Die Krise in Europa Teil 3: Was ist die EU und wohin geht sie?

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Jetzt, wo die anhaltende politische und ökonomische Krise der EU in eine neue und möglicherweise entscheidende Phase eintritt, beginnen Teile der herrschenden Klasse sich zu fragen, ob das strategische Ziel eines „immer engeren Zusammenschlusses“ wirklich erreicht werden kann.

Andere zweifeln daran, ob dies überhaupt wünschenswert ist. Trotzdem besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass die EU in ihrer jetzigen Form – ein Mittelding zwischen einem Freihandelsabkommen und einem vereinigten Bundesstaat – ein Kompromiss ist, der weder befriedigend noch zukunftsfähig ist.
Wolfgang Münchau schreibt in der Financial Times: „Wenn man eine Währungsunion ohne gemeinsame ökonomische Institutionen, eine gemeinsame Steuerpolitik und ein gemeinsames Rechtssystems schafft, wird man sie irgendwann gegen eine Wand fahren. Genauso wie eine Zone ohne Passkontrollen, ohne eine gemeinsame Küstenwache und Grenzkontrollen nicht bestehen bleiben kann. (…) Falls die Union ein demokratischer Bundesstaat wäre, hätten wir diese Diskussion nicht. Es gäbe dann keine Eurokrise und auch keine Flüchtlingskrise. Ein solcher Staat ist momentan aber nicht realisierbar.“
Münchau schlägt vor, Weiterlesen Die Krise in Europa Teil 3: Was ist die EU und wohin geht sie?