mit fast 70 in Rente

Dietmar Bartsch (@DietmarBartsch)
Warum nicht gleich 80 Jahre? Die #Rente ist nicht unter Druck, weil Menschen älter werden, sondern weil es dringenden Reformbedarf gibt. Warum zahlen nur Arbeitnehmer in die gesetzliche Rente ein, während Beamte, Selbstständige & auch Politiker ExtraSysteme haben? #Renteneintritt

Bundesbank-Vorschlag: Erst mit fast 70 in Rente | tagesschau.de

Die Rente mit 67 war lange umkämpft. Doch seit ihrer Einführung ist die Lebenserwartung weiter gestiegen. Experten halten daher eine erneute Anhebung für nötig. Die Bundesbank hat nun eine konkrete Zahl vorgeschlagen. 

Die Bundesbank regt an, das Rentenalter bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate anzuheben. „Durch die demografische Entwicklung gerät die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung künftig unter erheblichen Druck, insbesondere ab Mitte der 2020er-Jahre“, stellt die Notenbank in ihrem Monatsbericht Oktober fest. Auch internationale Organisationen wie EU-Kommission, IWF und OECD hätten nahegelegt, „das Rentenalter mit steigender Lebenserwartung weiter anzuheben“.

Durch den späteren Beginn der Rente soll verhindert werden, dass das Rentenniveau künftig zu tief sinkt. Das jüngste Rentenpaket der Bundesregierung sichert bis 2025 das Absicherungsniveau bei 48 Prozent ab – dieses markiert das Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn. Für die Zeit danach rechnen Experten mit einem sinkenden Rentenniveau und steigenden Beiträgen. Deshalb sieht die Bundesbank Reformbedarf: „Andernfalls steigen die Ausgaben auf Dauer deutlich stärker als die Einnahmen“, warnen sie.

Länger arbeiten für stabiles Rentenniveau

Daher soll bis 2070 das Renteneintrittsalter mit Weiterlesen mit fast 70 in Rente

Nach #Attac verliert nun auch #Campact seine #Gemeinnützigkeit.

Bernd Riexinger (@b_riexinger)
Nach #Attac verliert nun auch #Campact seine #Gemeinnützigkeit. Während große Unternehmensstiftungen keine Steuern zahlen, werden kritische Vereine, die sich für #Demokratie und #Gerechtigkeit einsetzen, finanziell gegängelt. Das ist ein verheerendes Signal für Bürgerinitiativen!

Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale

Eine Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung.  

9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie gingen sie mit dieser «Schocktherapie» um? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche?  

Davon erzählt die Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie gibt einen Einblick in die Vielzahl der Lebenswege. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft. Die meisten ostdeutschen Familien waren vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen, ihr ausgeliefert. Sie erlebten die Treuhandanstalt als Schicksalsmacht.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lässt Zeitzeug*innen zu Wort kommen, deren Lebensgeschichte durch das Agieren der Treuhandanstalt unmittelbar beeinflusst wurde. Sie waren zur Wendezeit beispielsweise Schlosser auf der Neptunwerft Rostock, Kranführerin im Stahlwerk Riesa, Maurer im Chemiekombinat Buna, Kumpel im Kaliwerk Bischofferode oder Fernsehelektronikerin in Oberschöneweide. Als lebensgroße Porträts treten sie den Besucher*innen in der Ausstellung buchstäblich auf Augenhöhe gegenüber und berichten von ihren Erfahrungen. Über QR-Code können kurze Sequenzen aus ihren Erzählungen angehört werden, in denen sich die damalige Stimmungslage auch heute noch widerspiegelt.

Dabei zeigt sich: Die hier geschilderten Erlebnisse und Empfindungen stehen beispielhaft für die Lebensgeschichten von Millionen Ostdeutscher, die durch Privatisierungen, Betriebsschließungen und Massenentlassungen – zeitweilig oder dauerhaft – an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Besonders bitter für die Betroffenen war, dass die Treuhandanstalt auf individuelle Lebensleistungen, berufliche Qualifikationen und Kenntnisse aus 40 Jahren DDR ebenso wenig Rücksicht nahm wie auf Emanzipationserfahrungen der Jahre 1989/90. 

Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung: «Bisher teilen vor allem Politiker, Wissenschaftler und Historiker ihre Erinnerungen an die politische Wende und die Arbeit der Treuhandanstalt. Die Folgen der Privatisierungspolitik der Treuhandanstalt haben ganze Generationen von DDR-Bürgern getroffen. Sie haben unverschuldet ihren Arbeitsplatz verloren und mussten um ihre Existenzgrundlage kämpfen. Viele reden nicht gern über die Zeit, weil sie sich gedemütigt fühlten. Für jüngere und künftige Generationen ist es wichtig, dass Betroffene ihre Treuhandgeschichte(n) aus ostdeutscher Perspektive erzählen. Wir wollen den individuellen Blick zurück der Eltern- und Großelterngeneration verbinden mit einer Debatte über die politische Aufarbeitung der Folgen der Treuhandpolitik. Es ist Zeit, den Weg der deutschen Einheit neu zu reflektieren und den Weg nach vorn zu richten. Das Versprechen der gleichberechtigten sozialen und demokratischen Teilhabe ist 30 Jahre nach der Wende noch nicht erfüllt. Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Demokratie müssen in eine neue Balance gebracht werden.»

