128 Stimmen: Achtungserfolg für Christoph Butterwegge

https://www.neues-deutschland.de/m/artikel/1041606.stimmen-achtungserfolg-fuer-christoph-butterwegge.html
Werte und Worthülsen auf der Bundesversammlung / Frank-Walter Steinmeier will um seine Kritiker werben

12.02.2017
Armutsforscher Christoph Butterwegge erhält 128 Stimmen
Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Christoph Butterwegge atmet einmal tief durch und sieht sichtlich erleichtert aus. Soeben hat Bundestagspräsident Norbert Lammert verkündet, dass der Kölner Politikwissenschaftler in der Bundesversammlung 128 Stimmen erhalten hat. Das reicht für den parteilosen Kandidaten der Linkspartei natürlich nicht, um Bundespräsident zu werden. Aber immerhin hat Butterwegge einen Achtungserfolg erzielt. Denn der Armutsforscher hat auch einige Stimmen aus anderen Parteien erhalten. Entsprechend groß ist der Beifall in der Delegation der Linkspartei, die mit 95 Vertretern in der Bundesversammlung sitzt. Weiterlesen 128 Stimmen: Achtungserfolg für Christoph Butterwegge

Ein eiskalter Untertan

https://www.jungewelt.de/2017/02-11/069.php
Joachim Gauck war ein Kasperle des Kapitals. Die Bundesversammlung wählt am Sonntag einen neuen Bundespräsidenten, der alte tritt ab
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Gepuderter Bellizist, der tonnenschwere Sätze spricht, heult und deutschen Kriegen seinen Segen erteilt. Joachim Gauck, hier am 19. Dezember 2012 im Bundeswehr-Feldlager »Camp Marmal« in Afghanistan vor Tafeln, die an gefallene Soldaten des von der NATO geführten Krieges am Hindukusch erinnern
Foto: Fabrizio Bensch/Reuters
Jürgen Roth lebt als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main.
Deutschland hat mehr Arbeit als je zuvor, es ist im Ausland beliebt wie nie, und Fußballwelt­meister sind wir auch.

Joachim Gauck, Weihnachtsansprache 2014
Es wird einem schlecht, sobald er den Mund aufmacht. Und er hat ihn in den vergangenen fünf Jahren oft, allzuoft, ja geradezu unermüdlich auf- und vermutlich nicht mal im präsidialen Schlafe zugesperrt.
Sogar eine gekürzte Hörbuchfassung seiner behämmerten Memoiren »Winter im Sommer – Frühling im Herbst« musste er partiell partout höchstselbst einlesen. Nichts und niemand, kein prächtiges öffentliches Amt und kein Lektor, vermochte ihn davon abzuhalten, solche Formulierungsgranaten und Satzböller abzufeuern (ich habe nur eineinhalb Kapitel durchgestanden): »Erinnerungsbilder, die meine Seele aufbewahrt«, »das Haus, der Baum, der Himmel – hell«, »Ich spüre, ich bin einer, der dazugehört. Tante Marianne hat mich geborgen.«
Wenn je ein Schleimer war, dann kam er 1940 in Rostock zur Welt, und die Meinung, die der nachmalige Feldkurat vom Bodden von sich zu haben pflegt, dürfte von früh an »die beste« (Thomas Bernhard) gewesen sein; eine Meinung zudem, in der die Lüge seit mindestens 1988, als er sich auf irgendeinem kreuzdummen Kirchentag zum erstenmal vorsichtig zum Deviationisten stilisierte, eine behagliche Heimstatt findet: »Das Schicksal unseres Vaters«, der, gleich der Mutter, ein strammer Nazi und in den Gulag verschleppt worden war, »wurde zur Erziehungskeule. Die Pflicht zur unbedingten Loyalität gegenüber der Familie schloss auch die kleinste Form der Fraternisierung mit dem System aus.«
Verachtung der Benachteiligten
Sauber geschummelt, zumindest, was seinen späteren Werdegang als Pfaffe anbelangt; allein, Weiterlesen Ein eiskalter Untertan

Landgericht – Geschichte einer Familie 

https://www.zdf.de/
https://www.zdf.de/filme/landgericht/videos/landgericht-geschichte-einer-familie-1-100.html

(1)

Nach dem Roman „Landgericht“ von Ursula Krechel – Historischer Zweiteiler
1313

Eine Familie, die Verfolgung und Exil in der Nazizeit überlebt, wagt nach Kriegsende in Westdeutschland einen Neuanfang. Doch die Jahre der Trennung haben deutliche Spuren hinterlassen.
96 min

