Schluss mit dem Wachstumsmantra

Die Frage, die der Beitrag diskutiert: Was hat Wachstum uns bislang gebracht? Ökosysteme kollabieren, unsere Lebensgrundlagen sind in einem katastrophalen Zustand, wir haben dem Planeten einen schnellen Klimawandel beschert. Und wie geht es den Menschen und der Gesellschaft? Da wir in den letzten Jahrzehnten stetes Wirtschaftswachstum genossen, müsste es uns doch gut gehen, vor allem unsere Kinder und Enkel müssten glänzende Perspektiven haben. Aber der Befund ist gegenteilig: Den öffentlichen Haushalten fehlt Geld, die gewachsenen Ressourcen sind abgewandert.

Wir mussten einen Mindestlohn einführen, die Rente reicht bald nicht mehr zum Leben, die Mieten sind unbezahlbar. Die Kinderarmut ist beschämend. Wohlstand und Lebensqualität durch Wachstum? Nein. Zudem gefährdet unser Lebensstil Gesundheit und Lebensgrundlagen in Ländern, die landwirtschaftliche und industrielle Güter für uns produzieren.
 

Wer die Zukunft der Menschheit sichern will, muss weiteres Wirtschaftswachstum verhindern.

Die Deutsche Umweltstiftung erwägt deshalb den Start einer langfristigen Kampagne zur Förderung einer Zukunft, die sich vom Mantra des Wachstums emanzipiert. Wir wollen darin beispielhaftes Engagement vorstellen, politische Argumente liefern und konkrete Tipps für individuelle Handlungsmöglichkeiten vorstellen.

Wie alle Kampagnen der Deutschen Umweltstiftung in der Vergangenheit wird auch diese vollständig auf ehrenamtliches Engagement setzen. Wir laden unsere Freunde, Förderer und Stifter dazu ein, sich an der Planung und Umsetzung dieser Kampagne zu beteiligen. 

Bei Interesse an einer Mitwirkung freue ich mich über eine Antwort ….
 

Gemeinsam können wir viel erreichen!

  Herzlichst, Jörg Sommer joerg.sommer@deutscheumweltstiftung.de
Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung

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#unteilbar denken – ein öffentlicher Think Tank

unteilbar denken

19. März 2019
HAU1, Hebbel am Ufer, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin.
Beginn: 19 Uhr | Einlass ab 18 Uhr

Am 13. Oktober 2018 folgten in Berlin eine Viertelmillion Menschen dem Aufruf #unteilbar und setzten ein beeindruckendes Zeichen für eine solidarische Gesellschaft. Sie zeigten, dass die Zivilgesellschaft angesichts entsicherter Zeiten, stärker werdendem Hass und politischem Autoritarismus – trotz unterschiedlicher Perspektiven und Ausgangspunkte – zusammensteht.

#unteilbar steht für eine offene und freie Gesellschaft der Vielen – wir kämpfen gemeinsam gegen jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Antifeminismus, gegen die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten, gegen Sozialabbau und Verarmung – für eine offene und solidarische Gesellschaft.

Gemeinsam mit dem #unteilbar-Team und der feministischen Theoretiker*in und Soziolog*in Sabine Hark (Wir Machen Das) lädt das HAU Hebbel am Ufer zu einer Reihe öffentlicher Think Tanks ein, die einen Reflexionsprozess über Potenziale von „#unteilbar-Politiken“ und mögliche Allianzen anstoßen sollen. An einem runden Tisch diskutieren Akteur*innen aus dem #unteilbar-Spektrum – offen, kontrovers und konstruktiv. Den Auftakt bildet eine Diskussion zu „schwierigen Solidaritäten“. Nach einem Impulsvortrag von Sabine Hark sprechen:

mit Margarita Tsomou, Kuratorin HAU Hebbel am Ufer, und Sabine Hark über Möglichkeiten und Schwierigkeiten solidarischen Handelns.

Die Veranstaltung wird im Livestream übertragen.

Weitere Informationen bei Facebook und auf der Website vom HAU.