Die türkische Grenzöffnung für Flüchtlinge, einfach erklärt

Die türkische Grenzöffnung für Flüchtlinge, einfach erklärt

Die Bilder von der griechischen Grenze sind erschreckend: EU-Grenzschutzbeamt:innen setzen Tränengas ein, die griechische Küstenwache drängt Boote mit Flüchtenden ab. Was kann ich persönlich tun, damit die EU endlich eine Lösung für die Aufnahme von Flüchtlingen findet?

Leider eher wenig. Eine Einigung auf EU-Ebene können Bürger:innen einzelner Mitgliedsländer nicht erzwingen. Aber du kannst deutlich machen, dass du mit der aktuellen Regelung nicht zufrieden bist: Indem du auf die angekündigten Seebrücke-Demos gehst, die an den Europarat gerichtete Petition unterzeichnest und dich per E-Mail an Entscheidungsträger:innen wendest, damit sie sich für eine Lösung einsetzen.

Es muss aber auch klar sein: Nicht alle in der EU sind dafür, den Menschen zu helfen. In vielen Ländern stimmen konservative Parteien dagegen. Auch der deutsche Bundestag hat am Mittwoch die Aufnahme von 5.000 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen abgelehnt.

Wiederholt sich jetzt 2015, als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kamen?

Nein. Die Ausgangslage ist Weiterlesen Die türkische Grenzöffnung für Flüchtlinge, einfach erklärt

Warum Bodo Ramelow die Gottesformel vermied

Bodo Ramelow ist neuer Ministerpräsident von Thüringen

Bodo Ramelow hat oft, zuletzt auch im Wahlkampf, von seiner Verwurzelung im christlichen Glauben gesprochen. Sein Elternhaus war christlich geprägt. Ein Name wie Martin Niemöller galt etwas in der Familie, die in Osterholz lebte und sich in der Nordelbischen Kirche zuhause fühlte. Doch als er am Freitag als Ministerpräsident im Erfurter Landtag vereidigt wurde, hat Ramelow seinen Eid ohne die mögliche Bekräftigung „So wahr mir Gott helfe!“ gesprochen – zur Verwunderung der Anwesenden. Warum? Hatte er es vor Aufregung vergessen, wie manche vermuteten?

Nein, sagt Ramelow. Er habe bewusst die weltliche Formel gewählt. „Das ist mein Respekt vor der Trennung von Kirche und Staat. Zwar soll mir Gott beistehen, aber das kann ich nicht schwören. Für mich ist das eine Bitte, ein Gebet an meinen Gott. In einem Eid für ein Staatsamt hat das für mich nichts zu suchen.“

Ramelow führt noch einen zweiten Grund an. Er habe die Formel auch aus Respekt vor seinen jüdischen und muslimischen Freunden, „meinen abrahamitischen Geschwistern“, nicht benutzt. Zwar sei in der Formel nur von Gott die Rede, aber im christlichen Abendland schwinge doch der christliche Gott mit. Er habe sich das alles schon vor langem überlegt, sagte Ramelow. „Es war keine parteitaktische Finesse.“

Frauen dürfen …

ŦΞΞ BmF 🐈_⚔️_🛡️ ФТТΞЯЛΛSΞ (@Lovefefee)
Frauen dürfen seit

1908 Abitur machen
1919 wählen
1949 formal gleichgestellt sein
1958 Führerschein machen 
1961 verhüten
1962 eigenes Konto führen
1977 arbeiten ohne Erlaubnis des Ehemanns
1997 in der Ehe nicht vergewaltigt werden

➡️2020 wir brauchen mehr Männlichkeit 🤯🤢🤮

Gedenken in Hanau : „Als würde mein Sohn ein zweites Mal ermordet“

Zwei Wochen nach dem Anschlag von Hanau wendet sich die Mutter eines Opfers an die Bundeskanzlerin. In einem Brief formuliert sie klare Forderungen.

Gedenken in Hanau: Angehörige halten sich bei einem Trauermarsch das Foto von Ferhat Unvar vor die Brust. Er war am 19. Februar von einem rechtsextremen Terroristen in Hanau getötet worden.
Angehörige halten sich bei einem Trauermarsch das Foto von Ferhat Unvar vor die Brust. Er war am 19. Februar von einem rechtsextremen Terroristen in Hanau getötet worden. © Odd Andersen/​AFP/​Getty Images

Zwei Wochen nach dem rassistischen Anschlag von Hanau hat sich die Mutter eines der Opfer in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt, der ZEIT ONLINE exklusiv vorliegt. Darin kritisiert Serpil Temiz, der Täter habe „seinen Wunsch nach dieser Tat nie verheimlicht, hat in den sozialen Netzwerken seine Absicht, ein Massaker zu begehen, bekundet und seine rassistische Gedankenwelt in Briefen den Behörden mitgeteilt“. Den Namen des Rechtsterroristen erwähnt sie nicht. Weiterlesen Gedenken in Hanau : „Als würde mein Sohn ein zweites Mal ermordet“

Dietmar Bartsch, DIE LINKE: »Die Reihe der rassistischen Morde muss mit Hanau beendet sein«

05.03.2020 – Über 200 Menschen wurden von Rechtsextremen seit der Wiedervereinigung in Deutschland ermordet. Die Blutspur des Rechtsterrorismus zieht sich seit Jahrzehnten durch Deutschland. Das ist widerlich. Der Rechtsstaat muss entschlossen dagegen vorgehen. Der knallharte Wettbewerbsdruck hat der Gesellschaft den Stempel des „Jeder gegen Jeden“ aufgedrückt und den Zusammenhalt erodieren lassen. Wir müssen auch über das Klima reden, in dem Rechtsextremismus gedeiht. Wir brauchen Sicherheit durch Schutz und vor allem Umsteuern und Umdenken.

