Sonderzüge nach Berlin: https://ttip-sonderzug.de/

Liebe Unterstützer/innen der TTIP-Demo,
liebe Interessierte,

steigt ein und fahrt mit einem der fünf Sonderzüge zur Großdemonstration nach Berlin! Unter dem Motto „TTIP & CETA STOPPEN! – Für einen gerechten Welthandel!“ werden wir am 10. Oktober in Berlin gemeinsam mit vielen Zehntausenden auf die Straße gehen und gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP & CETA demonstrieren.
Sonderzüge nach Berlin:
Die Fahrkarten können ab sofort auf unserer Webseite gekauft werden. Bestellen Sie Ihr Sonderzug-Ticket unter:
https://ttip-sonderzug.de/

Für Ihre Reiseplanung: Es fahren folgende fünf Sonderzüge nach Berlin:

Zug 1: Aachen – Köln – Solingen – Wuppertal – Hagen – Hamm – Bielefeld – Berlin

Zug 2: Mönchengladbach – Düsseldorf – Duisburg – Essen – Bochum – Dortmund – Minden – Berlin

Zug 3: Frankfurt Süd – Gießen – Marburg – Kassel-Wilhelmshöhe – Göttingen – Berlin

Zug 4: Stuttgart – Kornwestheim – Ludwigsburg – Bruchsal – Mannheim – Berlin

Zug 5: München – Landshut – Regensburg – Nürnberg – Berlin

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Demo-Büro über die E-Mail-Adresse: zug@ttip-demo.de

Jetzt buchen: https://ttip-sonderzug.de/

Die Demonstration unterstützen:

Poster & Flyer bestellen – setzen Sie ein, zwei, viele Ausrufezeichen!
Mobilisierungsmaterial mit unserem markanten Ausrufezeichen kann weiterhin kostenfrei auf der Webseite der TTIP-Demo bestellt werden: http://ttip-demo.de/mitmachen/flyer-plakate/

Bewerben Sie die Demo online – unterschreiben Sie den Demo-Aufruf!
Vernetzen Sie sich mit uns auf Facebook & Twitter und trommeln Sie kräftig für die Demo mit. Der Aufruf zur Großdemonstration kann online unterschrieben werden: http://ttip-demo.de/home/aufruf/aufruf-unterzeichnen/

Jede Spende stärkt den Protest!
Die Organisation einer Großdemonstration, der Druck von tausenden Flyern und Plakaten sowie Bühne und Technik kosten viel Geld. Noch haben wir nicht alle anstehenden Aufgaben finanziert. Bitte unterstützen Sie den Protest gegen TTIP & CETA auch mit einer Spende.
Online spenden: http://ttip-demo.de/spenden/

Spendenkonto:
Empfänger: Naturfreunde Berlin e.V.
Bank: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE65 1002 0500 0003 2157 01
BIC: BFSWDE33BER
Verwendungszweck: TTIP Demo

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Beste Grüße aus dem Demo-Büro,

Freihandelsabkommen TTIP ist brandgefährlich – Aktionsbündnis Ostalb: Um es zu stoppen, müssen Bürger jetzt handeln

26.08.2015 (Aktualisiert 15:34 Uhr)Quelle: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Freihandelsabkommen-TTIP-ist-brandgefaehrlich-_arid,10293893_toid,1.html

Bis 6.Oktober läuft die Aktion „Stoppt TTIP“.

2548563_2_article660x420_B994204296Z.1_20150826141043_000_G6C3MJBNR.2-0

Die Gegner der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft, kurz TTIP, zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA sind auch im Süden der Republik breit aufgestellt. Im April 2014 wurde das Aktionsbündnis Ostalb gegen TTIP in Aalen gegründet. Neben Einzelpersonen gehören ihm auch Organisationen an wie attac Regionalgruppe Aalen, DGB Ostalb, IG Metall Aalen, BUND Regionalverband, Weltladen Aalen, SPD Ortsverband Aalen, Kreisverband Die Linke, Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen und die Wählervereinigung Pro Aalen. Sprecher sind Dr. Rolf Siedler, Tobias Bruns und Bernd Trete aus Aalen. Tobias Bruns und Bernd Trete haben Petra Rapp-Neumann ihre Bedenken gegenüber TTIP geschildert.

