»Fridays for Future«: Organisatorin hält Flughafenblockaden für legitim

Aktivistin Luisa Neubauer mit den Teilnehmern der Klimademonstra

Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB

Aktivistin Luisa Neubauer mit den Teilnehmern der Klimademonstration »Fridays for Future« in Berlin (16.8.2019)

Hamburg. Luisa Neubauer, eine der Hauptorganisatorinnen von »Fridays for Future« in Deutschland, befürwortet Aktionen des zivilen Ungehorsams im Kampf für effektiven Klimaschutz. Der Wochenzeitung Die Zeit sagte Neubauer laut einem Bericht am Mittwoch, sie finde es vertretbar, Brücken oder Flughäfen lahmzulegen, um den Forderungen von Klimaschützern Nachdruck zu verleihen. Auf die Frage, ob sie derartige Aktionen der Gruppe »Extinction Rebellion« für legitim halte, sagte Neubauer: »Ja. Wir brauchen ein breites Spektrum an Aktionen, um den Druck auf die Politik zu erhöhen. Dazu gehören angemeldete Demonstrationen wie bei ›Fridays for Future‹, aber auch Formen des zivilen Ungehorsams.«

Angesprochen auf die Kapitalismuskritik aus den Reihen von »Fridays for Future« stimmt Neubauer der These zu, dass das System in Frage gestellt werden müsse. »Durch die Art, wie wir wirtschaften, wird global gesehen die Hälfte der Menschheit ausgebeutet. Ich finde es alles andere als radikal, zu sagen, diese Art zu leben kann nicht Bestand haben.« Der fossile Kapitalismus könne in seiner jetzigen Form das 21. Jahrhundert nicht überleben. (jW)

jW am Kiosk 19.9.

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