag hingesetzt und eisern geschrieben – oder wie das Buch in doch relativ kurzer Zeit zustande gekommen?

Das Buch wurde mit einer Ghostwriterin geschrieben, mit der ich sehr eng zusammengearbeitet habe. Wir haben sehr viele Interviews und Gespräche geführt – und Weiterlesen Klimaaktivistin Carola Rackete: „Wir befinden uns an einem sehr, sehr kritischen Zeitpunkt“

Für die Klimaziele vor Gericht

Drei Bauernfamilien wollen die Bundesregierung gerichtlich zwingen, die Klimaziele für 2020 einzuhalten. Ihre von Greenpeace unterstützte Klage wird am Donnerstag vor dem Berliner Verwaltungsgericht verhandelt. Im Erfolgsfall müssen wohl einige Kohlekraftwerke kurzfristig außer Betrieb gehen.

Biobauer Johannes Blohm inmitten der Reste seiner gefällten Kirschbäume.

Biobauer Johannes Blohm musste 2016 alle seine Kirschbäume fällen, weil sie von der Kirschfruchtfliege befallen waren. Der Obstschädling verbreitet sich mit fortschreitender Erwärmung immer stärker auch im Alten Land. (Foto: Gordon Welters/Greenpeace)

Auf der unterhalb des Meeresspiegels gelegenen Nordseeinsel Pellwormbetreibt Silke Backsen mit ihrer Familie ökologische Landwirtschaft. Die zunehmenden Wetterextreme bekommt sie „deutlich zu spüren“, wie Weiterlesen Für die Klimaziele vor Gericht

Antifa –Fahnen auf unseren Demos

Fridaysforfuture Göttingen:

In letzter Zeit werden wir oft gefragt, warum wir Antifa –Fahnen auf unseren Demos haben und antifaschistische, sowie andere linke Gruppen Redebeiträge halten dürfen. Wir wollen kurz begründen, warum das so ist und wieso wir das ausdrücklich gut heißen.

Grundsätzlich ist “Antifa” keine existierende Gruppe, sondern erst einmal nichts anderes als eine Abkürzung für Antifaschismus. Weil Antifa nichts anderes als Antifaschismus ist, bedeutet es für uns auch nichts anderes. Deshalb verstehen wir uns, wie in unserem Selbstverständnis (1) nachzulesen, als antifaschistisch.

Faschist*innen auf der ganzen Welt zerstören nicht nur das Klima, leugnen den Klimawandel und diffamieren Klimaschutzbewegungen (siehe Bolsonaro in Brasilien, Trump in den USA oder die AFD und andere rechtsextreme Parteien in Deutschland), sondern greifen uns auch aktiv an.

In Sachsen trauen sich Schüler*innen teilweise nicht für Fridays for Future Demos auf die Straße, weil sie Angst haben von Neonazis verprügelt zu werden. In Zwickau schalteten Faschist*innen die Musikanlage auf der FFF-Demo aus und fotografierten Minderjährige, selbst nachdem sie vom Platz verwiesen wurden. Einige Personen fanden sich im Nachhinein auf und in verschiedenen einschlägigen Websites und Chats wieder. Unter anderem wird in diesen Chats geraten, das “Problem” mit den FFF-Aktivist*innen doch einfach mit Schlagstöcken oder den Fäusten zu lösen (2)(3).

Aber auch unabhängig von diesen Vorfällen, sollte jedem Menschen bewusst sein, was Faschismus bedeutet und wie menschenverachtend er ist. Aus den oben genannten, aber auch aus moralischer Perspektive würden wir uns jederzeit als antifaschistisch verstehen und das auch ausdrücken. Deshalb: #WirsindAntifa

#fridaysforfuture #göttingen #Antifa #antifascist #FCKAFD #FCKNZS

(1) fridaysforfuture.de/ortsgruppen/goettingen/

(2) https://www.freiepresse.de/…/ermittlungen-gegen-rechte-hetz…

(3) https://twitter.com/jakobspring…/status/1175788358175531008…

Klaus Töpfer, @CDU: „Wir haben damals … gesagt, das geht nicht mehr. Ende.“

Michael Flammer 💚🌍🌡 (@Jumpsteady)
Ladies and gentlemen,

Klaus Töpfer, ⁦‪@CDU‬⁩:

„Wir haben damals keinen Preis auf FCKW gemacht, sondern gesagt, das geht nicht mehr. Ende. Wenn etwas die Welt in Frage stellt, kann ich nicht fragen, ob das von 10€ oder 40€ pro Tonne CO2 abhängt.“

👏👏👏👏👏
#Klimakrise #KlimaVor8pic.twitter.com/yb7dWCgc1E