Jeder Bürger ist betroffen

„Viele Menschen meinen, das ist ganz weit weg. Ein Irrtum. Handelsabkommen wie CETA, TISA und TTIP betreffen jeden Bürger“, betonen Tobias Bruns und Bernd Trete. Vereinheitlichung des Warenverkehrs, Abbau von Handelsbarrieren, Investitionsschutz und regulatorische Zusammenarbeit über bereits bestehende Vereinbarungen hinaus: das hört sich zunächst vielversprechend an. Doch gefährdet TTIP nach Ansicht von Bruns, Trete und ihren Mitstreitern Arbeitnehmerstandards und Gendergleichheit in der Bundesrepublik. TTIP soll als Völkerrecht unserem nationalen Recht übergeordnet werden. In den USA sind ungesicherte, befristete, unfaire Arbeitsverhältnisse zu Niedriglöhnen und unterschiedlicher Bezahlung von Frauen und Männern alltäglich. Das Bündnis Ostalb befürchtet, dass sich dieser Trend durch TTIP auch in Europa verschärft. Multinationale Konzerne könnten gegen die Erhöhung gesetzlicher Mindestlöhne vor geheim tagenden Schiedsgerichten klagen: Intransparenz sondergleichen. Dass ein Staat einen Konzern verklagt, ist jedoch nicht vorgesehen. Bruns und Trete nennen das Beispiel Vattenfall. Der schwedische Energieriese hat den deutschen Staat auf Schadensersatz von 4,7 Milliarden Euro wegen des Atomausstiegs nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima verklagt: „Unternehmer tragen ihr Risiko nicht mehr selbst“, so Bruns.

Auch beim Verbraucherschutz seien die USA ein gefährlicher Partner. Es geht dabei um mehr als das viel zitierte Chlorhuhn. Das Aktionsbündnis Ostalb befürchtet eine Senkung allgemeiner Standards: „Bei uns kommt ein Produkt erst auf den Markt, wenn es getestet und nicht schädlich ist. In den USA kann so lang produziert werden, bis sich ein Produkt als schädlich erwiesen hat. Es werden zwei komplett unterschiedliche Standards harmonisiert“, geben Bruns und Trete zu bedenken. Das Ergebnis sei immer der kleinste gemeinsame Nenner auf dem untersten Level. Dabei könnten die Verbraucher insgesamt nur verlieren.

TTIP könnte auch zum Kulturkiller werden. Derzeit ist unklar, ob zum Beispiel die Buchpreisbindung gefährdet ist. Internetriesen mit Buchhandelsplattformen wie Amazon würden profitieren, kleine Buchhändler vor Ort auf der Strecke bleiben. In Handelsabkommen haben Kultur und Medien nach Ansicht der TTIP-Gegner nichts zu suchen.

Im Grunde aber, so Tobias Bruns und Bernd Trete, sind das Nebenschauplätze. Wesentlich sei, dass Lobbygruppen multinationaler Konzerne geheimniskrämerisch hinter verschlossenen Türen auf die Verhandlungen Einfluss nehmen. Aufgrund des massiven Drucks von Verbänden, Institutionen und engagierten Bürgern hat die EU-Kommission damit begonnen, Dokumente und Infomaterial online zu stellen. Allerdings geben sie keinen Aufschluss darüber, welche Ziele durchgesetzt werden sollen und welche Kompromisse eingegangen werden. Es steht zu befürchten, dass das, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist, verhandelt wird. „Positivlisten würden mehr Sinn machen“, so Bruns und Trete. „Wir sind nicht anti-amerikanisch eingestellt“, stellen sie klar. „Aber mit der Zukunft von uns allen wird gerade russisches Roulette gespielt. Völkerrechtsverträge sind nicht kündbar. Wenn wir als Bürger jetzt nicht aufstehen, sind die Verträge fixiert.“

Bis 6. Oktober läuft die Aktion Stoppt TTIP, mit 450 beteiligten Organisationen und bisher 2,4 Millionen Unterschriften die größte europaweite, selbstorganisierte Bürgerinitiative. Mehr Infos dazu, zu den Zielen und Aktionen des Bündnisses unter http://www.ostalb-gegen-TTIP.org.