Die zur Zeit vermutlich besten Politsatiresendung in Deutschland

Das ist schon eine ganz spezielle Ausgabe von der zur Zeit vermutlich besten Politsatiresendung in Deutschland.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2373814/Vorurteile-und-Bilanzen#/beitrag/video/2351516/%22Die-Anstalt%22-vom-31-M%C3%A4rz-2015

Achtung wegen der Zeilenlänge, darauf achten, dass ein Umbruch wieder zusammengesetzt werden muss.


 

KOMMUNALE INITIATIVEN GEGEN TTIP & CO

10000KommunenTTIPfrei

Ostalbkreis

In einer von Attac Aalen unterstützen Resolution vom 24.03.2012 schloß sich der Kreistag des Ostalbkreises den Forderungen von Deutschem Städetag, Deutschem Landkreistag, Deutschem Städe- und Gemeindenbund und dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. zum Thema internationaler Handelsabkommen und kommunaler Dienstleistungen vom Oktober 2014 an. Er fordert die Bundesregierung sowie die Vertreter des Kreises auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene auf die dort festgehaltenen Forderungen nachdrücklich zu vertreten. Die Pressemitteilung von Attac Aalen mit der Resolution findet man unter folgendem Link.


Film von Valentin Thurn „10 Milliarden- wie werden wir satt?“

Kinotipp

Am 16.4.2015 kommt der neue Film von Valentin Thurn „10 Milliarden- wie werden wir satt?“ in viele Kinos, vermutlich auch in ein Kino in Eurer Stadt. Nähere Infos zum Film könnt ihr der Homepage entnehmen unter http://www.10milliarden-derfilm.de/

Der Film passt sehr gut zum Thema CETA und TTIP.


 

 

Entschädigungen für deutsche Kriegsverbrechen „Ich bin Argyris Sfountouris, der kleine Junge, der 1944…“

Auf einem berühmten Foto vom Sommer 1944 ist Argyris Sfountouris als vierjähriger Junge zu sehen. Damals verübte die SS in seinem Dorf Distomo ein Massaker.

  • 71 Jahre später macht ihn ein kurzer Auftritt in der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ zum TV-Star.
  • Argyris klagte sich bis vor den Bundesgerichtshof, der nannte das Massaker 2003 eines der abscheulichsten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs.
Von Christiane Schlötzer

Jetzt ist er, 71 Jahre nach dem Ereignis, das sein Leben prägte, auf einmal ein Fernsehstar. Und das wegen einer Satire, die sich mit einem hochernsten Thema beschäftigte: Entschädigungen für deutsche Kriegsverbrechen in Griechenland. In der ZDF-Politsatire „Die Anstalt“ hatten sie ein Foto von ihm an der Studiowand: ein berühmtes Bild, denn es steht für das SS-Massaker im griechischen Dorf Distomo 1944. Auf dem Foto ist ein etwa vierjähriger Junge zu sehen, mit zusammengepressten Lippen.
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Bundesverband mittelständische Wirtschaft entschieden gegen private Schiedsgerichte

Der Präsident des  äußert sich im ZEITonline-Interview „entschieden gegen private Schiedsgerichte“ (auch in CETA) und macht sich Sorgen um das EU-Vorsorgeprinzip:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/ttip-bedenken-mittelstaendische-unternehmen-interview-mario-ohoven

Das ist sehr hilfreich angesichts der Behauptung von BDI und der IHKs, dass auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von den Schiedsgerichten Vorteile hätten.

Auf ZEITonline wird zudem noch ein völlig abstruser Schiedsgerichtsfall mit Rumänien beleuchtet:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/ttip-freihandel-ceta

Wirtschaft, Freihandelsabkommen, Peinliche Korrekturen

01.04.2015

Peinliche Korrekturen 

Von Silvia Liebrich

Das haben sich die Macher des Freihandelsabkommens TTIP sicher anders vorgestellt. Mehr Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum haben sie den Bürgern dies- und jenseits des Atlantiks zu Beginn der Verhandlungen vor eineinhalb Jahre versprochen. Dabei haben sie keine Mühen gescheut, es ganz genau auszurechnen. So sollte etwa einem Vier-Personen-Haushalt in der EU nach einem Abschluss des Vertrages ein um 545 Euro höheres Jahreseinkommen zur Verfügung stehen. Der jährliche Zugewinn der europäischen Wirtschaft wurde auf 119 Milliarden Euro beziffert. Das ist jetzt nicht die Welt, klingt aber trotzdem irgendwie gut.

Blöd nur, wenn sich dann herausstellt, dass man sich verrechnet hat und selbst diese bescheidenen Prognosen auf tönernen Füßen stehen. Weiterlesen Wirtschaft, Freihandelsabkommen, Peinliche Korrekturen

Geht dem Kapitalismus die Arbeit aus? (Teil 2)

Smog in der Hauptstadt Südkoreas, wo der Kapitalismus noch brummt (Foto von Craig Nagy, CC-BY-SA, URL: https://www.flickr.com/photos/nagy/4336948)[Teil 1]

Entwicklung nach geschätzter Arbeitsproduktivität gewichtet

Lohoff und Trenkle (2012: 98ff) weisen in diesem Kontext darauf hin, dass produktive Arbeiter in Niedriglohnländern pro Kopf tendenziell weniger Wert produzieren als in Hochlohnländern, weil sie zumeist nicht auf dem „Stand der Technik“ produzieren, also mehr als die gesellschaftlich nötige Arbeitszeit leisten. Vielleicht lagert ein Unternehmen seine Produktion nach Asien oder Osteuropa aus und beschäftigt anschließend dreimal so viele Angestellte pro Einzelstück wie vorher, zahlt aber unterm Strich aufgrund der geringeren Lohnkosten und des Einsatzes von weniger konstantem Kapital weniger als zuvor. Dann ist der Wert seiner Waren dadurch nicht gestiegen, auch wenn in jede Ware mehr Arbeitszeit einfließt als zuvor.

Um die Entwicklung der produktiven Arbeit besser nachzuvollziehen, ist es also notwendig, diese unterschiedlichen Produktivitätsniveaus zu berücksichtigen. Allerdings handelt es sich hierbei um eine unscharfe Größe, die sich nicht exakt beziffern lässt.
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