Plastikatlas 2019

Plastikatlas 2019

Inhalt

Unser Planet versinkt im Plastik: Es ist im Boden, im Wasser, in der Luft. Doch Müllstrudel im Meer und Abfallhalden gigantischen Ausmaßes sind nur die eindrucksvollsten Auswirkungen der Plastikkrise. Wir essen Plastik, tragen Plastik als Kleidung am Körper und schmieren uns Mikroplastik aus Kosmetik ins Gesicht. Neben der Klimakatastrophe und dem Artensterben ist die Bewältigung der Plastikkrise die dritte große Herausforderung für die Menschheit.

Der „Plastikatlas“ umreißt das Ausmaß der Plastikkrise und verdeutlicht, dass die wahren Gründe für die Verschmutzung unserer Umwelt mit Plastik nicht ein Problem der Entsorgung oder der Verbraucher*innen sind, sondern dass insbesondere international agierende Unternehmen ihrer großen Verantwortung nicht nachkommen.

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10 Millionen Plastikflaschen pro Stunde

Weltweit sind in den vergangenen 60 Jahren rund 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert worden. Das entspricht mehr als einer Tonne pro Mensch, der heute auf der Erde lebt. Die Zahlen gehen aus dem „Plastikatlas 2019“ hervor, den der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stifung vorgestellt hat.

Den größten Teil davon machen Einwegprodukte und Verpackungen aus. Und der Berg wächst: Allein der Gertränkehersteller Coca-Cola verbraucht dem Atlas zufolge jährlich 88 Milliarden Einwegflaschen – pro Stunde wären das gut 10 Millionen Flaschen in einer Stunde! Aneinandergereiht würden die Flaschen 31 Mal zum Mond und zurück reichen.

Die in Deutschland jährlich produzierten Plastikflaschen würden 13 Mal bis zum Mond reichen. Insgesamt sorgt den Erhebungen zufolge jeder Bundesbürger im Jahr für durchschnittlich 38 Kilogramm Plastikmüll. Deutschland gehört damit zu den größten Verursachern in Europa.