Rückkehr der Hoffnung. Für eine offensive Doppelstrategie

Rückkehr der Hoffnung. Für eine offensive Doppelstrategie

Die Zukunft ist abhanden gekommen. Die neoliberale Utopie ist erschöpft, aber ebenso sind es die linken Alternativen. Die Jahrzehnte eines zunächst konservativ-orthodoxen Neoliberalismus von Thatcher bis Kohl, seiner Verallgemeinerung unter den Regierungen Blair bis Schröder und schließlich seine autoritäre Vertiefung und Verankerung in den Jahren der Krise haben soziale Ungleichheiten und eine Polarisierung der Gesellschaft bewirkt, die kaum noch zu beherrschen ist. Die strukturelle Krise ist nicht gelöst und sie lässt sich im alten Rahmen auch nicht lösen. Die Versuche, den Finanzmarkt-Kapitalismus zu stabilisieren, verlängern nur die Agonie und zerreißen die Europäische Union und unsere Gesellschaften. Die Situation ist jedoch nicht durch Aufbruch gekennzeichnet, vielmehr gilt ein altes Zitat von Gramsci: „Das Alte stirbt, das neue kann nicht zur Welt kommen. Es ist die Zeit der Monster“. Ein solches Monster ist die neue Rechte in ihren verschiedenen Formen.
Das politische Feld wird gegenwärtig nicht entlang der Konfliktlinie links gegen rechts strukturiert, sondern entlang der Polarisierung zwischen einem liberalen und einem illiberalen Kapitalismus, zwischen der Verteidigung des globalisierten Kapitalismus mit veränderten Mitteln (Clinton, Merkel, May usw.) und der Wendung hin zu einem sozial-nationalen und autoritären ethnorassistischen Festungskapitalismus (Trump, Le Pen, Petry usw.). Die gute Nachricht ist: Weiterlesen Rückkehr der Hoffnung. Für eine offensive Doppelstrategie

Werbeanzeigen

Umbrüche und Kontinuitäten: Von den Weltkriegen zum „permanenten Krieg“?

Verlag Winfried Jenior: Kassel 2014, 240 S., EUR 15,-; ISBN: 978-3-934377-79-0 
Mit Beiträgen von Detlef Bald, Johannes M. Becker, Erhard Crome, Florence Hervé, Margret Johannsen, Kai Köhler, Uwe Krüger, Alexander Lurz, Kurt Pätzold, Anne Rieger, Thomas Roithner, Clemens Ronnefeldt, Werner Ruf, David Salomon, Ulrich Sander, Kerstin Seifer, Peter Strutynski, Bernhard Trautvetter, Joachim Wahl, Ramina Yachkaschi

Jetzt im Buchhandel oder bei uns erhältlich.

Bestellen: AG Friedensforschung, Tel. 0561/93717974; e-mail: strutype@uni-kassel.de 

Europa geht auch solidarisch!

– Europa geht auch solidarisch! Streitschrift für eine andere Europäische Union.Von Klaus Busch, Axel Troost, Gesine Schwan, Frank Bsirske, Joachim Bischoff, Mechthild Schrooten, Harald Wolf http://www.axel-troost.de/article/9298.europa-geht-auch-solidarisch-streitschrift-fuer-eine-andere-europaeische-union.html

Inhaltsverzeichnis und Zusammenfassung der Kapitel 

Der Onlinehandel in Deutschland

https://www.verdi-bub.de/
Digitalisierung ist das beherrschende Thema in der Wirtschaft – so auch im deutschen Einzelhandel. Das Internet verändert die gesamte Handelslandschaft in einem rasanten Tempo. Viele sprechen von der zweiten Revolution im Handel – nach der Einführung der Selbstbedienung. Die Beziehungen zwischen Industrie, Handel und Verbrauchern verändern sich nachhaltig. Umsätze verlagern sich von der Fläche ins Netz. Ist das Internet ein Ladenkiller? Führt der Onlineboom zur Verödung der Städte? Heißt es bald „alles online“ – oder stößt der E-Commerce an seine Grenzen?
E-Commerce = Elektronischer Handel. Wird auch als Internethandel oder Onlinehandel bezeichnet.