In der von Rohnstock-Biografien kuratierten Ausstellung werden die Berichte der Betroffenen gerahmt durch die Geschichte volkseigener Betrieben und Kombinate, deren Schicksal unter dem Regime der Treuhandanstalt nachgezeichnet wird. Auch sie stehen exemplarisch dafür, wie die Treuhandanstalt mit dem volkseigenen Vermögen der DDR-Bürger*innen umging. Historisch und politisch eingeordnet wird das Agieren der Treuhand durch den Wirtschaftshistoriker Jörg Roesler, die Politiker Christa Luft, Hans Modrow und Bodo Ramelow sowie den DDR-Oppositionellen Bernd Gehrke. 

Termine:

  • Eröffnung der Ausstellung in Erfurt (20.-29.8.)
  • Eröffnung der Ausstellung in Dresden (3. – 25.9.)
  • Eröffnung der Ausstellung in Crimmitschau (30.9. – 28.10.)
    30. September 2019, 18.30 Uhr
    Sächsisches Industriemuseum/Tuchfabrik, Leipziger Straße 125
    Mit Christa Luft (Wirtschaftsministerin in der Modrow-Regierung), Peter Porsch (Vorstandsvorsitzender Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen) und Zeitzeug*innen
  • Eröffnung der Ausstellung in Berlin (29.10. – 2.12., ganztägig geöffnet)
    29. Oktober 2019, 17 Uhr

    Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
    Mit Jan Korte (MdB und Mitglied des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Christa Luft (Wirtschaftsministerin der Modrow-Regierung) und Zeitzeug*innen
  • Eröffnung der Ausstellung in Lauchhammer (4.11. – 23.11.)
    4. November 2019, 18 Uhr

    Friedensgedächtniskirche, Kirchstraße 1, 01979 Lauchhammer
    Mit Axel Troost (Senior Fellow für Wirtschaftspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Zeitzeug*innen
    In Kooperation mit dem Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V. 
  • Eröffnung der Ausstellung in Schwerin(6.12. – 10.1.)
    6. Dezember, 18 Uhr

    Schleswig-Holstein-Haus und Volkshochschule, Puschkinstraße 12 und 13, 19055 Schwerin
    Mit Angelika Gramkow (Oberbürgermeisterin von Schwerin a. D.), Jörg Böhm (stellv. Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern), Katharina Schlaack (Geschäftsführerin der Rosa-Luxemburg-
    Stiftung Mecklenburg-Vorpommern) und Zeitzeug*innen
  • Eröffnung der Ausstellung in Frankfurt/Oder (6. – 24.1.)
    6. Januar, 17 Uhr
    Europa-Universität Viadrina, Gräfin-Dönhoff-Gebäude, Foyer, Europaplatz 1, 15230 Frankfurt (Oder)
    Mit René Wilke (Oberbürgermeister der Stadt), Christian Hoßbach (Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg) und Zeitzeug*innen
     

Folder zur Ausstellung

Das Buch «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» mit den Erzählungen der Zeitzeug*innen erscheint parallel zur Ausstellung und ist dort kostenlos erhältlich.

  • Ausstellungskonzept und Kuratorin: Katrin Rohnstock und Team, www.rohnstock-biografien.de
  • Grafikkonzept: Hanka Polkehn
  • Fotografin der Erzähler*innenporträts: Ina Schoenenburg

Käpt’n Reisch findet seine Mission

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2IyMjBjZWY2LWZiYjEtNDBmMy05MTk4LTNiYWIwNWM1MDc4Ng/

21.10.2019 Lebenslinien ∙ BR Fernsehen

Website
https://www.br.de/mediathek//video/av:5d78e69fe364e90013e0d2bf

Url
https://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtCCBLzGiLC1uwQoNA4p_AQS/_AES/_AkG_-kf_71S/b220cef6-fbb1-40f3-9198-3bab05c50786_C.mp4

Claus-Peter Reisch (58) wächst in München-Giesing als Sohn eines Werkzeugmachers und Sanitärtechnikers auf. Mit seinem Vater teilt er die Faszination für Technik, doch als Teenager zieht es ihn zunächst mit dem Moped in die Ferne.
In Starnberg darf er in einem Segelclub aushelfen – und lernt dabei segeln.
Als es ihn schließlich nach Spanien verschlägt, nimmt ihn ein Münchner Ehepaar in seinem Hoch…..

Claus-Peter Reisch gönnt sich nach einer erfolgreichen Karriere als Unternehmer eine Auszeit: Er bricht zu einer Segeltour im Mittelmeer auf. Als er dabei auf Überreste von Flüchtlingsbooten stößt, ist er tief erschüttert und stellt sich einer Hilfsorganisation zur Verfügung. Als Kapitän der „Lifeline“ rettet er 234 Menschen, bringt sie nach Malta und erregt internationales Aufsehen.

Bildquelle: BR