Desinfektionsmittel selber machen: 2 Rezepte der WHO

stuttgarter-nachrichten.de

Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany

Mit diesen Zutaten mischen Sie Ihr eigenes Desinfektionsmittel. Foto: Elizaveta Galitckaia

Mit diesen Zutaten mischen Sie Ihr eigenes Desinfektionsmittel nach Vorgaben der WHO.

Das Coronavirus sorgt für Lieferengpässe bei Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln. Wenn Sie diese Produkte in der Drogerie oder den Apotheken nicht mehr erhalten, können Sie zuhause mit wenigen Zutaten Desinfektionsmittel selbst herstellen. Die beiden Rezepte stammen im Original von der WHO und wurden für diesen Artikel auf haushaltsübliche Mengen von einem Liter angepasst. Die Zutaten erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Das Originalrezept für 10 Liter der WHO mit weiterführenden Informationen finden Sie hier.

Desinfektionsmittel selbst herstellen: Rezept 1

  • Ethanol 96 %: 830 ml
  • Wasserstoffperoxid 3 %: 45 ml
  • Glycerin 98 %: 15 ml
  • Abgekochtes Wasser: 110 ml

Herstellung: Vermischen Sie die Zutaten in einem verschließbaren Behälter und schütteln Sie diesen gut durch.

Anwendung: Verteilen Sie etwa eine Handvoll des selbstgemachten Desinfektionsmittels auf Ihrer Hand und verreiben Sie es gründlich.

Desinfektionsmittel selbst mischen: Rezept 2

  • Isopropylalkohol 99,8 %: 750 ml
  • Wasserstoffperoxid 3%: 45 ml
  • Glycerin 98 %: 15 ml
  • Abgekochtes Wasser: 190 ml

Herstellung: Vermischen Sie die Zutaten in einem verschließbaren Behälter und schütteln Sie diesen gut durch.

Anwendung: Verteilen Sie etwa eine Handvoll des selbstgemachten Desinfektionsmittels auf Ihrer Hand und verreiben Sie es gründlich.

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Hinweise zu den selbstgemachten Desinfektionsmitteln:

Die WHO weist in ihrer Anleitung auf folgende Informationen hin:

  • Nur zu äußeren Anwendung.
  • Bewahren Sie das Desinfektionsmittel unzugänglich für Kinder auf.
  • Vermeiden Sie Augenkontakt mit dem Mittel.
  • Entflammbar: Halten Sie das Mittel fern von Feuer und großer Hitze.
  • Ethanol trocknet die Haut aus, das Glycerin kann bis zu einem gewissen Grad dagegen vorbeugen. Gekaufte Mittel schützen die Haut jedoch besser vor Austrocknung. Aus diesem Grund sollte das selbstgemachte Desinfektionsmittel auch nur als Notlösung dienen.

Bitte beachten Sie: Kein Desinfektionsmittel kann zu 100 % alle Bakterien und Keime abtöten. Wenden Sie sich bei verdächtigen Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt und halten Sie sich in Bezug auf das Coronavirus an die Informationen des Bundesgesundheitsministeriums oder des Robert Koch-Instituts.

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Wir werden nicht Teil dieses Verbrechens sein!

Gemeinsame Erklärung, 3.3.2020

Gemeinsame Erklärung, 3.3.2020

Wieder einmal benutzt Erdoğan Flüchtlinge als politische Schachfiguren. Wieder einmal werden Menschenrechtsverteidigende aus verschiedenen Bereichen und Ländern Zeugen einer illegalen und unmenschlichen Situation an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei.

Offizielle Zahlen sind nicht verfügbar, aber es ist klar, dass Tausende von Flüchtlingen, darunter eine große Anzahl von Minderjährigen, von Erdoğan manipuliert wurden und nun zwischen zwei Grenzen festsitzen, ohne die Chance nicht nur auf Asylverfahren, sondern auch auf angemessene Nahrung, sauberes Wasser und eine Unterkunft zu haben. Es gibt ernsthafte Berichte über Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten, und es ist auch bekannt, dass etwa hundert Personen, die die Grenze überschritten haben, bereits von den griechischen Behörden festgenommen wurden. Abgesehen von dieser neuen Situation, besteht die inakzeptable Lage in den griechischen Brennpunkten nach wie vor, und im Mittelmeer sterben Menschen.

Es ist erneut notwendig, die europäischen Regierungen an ihre Verpflichtung zur Einhaltung der Grundsätze des Völkerrechts und der Menschenrechte zu erinnern.

Die gegenwärtige Notlage der Migrantinnen und Migranten an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland liegt nicht nur in der Verantwortung dieser beiden Länder. Die europäischen Staaten sind für diese Krise direkt verantwortlich, zusätzlich zu der schrecklichen Situation in den griechischen Krisenherden und im Mittelmeer. Diese Katastrophe ist eine direkte Folge der unrechtmäßigen und inoffiziellen Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei. Diese Vereinbarung sollte unverzüglich aufgehoben werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Türkei kein sicheres Land für Migrantinnen und Migranten ist, und dessen Erklärung zu einem sicheren Drittland ist eine klare Verletzung der Menschenrechte. Die vom türkischen Staat vorgeschlagenen ›sicheren Zonen‹ in Syrien sind völkerrechtswidrig.

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