Daten und Fakten
Der Onlineumsatz hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Die Angaben differieren je nach Erhebungsmethode: Demnach wurden 2015 Umsätze im Umfang zwischen 42 und 47 Mrd. Euro per Mausklick ausgelöst. Die Zuwachsraten liegen im zweistelligen Bereich.
Der Marktanteil am Einzelhandelsumsatz beträgt derzeit rund zehn Prozent. Bis zum Jahre 2020 dürfte der Onlineumsatz weiter überproportional zulegen – auf einen Marktanteil von dann 15 bis 20 Prozent. Eine immer größere Rolle spielt dabei das mobile Internet, also der Kauf mittels Smartphones und Tablets.
Rund 85 Prozent der Händler vertreiben derzeit ihre Ware (auch) online, über eigene Online-Shops oder über diverse Marktplätze. 
Die Online-Umsätze hierzulande konzentrieren sich auf Weiterlesen Der Onlinehandel in Deutschland

Wie Handelsabkommen Wege zu nachhaltigen Finanzmärkten verbauen.

http://www.axel-troost.de/article/9328.finanzmarktreform-gemeinwohlinteressen-staerken.html

Finanzmarktreform: Gemeinwohlinteressen stärken

Von Suleika Reiners
Stiftung World Future Council, Oktober 2016

In Kanada, den USA und der Schweiz gibt es eine Schuldenbremse für Banken: Das Bankgeschäft muss zu mindestens fünf Prozent der risikoungewichteten Bilanzsumme aus Eigenkapital finanziert sein. Die verbleibenden 95 Prozent dürfen aus Verschuldung stammen. Für US-Banken erhöht sich die Mindest-Eigenkapitalquote auf sechs Prozent, wenn sie unter den Schutz der Einlagensicherung fallen. In der EU wird über eine Eigenkapitalquote von gerade einmal drei Prozent diskutiert. All das ist viel zu gering

(…)
Inhalt
1 Finanzmarktreform und Gemeinwohlinteressen: Nachholbedarf S.4

Eigenkapital – Schuldenbremsen für Finanzinstitute S.4

Schattenbanking – Schuldenbremsen für Finanzgeschäfte S.6

Nahrungsspekulation, Rohstoffspekulation und Hochfrequenzhandel – Handelshemmnisse erwünscht S.6

Vorsorgeprinzip für Finanzmärkte – ein Paradigmenwechsel S.8

Lobbyismus – öffentliche Interessenvertretung stärken S.9

2 Zuviel Finanzmarkt: Unproduktive Risiken S.10

Finanzmärkte und Wachstum – Zenit überschritten S.10

Eigenkapitalersatz – neue Systemrisiken I S.11

Europäische Kapitalmarktunion – neue Systemrisiken II S.11

3 Standards auf den Finanzmärkten erhöhen: Wege S.12

G20 und Finanzstabilitätsrat demokratisieren und mit der UNO kooperieren S.12

Nationale Vorreiterpolitiken ermöglichen S.13

Gastlandaufsicht versus „Gegenseitige Anerkennung“ und Heimatlandaufsicht S.14

Lob der Diversität versus Gefahr der Divergenz S.15

4 Handelsabkommen: Reformbremsen S.16

TTIP, CETA, TPP, TiSA & Co – Gemeinwohlinteressen als Handels- und Geschäftshemmnis S.16 Regulatorische Eiszeit – Weichen für stagnierende und sinkende Standards S.17

„Regulatorische Kooperation“ und „Better Regulation“ – Euphemismen für tendenziell sinkende Standards S.18

Steigende Systemrisiken, Steuervermeidung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche S.19

5 UN-Nachhaltigkeitsziele und Handelsabkommen: Widersprüche S.20

Wirtschaftlich und sozial nachhaltige Finanzmärkte als globale Aufgabe S.21

Kapitalverkehrsmanagement muss selbstverständlich sein S.22

Finanzmarktreform voranbringen statt völkerrechtlich behindern S.23

Literatur S.24
Download-Dokumente:

Finanzmarktreform: Gemeinwohlinteressen stärken