TSIPRAS IN MOSKAU EU-Politiker schicken Tsipras scharfe Warnungen hinterher

Der griechische Premier reist heute nach Moskau. EU-Parlamentspräsident Schulz und CDU-Europapolitiker Brok warnen Tsipras vor einer Spaltung Europas.

8. April 2015  05:26 Uhr 
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras macht einen umstrittenen Besuch in Moskau,

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras macht einen umstrittenen Besuch in Moskau.  |  © Trevor Hagan/Reuters

Kurz vor seiner am heutigen Mittwoch geplanten Reise nach Moskau wird der griechische Ministerpräsidenten Alexis Tsipras für seinen Besuch stark kritisiert. Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok sagte der Zeitung Die Welt, der Besuch des Regierungschefs in Moskau sei eine „Drohgebärde“. Tsipras wolle zeigen, dass Griechenland auch anders könnte. Athen verhandelt derzeit mit seinen Gläubigern über die Auszahlung weiterer Hilfsgelder .

Tsipras wird am Mittwoch zu einem Antrittsbesuch bei Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau erwartet. Am Donnerstag will er mit Ministerpräsident Dmitri Medwedew über die Zusammenarbeit in Wirtschafts- und Handelsfragen sprechen. Vor allem dürften aber auch die wegen der Ukraine-Krise und Sanktionen angeschlagenen Beziehungen zwischen der EU und Russland Thema sein. 

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Beobachter schätzen, Moskau könne versuchen, mit guten Beziehungen zu Athen den harten Russland-Kurs der EU aufweichen zu wollen. Tsipras gilt als Kritiker der EU-Sanktionen gegen das Riesenreich.  

Die EU und die Bundesregierung sehen die Visite wegen der Spannungen mit Russland und der schwierigen Verhandlungen über neue Finanzhilfen für Griechenland mit Skepsis. Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hatte zuletzt aber gesagt, Griechenland suche keine Finanzhilfen außerhalb der EU. Es pflege aber wie jedes andere Land auch bilaterale Beziehungen.

Warnungen vor Finanzhilfen aus Russland

Europapolitiker Brok forderte von Griechenlands europäischen Partnern eine klare Linie. Tsipras müsse deutlich gemacht werden, dass er sich an Moskau binden könne, wenn er das wolle. Dann müsse er aber auch sagen, dass er aus Europa raus und in eine andere Hemisphäre wechseln wolle. „Die Griechen würden einen solchen Kurswechsel nicht mittragen und sich im Zweifel für Brüssel entscheiden“, sagte Brok.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) warnte Tsipras vor Finanzhilfen aus Russland. Er sagte der Bild, er wisse zwar nicht, ob Russland Griechenland finanziell unterstütze. Er könne Athen aber nur raten, die Einigkeit der Europäer nicht aufs Spiel zu setzen. Bereits vor einigen Tagen hatte Schulz angesichts der Reise von Tsipras nach Moskau vor einer Spaltung der EU gewarnt.

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