Als Hitler-Attentäter auf der Buchmesse Martin Sonneborn kommt als Stauffenberg zu Höcke-Lesung

Bei der Frankfurter Buchmesse stellte der AfD-Rechte Björn Höcke ein Buch vor. Der EU-Abgeordnete und Satiriker Martin Sonneborn wollte dagegen protestieren. 

„War heute auf der Buchmesse bei Bernd (sic!) Höcke. Ordner ließen mich nicht ein. Ob‘s an der Aktentasche lag?“, schreibt Martin Sonneborn auf Facebook und Twitter, auf einem schwarzweißen Foto ist er darunter mit Nazi-Uniform und Augenklappe zu sehen. Der EU-Abgeordnete und Gründer von „Die Partei“ hatte sich als Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg verkleidet und war so zu einer Lesung des AfD-Politikers Björn Höcke auf die Frankfurter Buchmesse gekommen.

Sonneborn trug eine Aktentasche bei sich, die er bei der Lesung abstellen wollte. Sicherheitspersonal hinderte ihn aber daran, berichte die Frankfurter Rundschau. 

Stauffenberg hatte bei dem fehlgeschlagenen Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 eine Aktentasche benutzt, um den Sprengstoff zu verbergen. Er stellte die Tasche unter einem Tisch ab, an dem Hitler saß und verließ den Raum. Bei der Detonation kurz darauf wurden vier Personen getötet, Hitler überlebte. 

Björn Höcke hatte unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen am Freitag einen Gesprächsband auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Die Polizei riegelte am späten Nachmittag Teile der Halle 4 komplett ab. Der Verlag Manuscriptum hatte zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Bei dem Verlag ist das Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“ erschienen, in dem der Publizist Sebastian Hennig Gespräche mit Höcke führt.
Höcke gilt als als Wortführer des rechten Flügels der AfD. Im vergangenen Jahr war es bei seinem Messe-Besuch zu Handgreiflichkeiten zwischen seinen Anhängern und Gegendemonstranten gekommen. Die Messeleitung hatte daraufhin ihr Sicherheitskonzept überarbeitet. (Tsp mit dpa)

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Prof. Dr. Micha Brumlik: Altes Denken in neuem Dress: Die neue Rechte des 21. Jahrhunderts

https://youtu.be/SqS0Piosqtg

Am 24.07.2016 veröffentlicht

Vortrag am 27.06.2016 in der Alten Aula in Tübingen
Moderation: Prof. Dr. Markus Rieger-Ladich

Auftaktveranstaltung der Reihe „Beiträge zur Politischen Bildung“ des Instituts für Erziehungswissenschaft und der Fachschaft Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen, in Kooperation mit den „Blättern für deutsche und internationale Politik“

PROF.DR.MICHA BRUMLIK ist emeritierter Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. und seit Oktober 2013 Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg.
Im März 2016 veröffentlichte er in den Blättern einen Essay unter dem Titel „Das alte Denken der neuen Rechten. Mit Heidegger und Evola gegen die offene Gesellschaft“.

Komm morgen in den Hambacher Wald – mach Druck auf RWE

Komm morgen in den Hambacher Wald – mach Druck auf RWE
Datum Heute, 05.10.2018 17:13
Foto des Kontakts

Hallo

die Rodungen im Hambacher Forst sind vorerst gestoppt. Das entschied heute das Oberverwaltungsgericht Münsterland, ein Urteil, das es ohne unseren Druck wahrscheinlich nicht gegeben hätte.

Damit ist klar: Morgen findet der größte Waldspaziergang statt, den der Hambacher Forst je gesehen hat. Zehntausende reisen an, um den Wald zu retten. 

Und gerade erfuhren wir, dass nun auch die Demonstration genehmigt wurde. Wir stehen auf gegen RWE – den Großkonzern, dem es nicht um das Klima, die Natur und die Menschen geht, sondern allein um seine Profite. Wir stehen auf gegen die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, die dies ermöglicht. Demokratie bedeutet, dass Menschen selbstbewusst ihre Meinung und ihren Willen zeigen können.

Komm dazu und mach mit. Wir werden als Sammlungsbewegung durchgehend vor Ort sein: Es gibt ein Aufstehen-Zelt auf dem Kundgebungsplatz. Hier können wir uns kennenlernen, vernetzen und organisieren.

Wer früh kommen kann, findet Aufstehen schon morgens im Camp ManheimUnser allgemeines Aufstehen-Treffen machen wir am Samstag um 13:30 Uhr auf dem Kundgebungsplatz am Aufstehen-Zelt. Zum Facebook-Event anmelden.