30.01.2017

Video verfügbar bis 28.07.2017, 23:59

Deutschland , Tschechien , Kuba 2017

Freigegeben ab 12 Jahren

Berlin, 1938: Richard Kornitzer sieht nur einen Weg, der Verfolgung durch das Nazi-Regime zu entkommen. Er muss mit seiner Familie Deutschland verlassen. Die Kinder werden nach England geschickt, er selbst flieht nach Kuba. Seine Frau Claire bleibt allein zurück.
Der promovierte Jurist Richard Kornitzer hat schon als junger Mann Aufsehen erregende Fälle als Richter verhandelt. Seine Ehefrau Claire ist eine Frau mit Stil und hat erfolgreich ihre eigene Werbefilmfirma gegründet. Dass Richard Jude ist, hat nie eine Rolle gespielt. Bis vor ein paar Jahren. Richard darf inzwischen nicht mehr als Jurist arbeiten, Claire hat ihre Firma verloren. Schweren Herzens haben sich die beiden entschlossen, ihre Kinder Georg und Selma in Sicherheit zu bringen. Mit einer Hilfsorganisation schicken sie sie nach England. 
Kurz nach dem Abschied von den Kindern erhält Richard ein Visum für Kuba und muss Claire allein in Berlin zurücklassen. Die Gestapo nimmt ihr ihre letzten Wertgegenstände und damit die Chance, ein Visum für sich zu bezahlen. Als Claire schließlich ohne Arbeit, Besitz und Geld ist, wird sie leichte Beute für den Gestapo-Hauptmann. Claire flieht mit nur einem Koffer aus Berlin und findet auf einem Bauernhof im Schwäbischen Zuflucht.
Während Richard mühsam im kubanischen Exil Fuß fasst, nehmen die Kinder in England vor ihrer übergriffigen Gastfamilie Reißaus. In den Kriegswirren landen sie in einem Kinderheim und müssen glauben, dass ihre Mutter tot ist. Georg übersteht nur durch Selmas aufopfernde Pflege eine Gelbsucht. Schließlich nimmt die liebevolle Familie Hales beide Geschwister bei sich auf. 
Der Briefkontakt zwischen den Familienmitgliedern ist schon längst abgerissen, als Richard das Kriegsende in Kuba feiert. Leidenschaftlich hat er sich in die junge Lehrerin Charidad verliebt und ist erneut Vater geworden. 1947 hält er dann einen Brief von Claire in Händen – den ersten seit fast zehn Jahren. Er hat diesen Moment herbeigesehnt und gefürchtet – und muss sich entscheiden: Kehrt er nach Deutschland zurück?
Darsteller
Richard Kornitzer – Ronald Zehrfeld

Claire Kornitzer – Johanna Wokalek

Mrs. Hales – Saskia Reeves

Hans Buch – Felix Klare

Jonathan Roth – Christian Berkel

Hilde Richter – Ulrike Kriener

Mary – Kate Dickie

William Reverend – Ian McElhinney

Johannes Lenau – Alexander Beyer

Charidad – Edenys Sanchez

Rodolfo Santiesteban Cino – Carlos Leal

Martha Pfempfle – Eva Löbau

Otto Sieverking – Aljoscha Stadelmann

und andere –

Stab
Regie – Matthias Glasner

Drehbuch – Heide Schwochow

30.01.2017

Filme | Landgericht Landgericht

Teil 2: https://www.zdf.de/filme/landgericht/videos/landgericht-geschichte-einer-familie-2-100.html

Heribert Prantl zur LG Hamburg-Entscheidung zu Böhmermanns Text

Quelle: VDJ – Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. | http://www.vdj.de

In einem Kommentar in der SZ vom 10.02.2017 greift Heribert Prantl die Entscheidung des LG Hamburg scharf an: „Ohne die entsprechenden Passagen ist Böhmermanns Text nicht mehr zu gebrauchen und nicht mehr zu verstehen. Das Urteil des Hamburger Landgerichts ist Unsinn“.
www.sueddeutsche.de/medien/urteil-im-fall-boehmermann-man-kann-das-schmaehgedicht-nur-ganz-oder-gar-nicht-verbieten-1.3373005

TTIP, CETA – so nicht mit uns:

Quelle: VDJ – Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. | http://www.vdj.de

 „Menschenrechte als uneingelöstes Versprechen – Nachhaltigkeit, Arbeits- und Sozialstandards in EU- Handelsabkommen“
Brot für die Welt, das Forum Umwelt und Entwicklung, Unternehmensgrün und ver.di kritisieren in einer am 07.02.2017 vorgestellten gemeinsamen Studie – verfasst von Thomas Fritz – die fehlende Berücksichtigung von Menschenrechten in der EU Handelspolitik. Die EU habe es versäumt, dringend notwendige Reformen vorzunehmen, die eine menschenrechtsbasierte und sozial-ökologisch nachhaltige Handelspolitik gewährleisteten.
Zentrales Thema der Studie ist u.a. die Frage inwieweit Instrumente wie die Menschenrechtsklausel und die Nachhaltigkeitskapitel die mit ihnen geweckten Erwartungen erfüllen können. Es gibt eine Analyse der Ausgestaltung, der Reichweite und der Effizienz diese Ansätze. Bewertungsmaßstab sind dabei unter anderem die sozialen, menschrechtlichen Verpflichtungen der Europäischen Union.
www.forumue.de/wp-content/uploads/2017/02/Menschenrechte-als-uneingel%C3%B6stes-Versprechen.pdf