Letzter Vorhang für Linkes Theater?

http://www.melodieundrhythmus.com/mr-4-2017/letzter-vorhang-volksbuehne/

Foto: DPA / Paul Zinken
Kritiker sehen in der neoliberalen Zurichtung von Spielstätten den Verlust einer originär gesellschaftskritischen Institution

»Gutes Theater ist immer linkes Theater.« Wie sehr das von Grips-Theater-Gründer Volker Ludwig zur Prämisse erhobene Programm der Emanzipation und kritischen Aufklärung die Diskussionen um den Umbau der Stadttheater-Landschaft bestimmt, zeigt sich im oft bemühten Bild der »feindlichen Übernahme« der Institutionen durch einen die neoliberale Kulturagenda durchsetzenden Manager. So befürchteten die Unterzeichner des Offenen Briefs vom Juni 2016, der sich gegen die Ernennung von Tate-Direktor Chris Dercon als Intendant der Berliner Volksbühne wandte, einen substanzlosen, da politisch indifferenten Spielplan: »Die künstlerische Verarbeitung gesellschaftlicher Konflikte wird zugunsten einer global verbreiteten Konsenskultur mit einheitlichen Darstellungs- und Verkaufsmustern verdrängt.« Drohen sich die Spielstätten hierzulande ihrer kritischen Perspektive Weiterlesen Letzter Vorhang für Linkes Theater?

Werbeanzeigen