Brauchst Du noch eine Mitfahrgelegenheit? Wenn Du schnell bist, findest Du hier noch eine.

Was Du vorher schon tun kannst:

Falls Du morgen nicht kommen kannst: Auch Du kannst den Protest wirkungsvoll unterstützen. Mach das Thema auf Facebook, Twitter, Instagram und Co mit #AufstehenFuerHambi bekannt. Wir haben noch etwas anderes für Dich. Hier findest Du eine Aufstellung der kommunalen Beteiligungen an RWE:

Ist Deine Stadt dabei? Hält sie Aktien von RWE? Dann solltest Du Dir mit den Aufständischen in Deiner Gegend eventuell Gedanken machen, wie wir das öffentlich machen und Druck aufbauen können, dass diese Anteilseigner sich unmissverständlich gegen eine Rodung des Hambacher Waldes und für einen sozialökologischen Umbau des Konzerns positionieren.

Es geht hier um die Verschmelzung von Staat und Konzernmacht. Deshalb ist die Massenbewegung für den Erhalt des Hambacher Waldes auch eine Auseinandersetzung um die Demokratie.

Jetzt ist die Zeit, sich in Bewegung zu setzen.

Dein Aufstehen Team

 

 

 

»In Sachsen ist Schwarz-Blau möglich«

Der Politologe Christoph Butterwegge über Ursachen für den AfD-Aufstieg und Strategien gegen Rechtspopulismus

Sie haben mit zwei Kollegen ein neues Buch zur AfD veröffentlicht. Zeitgleich werden Umfragen publik, laut denen die AfD die stärkste Partei im Osten ist. Wird sie dort zur Volkspartei?

Sie ist eher eine völkisch-nationalistische Partei. Volkspartei würde ich nur eine Partei nennen, die alle Bevölkerungsschichten repräsentiert und die Interessen des Volkes, also auch und besonders seiner benachteiligten Schichten, vertritt. Das tut die AfD gerade nicht. Sie ist keineswegs die »Partei der kleinen Leute«, wie ihr Partei- und Fraktionsvorsitzender Alexander Gauland sie nennt. Eher ist sie eine Partei des großen Geldes, was ihre Sponsoren betrifft, oder eine Partei der Privilegierten, wenn man ihre Programmatik und ihre Parlamentstätigkeit betrachtet. Da ist dann von einem überbordenden Sozialstaat die Rede, der im Sinne des neoliberalen Mantras »verschlankt« werden soll. Armut wird nicht als strukturelles Problem, sondern bloß als ein Importprodukt gesehen, das Flüchtlinge sowie Migranten aus weniger reichen EU-Ländern einschleppen. Die auch bei Einheimischen wachsende Not wird weder wahr- noch ernstgenommen. Reichtumsförderung ist aber keine Armutsbekämpfung. Da will die AfD den Solidaritätszuschlag möglichst sofort abschaffen. Davon würden in erster Linie Spitzenverdiener, große Unternehmen und Menschen mit hohen Kapitaleinkünften profitieren. Denn die Geringverdiener zahlen den »Soli« gar nicht und Normalverdiener nur in geringer Höhe.

Christoph Butterwegge

Prof. Dr. Christoph Butterwegge hat bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln gelehrt. Soeben ist sein Buch »Rechtspopulisten im Parlament. Polemik, Agitation und Propaganda der AfD« erschienen, das er zusammen mit Gudrun Hentges und Gerd Wiegel geschrieben hat. Mit ihm sprach Aert van Riel.

Trotzdem wird die AfD auch von kleinen Leuten – Erwerbslosen und Arbeitern – gewählt. Wie ist das zu erklären?

Ob die Partei bei Menschen aus diesen Schichten große Resonanz findet, ist umstritten. Hauptsächlich dürften Menschen aus der Mittelschicht die AfD wählen. Wie alle rechtspopulistischen Parteien propagiert sie nämlich, dass die korrupten Eliten und die faule Unterschicht der fleißigen Mittelschicht auf der Tasche liegen. Angehörige der Mittelschicht, die Angst Weiterlesen »In Sachsen ist Schwarz-Blau möglich«

Der nächste »Wirtschaftsweise«: Gewerkschaften nominieren Achim Truger

https://oxiblog.de/der-naechste-wirtschaftsweise-gewerkschaften-nominieren-achim-truger/

30.09.2018

Achim Truger soll der nächste »Wirtschaftsweise« auf dem Ticket der Gewerkschaften werden. Einige Ökonomen machen nun gegen die Nominierung des Berliner Finanzexperten Front.

