ILO Kernarbeitsnormen

http://www.ilo.org/berlin/arbeits-und-standards/kernarbeitsnormen/lang–de/index.htm
Die Grundprinzipien der ILO

Vier Grundprinzipien bestimmen Selbstverständnis und Handeln der ILO:

Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen

Beseitigung der Zwangsarbeit

Abschaffung der Kinderarbeit

Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf

Diese Grundprinzipien haben in acht Übereinkommen, die auch als Kernarbeitsnormen bezeichnet werden, ihre konkrete Ausgestaltung erfahren:

Übereinkommen 87 – Vereinigungsfreiheit und Schutz des Vereinigungsrechtes, 1948

Übereinkommen 98 – Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen, 1949

Übereinkommen 29 – Zwangsarbeit, 1930 und Protokoll von 2014 zum Übereinkommen zur Zwangsarbeit, 1930

Übereinkommen 105 – Abschaffung der Zwangsarbeit, 1957

Übereinkommen 100 – Gleichheit des Entgelts, 1951

Übereinkommen 111 – Diskriminierung (Beschäftigung und Beruf), 1958

Übereinkommen 138 – Mindestalter, 1973

Übereinkommen 182 – Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, 1999

Die vier Grundprinzipien beschränken sich allerdings nicht auf die acht Kernarbeitnormen; als tragende Orientierungs- und Handlungsmaximen der ILO durchziehen sie eine Vielzahl anderer Übereinkommen und Empfehlungen.
Die ILO-Erklärung über grundlegende Rechte bei der Arbeit (1998)

Die ILO-Kernarbeitsnormen haben im Juni 1998 eine besondere politische Aufwertung erfahren, als die „Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit “ auf der 86. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz ohne Gegenstimme angenommen wurde. Damit bekennen sich alle Mitgliedstaaten der Organisation ausdrücklich zu den Kernarbeitsnormen. Die Erklärung beginnt mit einer eindeutigen Positionsbestimmung. Sie betont
(…) dass die Weiterlesen ILO Kernarbeitsnormen

ILO begrüsst verstärkte Anstrengungen für menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wachstum

http://www.ilo.org/berlin/presseinformationen/WCMS_466905/lang–de/index.htm

Treffen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Guy Ryder (ILO), Christine Lagarde (IWF), Angel Gurría (OECD), Roberto Azevêdo (WTO) und Jim Yong Kim (Weltbank) im Kanzleramt: ILO begrüsst verstärkte Anstrengungen für menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wachstum

© M. Kaman / Anadolu Agency
Genf (ILO-News) – ILO-Generaldirektor Guy Ryder begrüßt den Aufruf der Kanzlerin sowie der Leiter der Internationalen Organisationen, verstärkte Anstrengungen zur Förderung menschwürdiger Arbeit und inklusiven Wachstums zu unternehmen. Der Aufruf stützt sich auf die ILO-Agenda für menschenwürdige Arbeit mit besonderer Betonung auf der Forderung nach besserer Umsetzung von Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards.
„Ich freue mich, dass wir unser gemeinsames Engagement zur Schaffung guter und sicherer Arbeitsbedingungen, für steigende Einkommen, Geschlechtergleichheit und Perspektiven für Arbeitssuchende erneuern“, sagte Ryder zum Abschluss des Treffens mit Bundeskanzlerin Merkel, Christine Lagarde, (IWF), Angel Gurría (OECD), Roberto Azevêdo, (WTO) und Jim Yong Kim (Weltbankgruppe) im Kanzleramt.
Die Teilnehmer der Gesprächsrunde diskutierten über die derzeitige Situation der Weltwirtschaft und betonten die Notwendigkeit proaktiver Maßnahmen zur Erholung der Wirtschaft und zur Sicherung des Wachstums.
„Bei einem erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit um 2,3 Millionen Menschen im Jahr 2016, so die ILO-Voraussagen, glaube ich, das ehrgeizige Maßnahmen zur Stärkung der Nachfrage-, und Angebotseite des Arbeitsmarkts sowie mehr Bildung und Weiterbildung zur Schaffung von produktiveren, dynamischeren und inklusiveren Wirtschaften und Gesellschaften beitragen können“, so Ryder.
Die Teilnehmer des Treffens bekräftigten ihre Verpflichtung, die Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu unterstützen, um die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen. Das Abschlusskommuniqué nennt dazu konkrete Schritte, wie die G7-Initiative zu nachhaltigen Lieferketten und den von der ILO gemanagten „Vision Zero Fonds“, der auf bessere Prävention und Vermeidung von Arbeitsunfälle auch in globalen Lieferketten abzielt.