250.000 gegen TTIP

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An der Spitze von 250.000 Menschen. Die Veranstalter hatten vor …

An der Spitze von 250.000 Menschen. Die Veranstalter hatten vor einigen Tagen noch auf ein Fünftel davon gehofft

Gregor Fischer/dpa

Ein endloser Menschenstrom zog sich durch die Straßen der Haupts…

Ein endloser Menschenstrom zog sich durch die Straßen der Hauptstadt

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Demonstranten zogen am Brandenburger Tor vorbei

Die Demonstranten zogen am Brandenburger Tor vorbei

Kay Nietfeld/dpa

Gewerkschafter aus ganz Deutschland kamen in Berlin zur Demonstr…

Gewerkschafter aus ganz Deutschland kamen in Berlin zur Demonstration gegen TTIP zusammen

Wolfram Steinberg/dpa

Kein Durchkommen mehr zwischen dem Brandenburger Tor und der Sie…

Kein Durchkommen mehr zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule

AP Photo/Markus Schreiber

Provokation einer Untoten: Die FDP stellte ein Plakat vor ihrer …

Provokation einer Untoten: Die FDP stellte ein Plakat vor ihrer von der Polizei abgeriegelten Zentrale auf, auf dem sie einen alten Spruch gegen Ausländerfeindlichkeit auf die TTIP-Gegner münzte

Gregor Fischer/dpa

Gewerkschaften, Umweltverbände, Parteien gemeinsam gegen TTIP

Gewerkschaften, Umweltverbände, Parteien gemeinsam gegen TTIP

Wolfram Steinberg/dpa

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Bei einer der größten Demonstrationen der vergangenen Jahre in Deutschland haben in Berlin am Sonnabend nach Veranstalterangaben 250.000 Menschen gegen die geplanten »Freihandelsabkommen« der EU mit den USA und Kanada, TTIP und CETA, protestiert. Die Polizei korrigierte ihre usprüngliche Angabe von 60.000 im Laufe des Tages auf 150.000 Teilnehmer.
Die Demonstranten hatten sich am Vormittag am Hauptbahnhof auf dem Washingtonplatz versammelt. Der platzte schon vor dem offiziellen Demonstrationsbeginn aus allen Nähten, der Bahnhof musste zwischenzeitlich wegen Überfüllung geschlossen werden, S-Bahnen fuhren durch. Deshalb begann der Abmarsch deutlich vor dem eigentlich geplanten Beginn. Es waren so viele Menschen unterwegs, dass Zehntausende noch nicht losgelaufen waren, als die Spitze der Demonstration bereits das Ziel, die Siegessäule, erreicht hatte. Nie zuvor seien in Europa mehr Menschen zu diesem Thema auf die Straße gegangen, sagten die Veranstalter.
Getragen wurde der Protest von Umwelt- und Verbraucherschützern, Sozialverbänden und Gewerkschaften. Die Kritiker der Abkommen befürchten eine Aushöhlung europäischer Regeln und ein Sinken ökologischer und sozialer Standards. Sie fordern, die TTIP-Verhandlungen mit den USA zu stoppen und das mit Kanada verhandelte CETA-Abkommen nicht zu ratifizieren. Auch in Amsterdam, Luxemburg und anderen Städten demonstrierten Tausende gegen die Abkommen.
Zu den Rednern an der Siegessäule gehörte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann. Die Gewerkschaften seien weder gegen den internationalen Handel, noch lehnten sie die Globalisierung ab, sagte er laut seines vorab verbreiteten Redetextes. »Nur sind die Früchte der Globalisierung immer ungleicher verteilt.« Fairer Welthandel funktioniere nicht ohne starke Rechte für Arbeiter. »Mit vereinten Kräften müssen wir verhindern, dass Arbeitnehmerrechte zum Spielball einer ungezügelten Globalisierung werden.« (dpa/jW)
Um was geht es eigentlich bei TTIP? junge Welt hat das im April ausführlich in einem Spezial dargelegt. Die Beilage finden Sie hier

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