Wer Zeitungen liest, könnte den Namen Achim Truger kennen. Der Berliner Ökonom taucht immer wieder in Berichten etwa über den jahrzehntelangen Rückgang staatlicher Investitionen und dem Investitionsstau bei der Infrastruktur auf. Auch mit Blick auf die europäische Ebene, nicht selten wird auf Berechnungen von Truger verwiesen, laut denen die öffentlichen Investitionen in der Eurozone schon 2013 nur noch knapp das deckten, »was zu ersetzen war – seitdem ist die Bilanz negativ, Jahr für Jahr«.

Nun sieht es so aus, als ob sich die Gewerkschaften für Truger als kommenden Vertreter im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entschieden haben – der 1969 geborene Prodekan im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin soll auf Peter Bofinger folgen, dessen dritte Amtszeit bald ausläuft. »Die Gewerkschaften dürfen traditionell ein Mitglied« vorschlagen, so das »Handelsblatt«, das die Meldung als erstes hatte. »Wir kennen Professor Truger als profilierten Weiterlesen Der nächste »Wirtschaftsweise«: Gewerkschaften nominieren Achim Truger

DOTA – Grenzen (live Session)

http://kleingeldprinzessin.de „Grenzen“ vom Album „Keine Gefahr“. „Grenzen“ ist bei allen üblichen Download-Portalen erhältlich. Die Einnahmen daraus werden wir an Pro Asyl spenden. Abonnieren könnt ihr uns hier: http://bit.ly/1O3wVzo Facebook – https://www.facebook.com/Dota.Kehr Twitter – https://twitter.com/dota_kehr Unser aktuelles Album (und natürlich auch alle alten) kann man hier kaufen: http://www.kleingeldprinzessin.de/shop

VDJ Info 11/2018 vom 29.09.2018

vdj.de


VDJ Info 11/2018 vom 29.09.2018

Attac u. a.: Europakongress vom 05.-07.10.2018 in Kassel

Wie soll Europa politisch, sozial und ökonomisch verfasst sein und welche friedenspolitschen Anstöße leisten?

Der Europakongress von attac u. a. unter dem Motto „Ein anderes Europa ist möglich! demokratisch, friedlich, ökologisch, feministisch, solidarisch“ vom 05.-07.10. 2018 in der Universität Kassel will Raum für breite Debatte zu Strategie und Transformationsüberlegungen in diversen Bereich geben. Darüber hinaus sollen bereits bestehende Ansätze und Konzepte – wie den Europarat, OSZE, „Das gemeinsame Haus Europa“ und weitere – auf ihr emanzipatorisches Potenzial hin überprüft werden.

Die Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen wird im Rahmen des Kongresses zusammen mit Mehr Demokratie am Samstag, den 06.10. 2018, 14h45 bis 16h30 ein FORUM mit dem Thema „Demokratisierung der Europäischen Union – wie kann das gehen?“ organisieren.

Diskutieren werden: Andreas Fisahn (Uni Bielefeld, VDJ, Wissenschaftlicher Beirat Attac), Karl-Martin Hentschel (Autor, Mehr Demokratie, Attac AG Finanzmärkte & Steuern) Tanja Hitzel-Cassagnes (Leibniz-Universität Hannover u. Justus Liebig Universität Gießen, Geschäftsführerin der Zeitschrift Kritische Justiz) und Anne Karrass (Referentin im EU-Verbindungsbüro des Verdi-Bundesvorstandes).

Daneben veranstaltet die VDJ am 06.10.2018 von 09h15 – 11h00 einen Workshop zum Arbeitsrecht mit dem Thema „Reformbedarf der EU für eine Stärkung der gewerkschaftlichen Handlungsfähigkeit“ mit Dr. Johannes Heuschmid (stellv. Leiter des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeitsrecht).

https://www.vdj.de/aktivitaeten/termine/termine/europakongress-vom-05-07102018-in-kassel-ein-anderes-europa-ist-moeglich-demokratisch-friedlich-oekologisch-feministisch-solidarisch/

Gesamtprogramm: https://www.ein-anderes-europa.de/programm/

Anmeldeformalitäten: https://www.ein-anderes-europa.de/anmeldung/

#unteilbar Demonstration am 13.10.2018 in Berlin: Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Das Bündnis #unteilbar, dem mehrere hunderte Organisationen aus der Zivilgesellschaft, unter ihnen die VDJ, als Erstunterzeichner*innen angehören,

www.vdj.de/mitteilungen/nachrichten/nachricht/fuer-eine-offene-und-freie-gesellschaft-solidaritaet-statt-ausgrenzung-demonstration-am-13-oktober-2018-1

300-uhr-in-berlin/

demonstriert am 13.10.2018, 13h00 in Berlin :

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