Ein Blick zurück aus der Zukunft

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Von Matthias W. Birkwald

Rosige Zeiten – so scheint es – sind für die RentnerInnen in Ost und West angebrochen: Am 1. Juli 2016 werden die Renten im Westen um 4,25 und im Osten um 5,95 Prozent steigen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass aktuell 15,6 Prozent aller älteren westdeutschen und zwölf Prozent aller ostdeutschen Menschen über 65 Jahren von weniger als 917 Euro im Monat leben müssen und damit offiziell als arm gelten. Die guten Nachrichten dürfen auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine ostdeutsche Eckrentnerin nach 45 Beitragsjahren immer noch 966 Euro weniger Rente im Jahr erhält als eine vergleichbare Rentnerin im Westen. Ob Ministerin Andrea Nahles jetzt den längst überfälligen Schritt gehen und die Rentenlücke 27 Jahre nach dem Mauerfall endlich schließen wird, steht immer noch in den Sternen.
Minirenten unter dem Existenzminimum sind schon heute Realität und die Altersarmut breitet sich Jahr für Jahr immer weiter aus, vor allem in Ostdeutschland! Viele junge Erwachsene, das hat eine aktuelle Umfrage der IG Metall ergeben, schauen deshalb voller Sorge in die Zukunft: Drei Viertel von ihnen gehen nicht davon aus, dass ihre Rente einmal reichen wird. 60 Prozent der jungen Generation bekundeten zudem, wenig oder kein Vertrauen Weiterlesen Ein Blick zurück aus der Zukunft