Neues Transparenzgesetz in Thüringen

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Seit Anfang des Jahres kann man auf FragDenStaat auch Anfragen nach dem neuen Transparenzgesetz Thüringen stellen. Am 1. Januar 2020 ist dieses in Kraft getreten.

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Urban Priol: TILT 2019

Urban Priol: TILT 2019. 3SAT vom 30.12.2019  (90 Minuten brillantes Kabarett)  https://www.3sat.de/kabarett/kabarett-in-3sat/urban-priol-tilt-2019-102.html  
In seinem Jahresrückblick 2019 präsentiert Urban Priol brandaktuelles, pointiertes Polit-Kabarett und macht dabei vor keinem gesellschaftspolitischen Thema halt. Da bleibt nichts ausgespart, was Medien und Menschen im letzten Jahr bewegte. In gewohnt süffisanter Manier verschont er weder Politik noch Gesellschaft. Pointiert, differenziert
  – und sehr lustig.

Präkels, Manja: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

von Gerd Klingeberg

Als Kinder waren sie Freunde. Mimi und Oliver haben Fußball und Skat gespielt. Waren bei Wind und Wetter draußen am Flussufer. Oder haben bei den unzähligen Geburtstagsfeiern der Alten massenhaft Schnapskirschen gegessen, bis es sie würgte. Dann, in der Schulzeit und danach, geht jeder seinen eigenen Weg. Oliver, den sie später Hitler nennen werden, wird zum Anführer glatzköpfiger Schläger und Drogendealer. Mimi, deren Welt nicht erst mit der Wende zunehmend aus den Fugen gerät, ist auf der Flucht vor der Brutalität, die inzwischen in der maroden Havelstadt herrscht. Und auf der Suche nach sich selbst. Doch immer wieder kreuzen sich die Lebensläufe der beiden Nachbarskinder…

Präkels, Manja: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß.
Verbrecher Verlag, Berlin 2017.
230 Seiten. 20,00 €.
ISBN 978-3-95732-272-2.
Empfohlen ab 16 Jahren.

Inhalt 

Mimi und Oliver wachsen in den grauen, halb zerfallenen Häusern einer tristen ostdeutschen Havelstadt auf, die ihre besten Zeiten als Ziegelei-Zentrum längst hinter sich hat. Die beiden Weiterlesen Präkels, Manja: Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Entstehung eines modernen Gefühls

Weltschmerz 2.1

Woche für Woche kommentiert unser Kolumnist Sascha Lobo das Weltgeschehen aus digitaler Perspektive. Je länger er schreibt, desto größer wird sein Gefühl, die Welt sei aus den Fugen geraten. Nun möchte er wissen: Kennen Sie das auch?

AFP

Anti-Brexit-Demonstrant beim Aufblasen von Ballons in London

Donnerstag, 12.09.2019   13:38 Uhr

Brexit, Klimakatastrophe, Trump ja sowieso – immerhin wissen wir jetzt, was es mit diesem alten chinesischen Fluch auf sich hat: „Mögest Du in interessanten Zeiten leben“. Ein altes deutsches Wort dagegen ist „Weltschmerz“, präzise definiert im Wörterbuch der Brüder Grimm, es handelt sich um eine tiefe Traurigkeit über die Unzulänglichkeit der Welt.

Hier meine deutsch-chinesische Kombination: Wir leben in Zeiten des höchst interessanten Weltschmerzes. Diesem Phänomen habe ich einen eigenen Namen gegeben, Realitätsschock, und ein Buch darüber geschrieben. Es handelt sich um eine fast zwingende Folge meiner seit fast neun Jahren erscheinenden Kolumne hier auf SPIEGEL ONLINE, in der ich über die Welt aus digitaler Perspektive schreibe.

Ich verfüge über den Luxus, vergleichsweise viel Zeit in einen einzelnen Text investieren zu können. Das ist zugleich ein Fluch. Denn je tiefer und genauer man in Weltzusammenhänge hineinschaut, desto größer die Chance, dass man Verstörendes, Beängstigendes, Erschütterndes entdeckt. Es gibt die Ansicht, dass die Angst abnimmt, wenn man sich intensiver mit einem Thema beschäftigt. Beim Thema Gegenwart scheint mir das eher andersherum zu sein. Ein Realitätsschock ist die plötzliche, oft schmerzhafte Erkenntnis, dass die Welt anders ist als gedacht oder erhofft.

Wenn Sie das wussten, warum haben Sie nichts getan oder gesagt?

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